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Bezirksliga Süd

30.03.2015

Die Wahrheit liegt auf dem Platz

Der Thannhauser Janick Reitz setzt sich hier gegen die Mindelheimer Michael Schuster (rechts) und Simon Wendl durch. Vor 130 Zuschauern erreichte die TSG ein insgesamt glückliches 0:0.
Bild: Alois Thoma

Thannhausen kann die Schwachstelle Offensive nicht beheben, darf sich aber immerhin über einen Zähler im Derby gegen Mindelheim freuen

Die Bilanz sprach für die TSG Thannhausen. Sechs von neun Aufeinandertreffen in Bezirksoberliga, Landesliga und nunmehr Bezirksliga Süd hatte sie zuvor gegen den TSV Mindelheim gewonnen. Doch die Statistik ist das eine – die Wahrheit auf dem Platz das andere. Und die sah am Samstag im Thannhauser Mindelstadion bei der zehnten Auflage des Derbys so aus: Mindelheim stellte die gefährlichere Mannschaft, hatte die besseren Torchancen, am Ende aber doch keinen Grund zur Freude. Mit dem torlosen Unentschieden vor 150 Zuschauern konnten deshalb nur die Gastgeber, keinesfalls aber die Gäste aus dem Unterallgäu zufrieden sein.

Verständlich, dass Mindelheims Trainer Marcus Eder nach dem Schlusspfiff noch minutenlang auf der Trainerbank verharrte, um das in den vergangenen 90 Minuten Erlebte sacken zu lassen. Sein Thannhauser Trainerkollege Marco Henneberg zögerte hingegen nicht lange und klopfte seinen Schützlingen lobend auf die Schultern. „Mit einer guten Mannschaftsleistung haben wir uns das Remis verdient“, meinte der TSG-Coach in diesen Momenten und machte eine zufriedene Miene zum nicht optimalen Spiel. Denn es war unübersehbar, dass bei den Thannhausern im Spiel nach vorne viele Wünsche offenblieben. Ein Lattenschuss von Yunus Özkan bei einem Freistoß (6.) und zwei brauchbare Einschussmöglichkeiten für Andreas Beckmann (11. und 45.) – das war’s schon aufseiten der TSG in Halbzeit eins. Nach dem Wechsel war es dann lediglich Özkan (76.), der nach Pass von Jonas Schmid die Entscheidung hätte herbeiführen können, doch er scheiterte allein vor TSV-Keeper Dennis Motzer. Henneberg kommentierte die Schwachstelle Offensive so: „Wir haben eben keinen, der in einer Saison zehn oder 15 Tore macht.“

Einen solchen Mann haben die Mindelheimer normalerweise in Christian Landsperger, doch der konnte am Samstag seinen bisherigen zwölf Saisontreffern keinen weiteren hinzufügen. In der 16. Minute vergab er seine einzige große Chance, indem er aus kurzer Entfernung den Thannhauser Schlussmann Fabio Zeche nicht überwinden konnte. „Er war heute unser Bester“, verteilte TSG-Trainer Henneberg ein Sonderlob an die Nummer eins, nachdem Zeche mit weiteren Glanzparaden beste Möglichkeiten von Michael Schuster (26.), Holger Thamm (61.) und Benedikt Deigendesch (74., Freistoß) zunichtegemacht und damit die TSG mehrmals vor dem möglichen Rückstand bewahrt hatte.

Das für die TSG glückliche Remis hing in der Nachspielzeit noch am seidenen Faden, denn ein Eckball landete auf der Querlatte und der frei stehende Deigendesch zielte knapp am rechten Pfosten vorbei. Der mögliche Sieg blieb somit Wunschtraum, was TSV-Coach Eder knapp, aber treffend kommentierte: „Selber schuld!“

TSG Thannhausen Zeche – Keil, Niang (80. Hassan), Aue, Beckmann, Reitz, Krammer, Maximilian Micheler, Özkan, Richter, Schmidt

TSV Mindelheim Motzer – Yörür, Thamm, Schwegle, Schuster (80. Wölfle), Schlichting (83. Brugger), Landsperger, Baur (45. Wendl), Deigendesch, Wissigkeit, Eckers

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