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Handball-Bayernliga

06.03.2020

Die Lösung in den Köpfen finden

Einzelgespräche mit seinen Spielern führt Günzburgs Trainer Gábor Czakó unentwegt. Hier schwört er Jakob Hermann auf das Hinrunden-Spiel gegen die DJK Rimpar II ein. Damals gewannen die Weinroten 28:20.
Bild: Ernst Mayer

Vor dem Spiel beim Angstgegner: Was die Ausgangslage für die Günzburger so kompliziert macht

Diese Aufgabe wird aus gleich mehreren Gründen ganz schwer, um nicht zu sagen brandgefährlich für die Günzburger Handballer. Los geht’s mit der Rolle des klaren Favoriten, die sich angesichts der Tabellenkonstellation nicht wegdiskutieren lässt. Dann gilt der Kontrahent als Angstgegner der Weinroten. Und schließlich findet dieses Bayernliga-Spiel zu einer höchst ungewöhnlichen Zeit statt: Anwurf zur Partie DJK Rimpar II gegen VfL Günzburg ist am Sonntag um 14 Uhr.

Nachdem das Nachwuchsteam des Zweitligisten in der vergangenen Saison durchgehend eine beinahe sensationelle Leistung gezeigt hatte, folgte in dieser Runde ein Einbruch. Mittlerweile geht es für die Gastgeber nur noch um den Verbleib in der Liga. Wichtig wäre das, denn eine zweite Mannschaft in der Bayernliga zu haben ist für ein Zweitliga-Team, das den Gedanken der Jugendförderung hochhält, ein notwendiger Bestandteil des gesamten Projekts. Über eine sehr gute A-Jugend schaffen es Rimparer Spieler immer wieder, sich erst einmal an die Bayernliga-Härte zu gewöhnen, um anschließend den Sprung in die Zweite Liga zu wagen. Die neuen Trainer und Vereins-Legenden Stefan Schmitt und Sebastian Kraus wollen den so wichtigen Unterbau also mit aller Kraft in der höchsten bayerischen Liga halten.

Auf Günzburger Seite überwog zu Wochenbeginn noch die Freude über das gewonnene Spitzenspiel gegen Landshut. Spätestens aber zum Trainingsbeginn am Montagabend lag der Fokus wieder komplett auf der nächsten Aufgabe. Alle Weinroten wissen: Bisher haben sie eine tolle Saison gespielt, wirklich erreicht wurde hingegen noch nichts. Vielmehr treten die Spieler von Trainer Gábor Czakó nun in eine entscheidende Phase der Runde ein. Dabei finden sie sich mittlerweile zusammen mit HaSpo Bayreuth in der ungewohnten Rolle des Gejagten. Doch einfacher werden die kommenden Aufgaben dadurch nicht. Zum einen hatten die Weinroten schon häufiger Probleme im Umgang mit der Favoritenrolle und zum anderen dürfte die Motivation der Gegner gegen einen Mitstreiter um die Meisterschaft riesig sein.

Die Lösung in den Köpfen finden

Die Lösung findet Czakó wie so häufig im Kopf eines jeden Spielers. Weder mit der Tabellensituation der eigenen Mannschaft noch mit der des Gegners darf sich auch nur im Ansatz beschäftigt werden. Vielmehr zeigte auch das Spiel gegen Landshut erneut ein paar Schwächen im Angriffsspiel, welche im Laufe der Woche verbessert werden müssen. Darüber hinaus wurde nur aufgrund einer enorm engagierten Verteidigung gewonnen. Diese lebt aber im Handball deutlich mehr als in anderen Sportarten von einer bedingungslosen kämpferischen Einstellung. Wenn in diesem Bereich lediglich ein paar Prozentpunkte nachgelassen wird, dürfte aus dem Abwehrbollwerk VfL schneller als es sich die Jungs in den weinroten Trikots ausmalen, ein Schweizer Käse werden.

Selbst wenn die Tabellensituation für den VfL spricht, sollte kein Spieler vergessen, dass die Weinroten bislang immer ohne Punkte aus Rimpar heimgefahren sind. Meist reichen schon zwei Spieler aus dem Zweitliga-Kader aus, um den Jungwölfen einen Vorteil zu verschaffen. Gewonnen werden kann deswegen erneut nur, wenn die Einstellung vorne wie hinten passt und der Gegner als die gute Mannschaft wahrgenommen wird, die sie ist. (zg)

Busabfahrt ist am Sonntag um 9.45 Uhr an der Rebayhalle in Günzburg. Anmeldungen an Dieter Pohl unter Telefon 0171/5853972.

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