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Kreisliga West

12.10.2018

Die meisten neuen Besen kehren richtig gut

Grundsätzlich stimmt die Richtung, aber Trainer Uli Bunk und seinen Reisensburger Kickern mangelt’s ein wenig an Konstanz.
Bild: Ernst Mayer

Vereine haben mit ihren Trainerwechseln bisher Glück gehabt

Mit dem Verfolger-Duell zwischen der SpVgg Wiesenbach und der SG Reisensburg-Leinheim startet die Fußball-Kreisliga West am Samstag (ab 14.30 Uhr) in den vorletzten Spieltag der Hinrunde.

Momentan den etwas besseren und konstanteren Lauf hat die Truppe vom Schwarzbach um die beiden Interimstrainer Thomas Gornig und Christoph Schiller. Beide leisten seit dem Abgang von Trainer Andreas Hofmann gute Arbeit. Und wenn man sich im Umfeld der SpVgg Wiesenbach umhört, soll das auch zumindest bis zur Winterpause so bleiben. Vielleicht ist dieses Duo aus Bodenständigkeit (Thomas Gornig ist schon immer für die SpVgg aufgelaufen) und Erfahrung (Christoph Schiller war jahrelang Abwehrspieler beim Landesligisten SC Ichenhausen) sogar eine längerfristige Lösung.

Längerfristig plant auch der aktuelle Gegner in Sachen Trainer. Jedenfalls hat Uli Bunk in Reisensburg nahtlos an die gute Arbeit seines Vorgängers Peter Aust angeknüpft. Einziges Manko bei den Günzburger Vorstädtern: Die Konstanz ist ihnen zuletzt abhandengekommen. Auf gute Leistungen mit voller Punktzahl folgten unerklärliche Aussetzer wie gegen Mindelzell oder gegen Offingen. Doch nach Niederlagen kamen die Reisensburger stets umgehend zurück.

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Unerklärliche Aussetzer gibt es beim FC Günzburg in dieser Spielrunde keine. Neu-Trainer Christoph Bronnhuber steht aber auch ein Kader zur Verfügung, der höchsten Kreisliga-Ansprüchen gerecht wird und sicher auch eine Klasse höher keine Schwierigkeiten hätte, mitzuhalten. Dazu steht mit Max Lamatsch ein Torjäger der Spitzenklasse in den Reihen der Kreisstädter. Er steht immerhin schon bei 16 Treffern. Damit hat er allein mehr Tore erzielt als die jeweils kompletten Mannschaften aus Neumünster, Haunsheim und Waldstetten. Der nächste Gegner im Auwald ist allerdings schwer einzuschätzen. Der FC Gundelfingen II muss Wochenende für Wochenende den Kader der Landesligatruppe auffüllen und so ist man sich nie ganz sicher, wie stark die Donautaler einzuschätzen sind. Trotzdem: Wer wie der FCG nach oben will, darf hier keine Unsicherheiten zeigen. Anpfiff ist am Samstag um 15 Uhr.

Schärfster Widersacher im Kampf um die Meisterschaft ist Bezirksliga-Absteiger TSV Ziemetshausen. Auch hier gab es einen Trainerwechsel. Neu-Coach Karl-Heinz Schabel hat sich jedoch gut eingelebt und führt den TSV von Sieg zu Sieg, auch wenn diese nicht ganz so eindeutig ausfallen wie die der Günzburger. Das Lazarett der gebeutelten Ziemetshauser lichtet sich langsam, aber sicher. Nicht nur deshalb ist das Team im Heimspiel gegen den BC Schretzheim sicher in der Favoritenrolle. Die Partie wird wie alle weiteren Sonntag-Spiele um 15 Uhr angepfiffen.

Einige Etagen tiefer in der Tabelle kommt es auf dem Gelände des VfL Großkötz zum zweiten Sechs-Punkte-Duell innerhalb von zehn Tagen. Am Tag der Deutschen Einheit besiegte der sich bislang sehr gut präsentierende Aufsteiger den direkten Konkurrenten SpVgg Ellzee deutlich und verdient 4:0. Nun reist der SV Waldstetten an und möchte es besser machen als die Ellzeer. Dagegen dürften allerdings die Kötzer einiges einzuwenden haben. Bei einer ähnlich engagierten Leistung wie gegen Ellzee muss den Einheimischen jedenfalls nicht bange sein vor den Gelb-Schwarzen um Interimstrainer Benni Andrasch. Auch er soll erst mal bis zur Winterpause bleiben und auch er ist nicht um sein Amt zu beneiden. Punkte wären halt gut, um den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht noch größer werden zu lassen und um den nächsten Gegner SpVgg Ellzee noch mehr unter Druck zu setzen.

Viel Druck von der Mannschaft und vom Trainer genommen wurde zuletzt beim SV Mindelzell. Neu-Trainer Muharrem Özdemir hat es in drei Spielen immerhin auf sechs Punkte gebracht und vor allem der Dreier am Sonntag in Jettingen fand große Beachtung bei der Konkurrenz. Doch so richtig helfen tut dieser Sieg nur, wenn jetzt zu Hause gegen Haunsheim nachgelegt wird. Die Gäste aus dem Landkreis Dillingen belegen den ersten Nichtabstiegsplatz und haben lediglich zwei Punkte Vorsprung auf Mindelzell. Bei einem Sieg also könnte der Gastgeber nach langer, langer Zeit die Abstiegsplätze mal wieder verlassen.

Für den VfR Jettingen und den TSV Offingen hätte der jüngste Spieltag nicht unterschiedlicher verlaufen können. Während der TSV Offingen einen Last-Minute-Sieg in Reisensburg bejubeln konnte, sah man in Jettingen nach der Niederlage gegen den SV Mindelzell viele lange Gesichter. Der VfR möchte nun in Neumünster die Scharte umgehend auswetzen. Doch der SSV ist noch lange nicht gesichert und besonders zu Hause immer unangenehm zu spielen. Noch schwieriger gestaltet sich die Aufgabe wohl für den TSV Offingen, der im heimischen Mindelbogen den Bezirksliga-Absteiger FC Lauingen empfängt. Die Gäste haben mit drei Siegen in Folge zu alter Stärke zurückgefunden und wollen an den beiden Spitzenteams so lange wie möglich dranbleiben. Doch der TSV kann auf gar vier siegreiche Spiele hintereinander zurückblicken, was ein Fußball-Spektakel in greifbare Nähe rückt.

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