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Fußball-Kreisliga

08.09.2018

Die Kunst, einmal öfter aufzustehen als hinzufallen

Die Enttäuschung war groß nach der Derby-Niederlage in Günzburg. Entsprechend niedergeschlagen präsentieren sich hier die Offinger Andre Hein, Lukas Kircher und Alexander Schmid. Im Heimspiel gegen Aufsteiger Großkötz gibt’s jetzt eine neue Chance, drei Punkte zu holen. <b>Foto: Ernst Mayer</b>
Bild: Ernst Mayer

Offingen fehlt, was der nächste Gegner mitbringt: Unbeschwertheit. Die wird auch andernorts vermisst

Landkreis Dreigeteilt präsentiert sich die Tabelle der Fußball-Kreisliga West vor dem achten Spieltag der Saison 2018/2019. Momentan belegen der FC Günzburg, der TSV Ziemetshausen und die SG Reisensburg-Leinheim die Plätze eins bis drei. Da sie schon ein kleines Polster zwischen sich und die Verfolger gebracht haben, dürfte der Dreikampf noch geraume Zeit weiter gehen. Im mittleren Teil der Tabelle haben sich ebenfalls drei heimische Teams eingefunden. Der Keller beginnt mit Aufsteiger VfL Großkötz; drei weitere Landkreis-Mannschaften stehen derzeit ganz unten. Die einen hatte man dort erwartet, für andere ist das Neuland.

Tabellenführer FC Günzburg bekommt es am Sonntag mit der SpVgg Wiesenbach zu tun – der soeben der Erfolgstrainer abhandengekommen ist (siehe Bericht auf dieser Seite). Trotzdem zählen die Schwarzbächler als Aufsteiger zu den positiven Überraschungen dieser Runde, überzeugen durch Spielkultur. Und auch die teilweise hochkarätigen Neuzugänge finden sich immer besser ins Mannschaftsgefüge ein. In Sachen starke Neulinge braucht sich der Gast aus Günzburg aber nicht verstecken. Nach einigen durchwachsenen Spielzeiten hat man um Spielertrainer Christoph Bronnhuber, Rückkehrer Max Lamatsch und Torhüter Markus Bader eine Mega-Truppe zur Verfügung. Und auch das Verletzungspech der Jahre zuvor scheint verschwunden.

Der TSV Ziemetshausen galt von Beginn an als Topfavorit auf die Rückkehr in die Bezirksliga, die er ja mehr als unglücklich verlassen musste. Immer noch ohne Niederlage ist die Mannschaft aus dem tiefen Süden des Landkreises nun also erster Verfolger von Klassenprimus FC Günzburg. Am Sonntag steht die nächste Feuertaufe auf dem Programm, wenn die Amann-Elf beim ebenfalls abgestiegenen FC Lauingen antritt. Die Donaustädter mussten sich zuletzt nach einer fulminanten Partie der SG Reisensburg-Leinheim geschlagen geben und werden alles versuchen, mit an der Tabellenspitze zu bleiben.

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Die SG Reisensburg-Leinheim konzentriert sich derweil auf das Spiel beim VfR Jettingen. Dabei gilt es für beide Seiten, an ihren momentanen Serien festzuhalten. Die SG ist immer noch unbesiegt und der gastgebende VfR hat nach einer kleinen Schwächephase mit zwei Siegen in Folge bei 9:1 Toren die Kehrtwende geschafft. Beide Teams stehen für Offensivfußball – was im Sportpark am Schindbühel ein Spektakel erwarten lässt.

Dass Großkötz in jene Zone der Tabelle gehört, in der es kritisch wird, ist keine Überraschung. Eher schon, dass der Aufsteiger von dort aus nach oben schielt. Die Kicker, vor zwei Spielzeiten noch in der A-Klasse unterwegs, haben sich mit mutigen und ansprechenden Leistungen selbst aus dem Sumpf gezogen. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze und so kann man nun völlig unbeschwert bei Bezirksliga-Absteiger Nummer drei, dem TSV Offingen, antreten.

Aus Sicht der SpVgg Ellzee ist irgendwie der Wurm drin. Einen wichtigen Spieler verloren, dazu Verletzte, Urlauber, ein plötzlich benötigter neuer Trainer – alles Faktoren, die deutlich machen, warum es nicht rund laufen kann an der Günz. Psychologisch wichtig war deshalb der Ausgleich in letzter Minute, der zuletzt gegen den SV Mindelzell gelang. Nun gilt es, gegen den Neuling SSV Neumünster endlich den zweiten Saisonsieg einzufahren – während Mindelzell an seinem spielfreien Wochenende nur hoffen kann, dass die anderen Kellerkinder nicht allzu fleißig punkten. Falls zum Beispiel dem SV Waldstetten mindestens ein Remis gelingen sollte, wären die Zeller am Ende angekommen.

Doch genau dort ist man mehr oder minder ratlos. Die Leistungen der Gelb-Schwarzen sind eigentlich immer recht ansprechend. Zählbares gab es aber erst einmal. Nun muss man zum bärenstarken BC Schretzheim und da dürften die Trauben neuerlich ziemlich hoch hängen. Vielleicht ist die Leistung ja diesmal nicht ganz so gut – und stattdessen gibt’s Punkte.

Anpfiff zu allen Begegnungen ist am Sonntag um 15 Uhr.

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