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Landesliga Frauen

24.03.2015

Die Mädels dürfen wieder hoffen

Sandra Schaaf überzeugte im Günzburger Team mit Übersicht und starker Trefferquote.
Bild: Ernst Mayer

Wie die Günzburger Handballerinnen ihre Aufstiegschance wahren

Nach der eine Woche zuvor gezeigten, unterirdischen Leistung waren die Günzburger Handballerinnen gefordert. Wiedergutmachung war bei allen Beteiligten angesagt – und das Team der Trainer Robert Mayer/Harald Jekel hat die Chance in beeindruckender Manier genutzt. Im Landesliga-Heimspiel fegten die VfL-Mädels die Mannschaft der SG Neuaubing-Dachau 65 mit 43:25 aus der Halle.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem dreimaligen Rückstand in den Anfangsminuten brannten die Günzburgerinnen im Anschluss ein Feuerwerk ab, welches das Team von BHV-Trainer Alexander Brandeis ganz alt aussehen ließ. Bis zum Stand von 7:5 konnten die Gäste noch mithalten, doch dann hatten sie dem Sturmlauf der Günzburgerinnen nichts mehr entgegenzusetzen. Conny Müller eröffnete den Torreigen mit ihren Treffern aus dem Rückraum. Danach folgten zauberhafte Anspiele von Sandra Schaaf und Ardiana Merditaj auf die Kreisposition, die Annelie Galgenmüller mit einer hundertprozentigen Trefferquote verwerten konnte. Danach stand es innerhalb weniger Minuten 15:5 für die Legostädterinnen. Sandra Schaaf hatte einen tollen Tag erwischt und markierte mit ihrem fünften Treffer das 20:7. Da auch Günzburgs Defensive mit ihren Torhüterinnen überragend stand, fanden die Brandeis-Schützlinge kein Mittel, um dagegen anzukommen. Zwei weitere Treffer von Ardiana Merditaj, ein Treffer von Franziska Aust und ein Doppelschlag von Verena Oberling unterstrichen die Günzburger Dominanz.

Die Oberbayerinnen suchten ihr Heil in Einzelaktionen, die zu Fehlern führten und Günzburgs Torlawine weiter am Rollen hielten. Die zahlreichen Fans in der Rebayhalle trauten ihren Augen nicht, als bei der Halbzeitsirene ein 25:9 auf der Anzeigentafel prangte. 25 Treffer in einer Halbzeit kommen bei den Weinroten trotz Bundesliga-Euphorie, Tempohandball in den Jugendklassen und dem souveränen Männer-Meister-Express nicht alle Tage vor.

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Die zweite Hälfte konnte nicht mehr ganz an die überragenden ersten 30 Minuten anknüpfen. Zu Beginn konnten die Weinroten weiter schalten und walten, wie sie wollten. Günzburgs Offensive schaltete dann beim 37:15 (45.) einen Gang zurück und nutzte die verbleibende Zeit, um gegen die chancenlosen Oberbayerinnen schwäbische Optionen auszuprobieren. Selbst das Problem vom Siebenmeter-Strich hatten die Günzburgerinnen eindrucksvoll in den Griff bekommen. Ardiana Merditaj, Evelyn Jorga und Daniela Stoll verzeichneten keinen Fehlwurf. Sehr erfreulich war aus Sicht des Trainergespanns, dass die vielen Wechsel dem Spielfluss keinen Abbruch taten.

Die Chance zum Aufstieg haben die Günzburgerinnen also gewahrt. Ob sie Tabellenplatz zwei auch ins Ziel retten können, steht jedoch in den Sternen. Während die Weinroten im Saisonfinale zum Meisterball beim bereits feststehenden Titelgewinner Ottobeuren gastieren, haben die direkten Verfolger aus Oberbayern allesamt vergleichsweise einfache Aufgaben vor Augen. (zg)

VfL Günzburg Gremmelspacher, Machalova – Müller (7), Schaaf (7), Merditaj (7/2), Galgenmüller (6), Oberling (4), Jorga (3/2), Deutschenbauer (2), Aust (2), Stoll (2/1), Harder (1), Mengele (1), Kubasta (1)

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