Fußball

07.08.2015

Ein Signal für mehr Fairness

Gut gelaunt bei der Preisverleihung in Autenried: (oben von links) Martin Miller, Simon Sandmeier, Manfred Anders, Thomas Briegel, Benjamin Haug, Tobias Holdenrieder, (unten von links) Bernhard Springler, Karin Springler, Walter Pache, Rainer Zeiser, Sara Grüner und Roland Engel.
Bild: Bernhard Weizenegger

Im Mittelpunkt der Preisverleihung steht der erkennbare erzieherische Effekt. Die Statistik weist aber auch aus, dass die Probleme mit Nebenakteuren zunehmen

Erfolgreich und gleichzeitig regelkonform in der Gemeinschaft Fußball spielen – darauf kommt’s an. Um den zweiten Teil dieser Vorgabe in den Vordergrund zu rücken, vergibt die Sparkasse Günzburg-Krumbach in Person ihres Direktors Walter Pache seit etlichen Jahren den Fairplay-Preis. Damit werden jene fünf Mannschaften ausgezeichnet, die sich in den unteren Spielklassen im Landkreis Günzburg über eine ganze Saison hinweg besonders fair verhalten haben. Nun wurde der mit jeweils 150 Euro dotierte Preis zum elften Mal verliehen. Ort der Feierstunde war der Brauereigasthof in Autenried.

In den Genuss der Würdigung kamen diesmal die Mannschaften SV Wattenweiler, TSV Behlingen-Ried, SV Ettenbeuren II, SG Reisensburg-Leinheim II und SV Kleinbeuren II (siehe Musterschüler und Sorgenkinder). Für den Fußball-Verband zugegen war Kreis-Spielleiter Rainer Zeiser. Er zeigte sich dankbar, dass die Sparkasse diesen Preis alljährlich vergibt. Ein erzieherischer Effekt solcher Anreize sei über die Jahre hinweg nicht nur theoretisch möglich, sondern tatsächlich erkennbar, ist der Funktionär überzeugt. Zeiser: „Es ist ein Ansporn für alle anderen Vereine, hier auch mal dabei zu sein.“ In sofern sei es aus seiner Sicht „keine Kleinigkeit“, dass die Sparkasse diesen Preis ausschreibt. „Ich finde das eine tolle Sache, die absolut nicht selbstverständlich ist.“

Zeiser fand aber auch ein paar mahnende Worte. Die Statistik weise zwar aus, dass die Fußballer selbst immer anständiger miteinander umgehen. Der erfreuliche, kontinuierliche Rückgang der Sportgerichtsfälle werde aber teilweise durch unsportliche Aktionen von Nebenakteuren gebremst. Der Spielleiter dazu: „Ich predige bei jeder Tagung, dass die Vereine in Sachen Fairplay nicht nur auf ihre Spieler, sondern auch auf die Zuschauer einwirken sollen.“

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Zum Hintergrund der Ehrung führte Pache aus, er selbst räume dem Fairplay-Gedanken eine große Rolle ein. „Natürlich wollen alle sportlich erfolgreich sein, aber Respekt und Fairness zählen auch dazu. Dazu soll dieser kleine Preis beitragen“, sagte der Sparkassen-Chef. Ein Sonderlob verteilte er nach einem Blick auf die Statistik an jene Vereine, die Erfolg und Fairplay miteinander verbinden konnten.

Bereits zum vierten Mal in dieser Runde vertreten war die SG Reisensburg-Leinheim II. Sie hatte in den 24 Partien der zurückliegenden Saison ganze 23 Gelbe Karten gesammelt – das war’s auf dem Sünderkonto. Für den SV Wattenweiler in Autenried dabei war unter anderem Spielführer Benjamin Haug. „Es ehrt uns, diesen Preis zu erhalten“, sagte er. Die 150 Euro werden für ein großes Mannschaftsfest gespart, verriet der Fußballer. Den Fairplay-Gedanken nimmt Haug sehr ernst. Vor jedem Spiel werde in der Kabine darüber gesprochen, „möglichst ohne Fouls zu spielen und gegenüber dem Schiedsrichter ruhig zu bleiben“.

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