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Handball-Bayernliga

10.02.2019

Die Sonnenseite des Günzburger Wegs

Nahtloser Übergang: David Pfetsch ist das jüngste Beispiel für die konsequente Jugendförderung beim VfL Günzburg. Kurz nach seiner Premiere im Männerbereich ist er schon voll im Bayernliga-Team angekommen.
Bild: Ernst Mayer

Der klare Sieg gegen Haunstetten gelingt auch, weil sich die Youngster nahtlos im Männer-Team einfügen.            

Günzburg „Derbysieger, Derbysieger“ skandierten Fans und Handballer des VfL Günzburg nach dem in der Höhe nie erwarteten 36:23 (14:12)-Heimsieg gegen die sonst so abwehrstarken Haunstetter. Davor war der weinrote Express 60 Minuten in Höchstgeschwindigkeit durch die Halle gefetzt. Selbst Tainer Stephan Hofmeister war hinterher einfach „zufrieden“.

Der VfL wusste genau, was gegen die robuste 3:2:1-Deckung der Gäste zu spielen war. Spielmacher Nico Jensen hielt die Fäden fest in der Hand. Das Angriffsspiel war von Beginn an top organisiert, auch die Gegenstoßbereitschaft fulminant. Doch das Visier war zu Beginn nicht zielgenau eingestellt. Oft scheiterte man an Torwart Alexander Rothfischer oder knallte den Ball ans Gebälk. Ausgeglichen wie bei einem Derby zu erwarten wurde Handball gerungen. Bis zum 6:7 durch Nikolaus Singer hatten die Gäste die Nase insgesamt dreimal vorne. Manuel Scholz, Daniel Jäger, David Pfetsch und Jonas Lehr gelang dann ein Viererpack. Es stand 10:7.

Trainer Hofmeister sieht‘s mit Vergnügen

Apropos Pfetsch: Es bereitete Hofmeister sichtlich Vergnügen, das nächste Talent in der Bayernliga auszupacken. Seit Monaten trainiert der kleine Allrounder beim Bayernliga-Team fleißig mit. Da die Bayernliga-Männer und die Bundesliga-Jugendlichen in Günzburg – didaktisch aufwendig – genau das Gleiche trainieren, sind Einsätze im Aktivenbereich null Problem für gute Youngster. Hofmeister sagt gleichermaßen stolz und kritisch: „Der Günzburger Weg hat aktuell noch seine starke Reserve in der A-Jugend. An einer leistungsstarken Männer-Reserve wird noch länger gearbeitet werden müssen.“

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Ein lupenreiner Hattrick des starken Gäste-Spielmachers Maximilian Schnitzlein ließ Hoffnungen auf ein leichtes Spiel erst einmal im Ansatz ersticken, schnell stand es 11:11. Mittlerweile war Pascal Buck von der Gümnzburger Bank gekommen. Obwohl grippe-geschwächt und im Prüfungsstress, tankte er sich als Antreiber kraftvoll durch, erzielte zwei wichtige Treffer und hatte wesentlichen Anteil daran, dass es zur Halbzeit 14:12 stand.

Kaum zurück auf dem Feld, wurde alles einseitig. Bis zum 20:15 war die Begegnung noch halbwegs offen. Vielleicht war der Günzburger Angriff an diesem Tag einfach zu durchschlagskräftig, das Tempospiel zu zwingend. Vielleicht war Haunstetten diesmal einfach nicht voll da. Die Gäste-Defensive war urplötzlich komplett geknackt. Viele Haunstetter verloren ihre Normalform. In der 43. Minute stand es bereits entscheidend 26:17.

Stephan Jahn belohnt sich selbst

Für den überragenden Nico Jensen war beim VfL inzwischen Stephan Jahn auf dem Feld. Als Aufsteiger aus der A-Jugend hat er es schwer, sich im Rückraum zu behaupten. Mit einer ausgezeichneten Leistung und zwei herrlichen Toren belohnte er sich, brachte seine Farben weiter voran und meldete Ansprüche auf mehr Spielanteile in der Rückrunde an.

Es ging weiter und weiter. Beim 34:21 war erstmals ein 13-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Der Günzburger Leistungswille wird am besten dadurch dokumentiert, dass nie nachgelassen wurde.

Der Tabellenkeller ist weit weg - oder?

Damit ist der VfL Günzburg dem Tabellenfünften TSV Friedberg bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt. Knapp hinter den Weinroten beginnt knallhart die Abstiegszone. Bang richten sich dort wie immer die Blicke nach Coburg. Da nach dieser Saison nicht einmal der Bayernliga-Meister direkt aufsteigt, könnte es ungewohnt viele Absteiger geben.

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