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Frauenhandball

15.02.2020

Ein Aufsteigerduell mit viel Brisanz

Auf harte Gegenwehr einstellen müssen sich Nina Porkert (hier im Heimspiel gegen Mintraching-Neutraubling) und ihre Teamkolleginnen vom VfL Günzburg. Der TSV Winkelhaid wird in der Rebayhalle alles für die Punkte geben.
Bild: Ernst Mayer

Im Kräftemessen zwischen Günzburg und Winkelhaid geht es um mehr als zwei Bayernliga-Punkte. Zum Beispiel gibt es eine offene Rechnung aus der Vergangenheit

Miteinander stiegen die Handballerinnen des VfL Günzburg und des TSV Winkelhaid im Frühjahr 2019 in die Bayernliga auf. In der laufenden Runde trennten sich die Wege: Die Schwäbinnen mischen ganz oben mit, die Fränkinnen hängen tief unten drin. Umso mitreißender dürfte das Wiedersehen in der Rebayhalle werden. Am Samstag um 17.30 Uhr steigt hier das Duell der Aufsteiger.

In der zurückliegenden Spielzeit setzte sich Winkelhaid am Ende sehr souverän mit 43:9 Punkten als Meister der Landesliga Nord und Direktaufsteiger durch. Die Günzburgerinnen mussten damals als Zweite in der Relegation gegen den SV Laim nachsitzen, ehe sie in die bayerische Eliteliga kamen. Während der VfL seinen Siegeszug anschließend fortführte, taten sich die Damen aus dem Nürnberger Land überraschend schwer in der neuen Liga. Aktuell zieren sie nach der offiziellen Tabelle des Bayerischen Handball-Verbands das Tabellenende. Einige Zeit waren sie gar abgeschlagen. Doch zuletzt ging es leistungsmäßig bergauf, die Sportlerinnen kämpfen aufopferungsvoll um die Ehre ihrer Vereinsfarben. 4:4 Punkte sind die Ausbeute aus den jüngsten vier Begegnungen. Das Zwischenhoch der Schützlinge von Sebastian Wilfing zeigt tabellarische Auswirkungen. Inzwischen ist Schlusslicht Winkelhaid bis auf einen Punkt an die drei Positionen bessergestellte HSG Fichtelgebirge herangerückt. Dem hundsgemeinen Abstiegsgespenst kann also durchaus noch ein Schnippchen geschlagen werden; insgesamt sechs Teams sind hier noch mitten in der Verlosung.

Ein wenig Brisanz steckt zusätzlich zur Tabellenkonstellation in der Begegnung. So richtig grün sind sich beide Teams nämlich nicht. In der vergangenen Landesliga-Saison musste der VfL am Ende seiner personellen Kraft sein Heimspiel gegen den TSV sehr kurzfristig absagen. Gerne macht man das wirklich nicht. Manchmal bleibt aber halt nichts anderes übrig. Für die Fränkinnen war die Absage damals bitter, weil die Reise mit großem Bus längst organisiert und man auch finanziell in Vorlage gegangen war. Letztlich wertete der Verband die Partie zugunsten der Gäste, was den Titelkampf entscheidend beeinflusste und die Günzburger Seite entsprechend verstimmte. Das nun anstehende Spiel wäre die beste Gelegenheit, dieses Kriegsbeil endlich zu begraben.

Die VfL-Mannschaft freut sich auf das Duell. Personell müsste es besser aussehen als vor Wochenfrist. Sina Schütte muss keine Antibiotika mehr nehmen und Sonja Christel konnte auch wieder halbwegs schmerzfrei trainieren. Es ist also angerichtet für einen Leckerbissen. Und abgesagt wird die Begegnung diesmal ganz sicher nicht. (zg)

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