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25.06.2009

Ein denkwürdiger Tag

München Das 24 Stunden-Mountainbike-Rennen im Olympiapark München war in seiner siebten Austragung für die beiden schwäbischen Radsportler Philipp Pangerl aus Thannhausen und Stefan Kast aus Vöhringen ein denkwürdiger Tag. So wie die Münchner Veranstaltung für die diesmal 2600 Teilnehmer europaweit etwas Einmaliges war, so einmalig war der Sieg der beiden Schwaben als Zweiermannschaft in einem hochkarätigen Starterfeld von 49 Teams, für die meist Profis fuhren. Nach einem mit atemberaubender Dramatik vollgestopften Rennen über insgesamt 600 Kilometer des elf Kilometer langen Rundkurses standen Pangerl und Kast als Sensationssieger auf dem Gipfel ihrer bisherigen Laufbahn. Pangerl absolvierte 31 Runden in der Gesamtzeit von 11:16,18 Stunden, Kast 32 Runden in der Gesamtzeit von 12:10,51 Stunden. Damit hatten die beiden mit insgesamt 23:39,23 Stunden den favorisierten Profis - dem nordrhein-westfälischen Meister Benjamin Brochhagen und dem koreanischen Ex-Weltmeister Kim Tofaute (23:54,24) - stramme 15 Minuten abgenommen. Die Dritten, Florian Behrend und Dr. Wolfgang Hiltscher aus München, hatten Pangerl/Kast zweimal überrundet.

Gleich die Auftaktrunde war für Pangerl ein Husarenritt, wollte er doch gegen Tafaute ein Zeichen setzen. Das gelang ihm mit seiner schnellsten Rundenzeit von 20:47 Minuten auch, er beeindruckte aber die beiden schärfsten Konkurrenten wenig. Die zogen unaufhaltsam davon, bauten ihren Vorsprung bis zur Abenddämmerung auf über vier Minuten aus und hielten diesen bis Mitternacht. Aber die Spannung hielt und wachs auf dem durch Regen seifig gewordenen Asphalt und dem glatten Kopfsteinpflaster von Runde zu Runde sogar noch. Pangerl und Kast traten wie ein Uhrwerk in die Pedale, und als sie gegen 3 Uhr morgens 40 Runden unter ihren Rädern hatten, schnappten sie sich die Führung. Eine Führung, die sie jetzt nicht nur konservierten, sondern die sie in einem unbeschreiblichen Begeisterungstaumel bis in die Morgenstunden des zweiten Tages auf 20 Minuten ausgebaut hatten. Um 13 Uhr dann strampelten beide nach 24 Rennstunden im Olympiastadion mit verkrampften, schweißgebadeten Gesichtern, die nach Atem rangen, umjubelt als Erste durchs Ziel.

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