1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Lokalsport
  4. Eine Vision als Startsignal für den Höhenflug

Handball

30.08.2017

Eine Vision als Startsignal für den Höhenflug

Einer von mehreren Vätern des Günzburger Erfolges ist Trainer Volker Schmidt (hier nach einem Bundesliga-Qualifikationsspiel der A-Jugend).
Bild: Ernst Mayer

Den Bundesliga-Einzug verdankt der VfL Günzburg auch einem Nachbarverein. Von dort kamen nicht nur junge Spieler

Damals war es nur eine wohlwollend ausgesprochene Bemerkung, aus heutiger Sicht eine Vision: „Wenn diese beiden Teams einmal zusammen spielen, wird das eine super Sache“, sagte Volker Schmidt, zu jener Zeit Handball-Trainer in Diensten des TV Lauingen, vor sechs Jahren nach einem mitreißenden D-Junioren-Kräftemessen mit dem VfL Günzburg. Auf weinroter Seite teilte Coach Rudi Jahn diese Einschätzung. Immerhin hatten sich beide Mannschaften einen Bezirksoberliga-Wettkampf geboten, wie er in dieser Qualität bei so jungen Handballern nur selten zu sehen ist.

In weniger als zwei Wochen wird nun die A-Jugend des VfL Günzburg zum dritten Mal nach den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 ins Abenteuer Handball-Bundesliga Süd starten. Mittelfristiges Ziel ist laut Abteilungsleiter Armin Spengler, „wie schon beim ersten Anlauf möglichst alle Jugendlichen zusammenzuhalten und anschließend drei, vier von ihnen in die erste Mannschaft zu bringen.“

Dass der Spartenchef überhaupt davon träumen darf, dass es überhaupt zur Aufstiegs-Sensation im Frühjahr 2017 kam, hat viele Ursachen. Eine davon ist die im Lauf der Zeit immer enger werdende Zusammenarbeit von Jahn und Schmidt, die bereits seit ein paar Jahren unter dem Dach des VfL zusammen arbeiten und fortan gemeinsam das Bundesliga-Team coachen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Zunächst freilich werkelte noch jeder für sich; Jahn beginnend bei den Günzburger E-Jugendlichen und Schmidt startend bei den Lauinger Bambini. Gegenseitige Wertschätzung teilten die Trainer von Beginn an, sie wuchs mit jedem Wettkampf. Als zum Jahresende 2013 aufgrund der Hallensperrung in Lauingen nur noch eingeschränkter Trainingsbetrieb möglich war, lud der VfL den Nachwuchs des Nachbarn ein, bis zum Saisonende am Training teilzunehmen. Zur folgenden Runde wechselten einige TV-Topspieler ins weinrote Trikot. Und sie blieben – eine zweite Basis der heute erreichten Qualität, denn der VfL Günzburg wird mit vier Spielern in die deutsche Eliteklasse starten, die ihre Handballer-Wurzeln in Lauingen haben.

Drei Bayernliga-Spielzeiten später und zwei Altersstufen weiter klopften die von Rudi Jahn, Markus Guckler sowie Volker Schmidt (aus ihm wurde im Sommer 2015 ein Weinroter) betreuten Jungs vernehmlich ans Tor zur Bundesliga und stießen es schließlich nach einer bewundernswerten Vorstellung beim Qualifikations-Turnier in Ahlen/Westfalen auf. Es war die Krönung der jahrelangen, konsequenten Arbeit von Trainern und Spielern – und es war eine Vision, die Wirklichkeit wurde. (ica, zg)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Nordic_Walking_Tour_Etappe_Freihalden_Karte2018.tif
Breitensport

Färber hat’s leichter gemacht

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket