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Fußball-Kreisliga

25.11.2017

Es bleibt viel Arbeit für die „stade Zeit“

In dieser Spielszene lässt der Jettinger Fran Dashi den Günzburger Yahyamurat Dinc stehen. Beide Mannschaften hinken den eigenen Erwartungen mehr oder weniger hinterher.
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In dieser Spielszene lässt der Jettinger Fran Dashi den Günzburger Yahyamurat Dinc stehen. Beide Mannschaften hinken den eigenen Erwartungen mehr oder weniger hinterher.

Die Herbstrunde bot viele Überraschungen. Thannhausen wird als Spitzenreiter überwintern. Günzburg, Jettingen und Burgau müssen nachlegen. Fast alle Vereine haben Wunschzettel fürs Christkind geschrieben

Langsam gehen die Weihnachtsbeleuchtungen an und auch die ersten Advents- und Christkindlmärkte werfen ihre Schatten voraus. Wenn sich die „stade Zeit“ ankündigt, ist es für die Kreisliga-Fußballer an der Zeit, den bisherigen Saisonverlauf zu analysieren und sportliche Wunschzettel auf den Weg zu bringen.

Tobias Klein, Abteilungsleiter der TSG Thannhausen, schaut auf eine vor allem im Umfeld aufregende Herbstrunde zurück. „Doch wenn man bedenkt, dass wir im vergangenen Jahr lange Zeit gegen den Abstieg gekämpft haben, kann man die Hinrunde als absolut erfolgreich verbuchen“, rückt er das Sportliche in den Mittelpunkt. „Dass wir Erster sind, ist schön, doch nur eine Momentaufnahme“, sagt Klein und erinnert an den TSV Burgau, bei dem es im Frühjahr 2017 einen deutlichen Einbruch gab. Der Spartenchef weiter: „Unser Ziel ist und bleibt ein einstelliger Tabellenplatz – sollte es mehr werden, werden wir aber sicher nicht Nein sagen.“

Ruhe bewahrt hat man beim im Sommer oft genannten Titelfavoriten FC Günzburg. Doch Trainer Marco Chessa konstatiert nüchtern, dass „die Saison bisher beileibe nicht so gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt hatte“. Schuld daran trage die große Zahl an Ausfällen. Mut macht ihm jedoch, dass sein Team zum Ende die Kurve noch gekriegt hat und sich auf dem richtigen Weg befindet. Vor dem abschließenden Spieltag des Jahres sagt Chessa: „Eigentlich schade, dass die Runde nun zu Ende geht.“

Gern gespielt hätte zuletzt Peter Aust mit seiner SG Reisensburg-Leinheim. „Ärgerlich, dass uns gerade jetzt, da wir den Kader endlich mal komplett haben, das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht.“ Denn die Frühjahrsrunde wird nun ob der Nachholtermine ziemlich stressig, zumal sich eine Stütze der SG, Andreas Abele, operieren lassen muss und nach den Worten seines Trainers wohl diese Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Aust wünscht sich vom Weihnachtsmann eine Winterpause zum Regenerieren und keinen Schnee in der Vorbereitungszeit.

Gut gelaufen ist es für den SV Mindelzell. Abteilungsleiter Michael Miller sagt: „Wir hatten uns auf eine ganz schwere Spielrunde gefasst gemacht und können mit dem bisher Erreichten, vor allem mit den sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, vollauf zufrieden sein.“ Seinen Wunsch an den Weihnachtsmann formuliert er mit einem Schmunzeln: Die Frühjahrsrunde möge so laufen wie die Herbstrunde aufgehört hat – erfolgreich.“

Ganz und gar nicht erfolgreich verlief die Spielzeit bisher für den TSV Burgau. Die Markgräfler haben einen großen Umbruch hinter sich, der allerdings schon vor der Saison eingeläutet wurde. Namhafte Abgänge gesellten sich zu vielen Verletzten, die der ohnehin dünne Kader einfach nicht auffangen konnte. Laut Abteilungsleiter und Übergangstrainer Marco Zahler ist allen Beteiligten klar, dass sich der Verein auf dem Spielermarkt umsehen muss. „Allerdings können und wollen wir dabei nicht mit Geld um uns werfen“, sagt er und fügt hinzu. „Wir müssen langfristig denken. Dazu gehört auch unsere erfolgreiche Jugendarbeit, die sich über kurz oder lang auszahlen wird.“ Fürs Frühjahr wünscht er sich möglichst viele Punkte, um den Klassenerhalt irgendwie zu schaffen.

Einen Umbruch bereits erfolgreich hinter sich hat die SpVgg Ellzee. Das Experiment „Zusammenarbeit mit dem Nachbarverein SV Wattenweiler“ wurde von vielen äußerst skeptisch betrachtet, befindet sich jedoch auf einem sehr guten Weg. Trainer Jürgen Weizer ist stolz auf den bereits zurückgelegten Weg und sagt: „Wir hatten viele neue Spieler, die es in eine Einheit zu verwandeln galt. Das haben wir in Rekordzeit geschafft.“ Sein Dank gilt allen Spielern, den beiden Vereinen sowie dem gesamten Umfeld. Alle hätten es geschafft, als Einheit aufzutreten. „Unser breiter Kader lässt uns Ausfälle jetzt leichter verschmerzen und an Qualität haben wir ebenfalls gewonnen“, so der Ellzeer Übungsleiter. Im Frühjahr würde er gerne „so lange wie möglich ganz oben mitspielen.“

Nicht ganz zufrieden mit der abgelaufenen Spielrunde zeigt sich Jettingens Coach Walter Zachwey. „Die Niederlagen gegen Haunsheim und Günzburg wären nicht nötig gewesen und tun weh – da haben wir einfach Punkte liegen lassen, die uns sicher gut getan hätten“, sagt er. Auf seinem Wunschzettel ganz oben steht, dass die verletzten Spieler bis zum Start im April wieder voll einsatzfähig sind und dass er die Frühjahrsrunde mit einem kompletten Kader beginnen kann.

Weiter aufwärts gehen soll es auch mit dem SV Waldstetten. Der Kreisliga-Rückkehrer spielte eine sehr gute Herbstrunde und hat bisher auch nur mit einer Spielverlegung zu kämpfen. Abteilungsleiter Georg Ganser: „Ich bin mit der Leistung unserer beiden Mannschaften mehr als zufrieden. Unserem Ziel Klassenerhalt, sind wir mit einer Vielzahl an Eigengewächsen schon sehr nahe gekommen. Darauf können wir stolz sein.“ Wünschen würde er sich zuweilen etwas mehr Sachlichkeit im Umgang mit Kontrahenten und Unparteiischen. So seien die Vorkommnisse beim Waldstetter Erfolg in Mindelzell vor einigen Tagen keineswegs „skandalverdächtig“ gewesen, betont Ganser. „Der Schiedsrichter hat eigentlich ganz normal gepfiffen. Wir haben den Sieg nicht geschenkt bekommen“, blickt der Funktionär zurück.

TSG Thannhausen - FC Günzburg (Sa. 14 Uhr), FC Gundelfingen II - VfR Jettingen, TSV Haunsheim - SV Mindelzell, SV Waldstetten - SV Aislingen , SG Reisensburg-Leinheim - SpVgg Ellzee, SC Altenmünster - TSV Burgau , BC Schretzheim - SV Holzheim (alle So. 14.30 Uhr)

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