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Bewegung

13.02.2015

Fit statt faul

Mädchen und Buben aus acht Schulen traten beim Bezirksentscheid im Turnen in der Günzburger Bruno-Merk-Halle an.
Bild: Bernhard Weizenegger

In Günzburg fand das Bezirksfinale der Schulen im Geräteturnen statt. Warum Sport für Jugendliche so wichtig ist und was ihnen daran Spaß macht

Kinder und Jugendliche laufen in bunten, glitzernden Turnanzügen wild durcheinander. Es ist laut in der Sporthalle. Der Boden ist mit blauen Matten ausgelegt. Schwebebalken, Bock und Reck stehen auch schon bereit. Man blickt in lachende Gesichter, vor Aufregung und Vorfreude kann kaum einer mehr stillstehen. Doch kurz vor dem Sprung über den Bock oder einem Rad auf den Turnmatten ist die Konzentration in den Gesichtern der Jugendlichen klar zu erkennen: Der Wettbewerb kann beginnen.

Dieses Szenario spielte sich am Mittwoch in der Bruno-Merk-Halle in Günzburg ab. Dort fand das Bezirksfinale der Schulen im Geräteturnen statt. Die besten Turner der fünften und sechsten Klassen in Schwaben traten dort in Mannschaften gegeneinander an. Unter den Augen der Jury mussten die Schüler während ihrer Turnübungen Synchronizität, Kraft und Genauigkeit unter Beweis stellen. Insgesamt nahmen acht Schulen am Wettbewerb teil, darunter drei aus dem Landkreis (Resultate siehe Kasten).

Petra Rosato, Sportlehrerin am Dossenberger-Gymnasium in Günzburg, weiß, wie wichtig Sport für Jugendliche ist: „Die Schule ist anstrengend, und man hat oft mit Misserfolgen zu kämpfen. Sport stärkt das Selbstbewusstsein.“ Die elfjährige Laura turnt für das Dossenberger-Team: „Ich mache diesen Sport schon, seitdem ich ganz klein bin. Beim Sport kann man leicht Freundschaften schließen.“ Ihre Mitstreiterin, die zehnjährige Elena, hat noch einen weiteren Ansporn: „Ich mag die Wettbewerbe, da kann ich zeigen, was ich kann.“

Sport zu treiben ist wichtig für Heranwachsende, das weiß auch Schulamtsdirektorin und Vorsitzende des Arbeitskreises „Sport in Schule und Verein“, Ursula Seitz. Sie erklärt: „Zur Gesunderhaltung ist Bewegung unverzichtbar und essenziell. Außerdem können beim Sport soziale Kontakte geknüpft werden.“ Als Beispiel, was mit Sport und Bewegung erreicht werden kann, erwähnt sie Bezirksobmann Dieter Wurm. Er ist Mitorganisator des Bezirksfinales und unter anderem für den Zeitplan und die Wettkampfeinteilung zuständig. Diesen Job macht er nun schon seit 40 Jahren, und dabei hat er selbst viel Sport getrieben. Seitz ist beeindruckt: „Herr Wurm ist nun schon 76 Jahre alt, was man ihm gar nicht ansieht. Das bewirkt die regelmäßige Bewegung.“

Auch aus medizinischer Sicht ist es für Kinder und Jugendliche wichtig, sich fit zu halten. Dr. Wolfgang Stolle, unter anderem Facharzt für Sport- und Ernährungsmedizin, findet deutliche Worte: „Wir sind eine bewegungsarme Gesellschaft geworden. Kinder leiden zunehmend an Übergewicht. Bluthochdruck und Diabetes liegen schon im Kindesalter vor.“ Er rät deshalb, den Kindern und Jugendlichen genügend Bewegung zu ermöglichen und sie auch vermehrt dazu zu animieren. „Zwei Stunden Sport pro Woche sollten auf alle Fälle erfolgen.“

Doch gerade in der Schule sind diese Sportstunden nicht immer einfach unterzubringen, das weiß auch Petra Rosato: „Der Schulsport kommt oft immer noch zu kurz. Mein Wahlfach Sport kann ich nur einstündig halten, das ist zu wenig.“ Mit mehr Sport in der Schule wäre bestimmt auch die Mannschaft des Simpert-Kraemer-Gymnasiums in Krumbach einverstanden. Valentina und Miryam schwärmen beide von ihrer Sportart: „Wir mögen am Turnen, dass es so vielseitig ist. Wenn einem das Bodenturnen nicht liegt, kann man immer noch ans Reck.“ Beide turnen schon seit mehreren Jahren und haben auch nicht vor, so schnell damit aufzuhören.

Bei uns im Internet

Eine Bildergalerie zum Bezirksfinale finden Sie unter

www.guenzburger-zeitung.de

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