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Bezirksligen

10.10.2016

Die Krankmeldungen stapeln sich

Der Bubesheimer Christian Berscheit sah wegen angeblicher Notbremse die Rote Karte.
Bild: Ernst Mayer

Bubesheim holt nur einen Zähler, Ziemetshausen verliert. Ein Grund für die Ergebnisse ist der Personalstand

Der SC Bubesheim kommt seinem ursprünglich ins Auge gefassten Saisonziel nicht näher. Beim SV Wörnitzstein-Berg erreichte der optisch überlegene Fußball-Bezirksligist am Samstag nur ein 2:2. Dabei kassierten die Gäste das Tor zum Endstand in Unterzahl, denn Christian Berscheit sah in der 64. Minute die Rote Karte. Abteilungsleiter Karl Dirr nahm sein Team dennoch in Schutz und sagte: „Die Mannschaft kommt auf dem Zahnfleisch daher und ist kräftemäßig wirklich am Limit. Alle Spieler haben alles gegeben, und für diesen Teamgeist bekommen sie ein Riesenkompliment von mir.“ Trotzdem räumte der Funktionär ein: „Das Spiel hätten wir gewinnen müssen. Eigentlich.“

Richtig unter die Räder gekommen ist unterdessen der TSV Ziemetshausen. In der Süd-Gruppe der Fußball-Bezirksliga musste das Team beim SV DJK Memmingen-Ost eine 0:5-Schlappe hinnehmen.

Bezirksliga Nord

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(1:1): Es ging schon schlecht los für die Gäste. Innenverteidiger Waldemar Schaab leistete sich einen bösen Ballverlust, der SV konterte, und Torjäger Alexander Musäus erzielte das Führungstor (13.). Doch auch Bubesheim hat seine Torgarantie, und als der Ball nach einem schönen Angriff bei Michael Wende landete, stellte der gewohnt kaltschnäuzig das 1:1 her (26.). Bubesheim war nicht erst mit dem Ausgleichstreffer spielerisch tonangebend. Die Zahl und die Qualität der Torgelegenheiten sprachen ebenfalls für die Mannschaft um Spielertrainer Marvin Länge. Als Baris Acigöz kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit das 1:2 gelang (49.), sprach wirklich viel für einen Auswärtssieg. Dann aber unterlief Defensivmann Christian Berscheit eine gefühlte Notbremse, und Schiedsrichter Michel Stölpe zückte die Rote Karte (64.). Mit einem Mann mehr auf dem Feld witterte Wörnitzstein-Berg vor knapp 100 Besuchern eine neue Chance und kam wieder etwas öfter in Tornähe. Ein Elfmeter führte zum Ausgleich; erneut Musäus traf vom Punkt (73.). Insgesamt entschied Stölpe in allen Schlüsselszenen gegen die Bubesheimer; kein Wunder, dass Dirr auf die Frage nach dem Schiedsrichter „kein Kommentar“ sagte.

Trotzdem hätte Bubesheim gewinnen können, doch die Gastgeber hatten das Glück auf ihrer Seite, als nach einem Schuss von Acigöz der Pfosten für ihren Torwart rettete (81.). Weil der SV-Spieler Konstantin Böhm noch die Ampelkarte sah (88.), ging die Partie mit zehn gegen zehn zu Ende. (ica)

SC Bubesheim Bader – Wagner, Hille, Schaab, Eggle, R. Wende, Berscheit, Länge, Acigöz, Schnell (86. Ivanov), M. Wende

Bezirksliga Süd

(1:0): Schon in der 13. Minute gingen die Platzherren in Führung. Torschütze war Kevin Haug. Bis zur Pause und über weite Strecken auch danach spielten die Gäste optisch ordentlich mit. „Es hat häufig der letzte Pass gefehlt. Wenn der gekommen wäre, hätte es drei bis vier Eins-zu-Eins-Situationen mit dem Torwart der Memminger gegeben“, ärgerte sich TSV-Trainer Rainer Amann nach der Begegnung.

Der Coach wollte die Niederlage deshalb nicht auf die fehlenden Spieler schieben, bemerkte aber schon: „Wir haben ohne acht gespielt, das können auch wir irgendwann nicht mehr kompensieren.“ Beim Auftritt in Memmingen fehlten die beiden Torhüter Andreas Mayer und Alexander Leisenberger sowie die Feldspieler Adnan Akyel, Andreas Endres, Thomas Pietsch, Tobias Hillenbrand, Nicolas Fendt und Stefan Mayer. Im Tor stand Ali Erdem Öztürk. Er machte vor dem 0:2 durch Haug zwar einen Fehler (63.), doch solche Schnitzer passieren. Gut aus Amanns Sicht: Die Gäste steckten auch nach dem 0:2 nicht auf. Aber es lief nur noch wenig zusammen. „Bei uns klappte nichts mehr, und bei Memmingen hat alles funktioniert“, blickt der Trainer zurück. Die weiteren Tore für die DJK erzielten Naim Nimanaj (68./Foulelfmeter), Steffen Schlotte (74.) und Burak Kesici (81.).

Bei den Allgäuern waren bis auf den gesperrten Mario Marjancic alle Mann an Bord. Die DJK, die wegen des Abzugs von sechs Punkten auf dem letzten Platz steht, wird in den kommenden Wochen sicher weiter nach oben kommen. Die Qualität des Vorjahresfünften ist groß.

Amann hofft, dass sein Lazarett in der kommenden Woche kleiner wird. Doch die Aussichten sind nicht rosig: „Vielleicht kommen ein oder zwei Spieler wieder zurück, das kann ich aber erst nach den Trainingseinheiten sagen.“ (ulan)

TSV Ziemetshausen Öztürk – Bettighofer, F. Klimm, Frey, Endres, M. Klimm, Mayer, Eppler, Reiter, König, Miller

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