Handball-Landesliga

11.02.2019

Gemeinsam durchgebissen

Es geht nur miteinander: Die Landesliga-Handballer des TSV Niederraunau vergaben viele Chancen, lagen über weite Phasen des Heimspiels gegen Herrsching zurück – und gewannen dennoch.
Bild: Ernst Mayer

Wie der TSV Niederraunau trotz einiger Widrigkeiten zum Sieg gegen Herrsching kommt.

Ein für Niederraunauer Verhältnisse ungewöhnlich torarmes Handball-Landesligaspiel haben 350 Zuschauer am Samstag im Schulzentrum Krumbach gesehen. Nach einer taktisch geprägten Auseinandersetzung gewannen die Gastgeber gegen den TSV Herrsching 22:20 (11:12).

Langsamkeit statt Tempospiel

Dabei bewegte sich das Spiel lange auf einem Niveau, das die Raunauer Jungs gar nicht mögen. Unheimlich langsame Angriffe gab’s vonseiten der Herrschinger, aber nicht anders agierten die Mittelschwaben. Sie kamen einfach nicht in ihr beliebtes Tempospiel.

Anfangs dominierten die Ammersee-Anrainer, zumindest auf der Ergebnistafel. Ein 0:3 ließ Böses erahnen, bis endlich Mathias Waldmann den ersten Raunauer Treffer markierte.

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Die Begegnung entwickelte sich immer mehr zum Torhüterspiel, mit starken Leistungen auf beiden Seiten. Maximilian Jeklie hielt beim Stand von 7:6 einen Hundertprozentigen der Gäste.

Der vermeintlich Ausgleichstreffer zum 7:7 zählte nicht: Gäste-Coach Armin Herle hatte bereits die Grüne Karte zur Auszeit gezogen. Damit beendete er die Zeit der Experimente. Mit Sebastian Kircher und dem reaktivierten Michael Zech brachte er die herausragenden Herrschinger Spieler der vergangenen Jahre. Die glänzten dann auch gleich mit Torerfolgen.

Wurfchancen werden in Serie vergeben

Doch Herrsching profitierte in dieser Phase der Begegnung vor allem vom Unvermögen der Raunauer bei eigenem Ballbesitz. Freie Wurfchancen, vor allem von den Außenpositionen, wurden in Serie vergeben. Und in der zweiten Hälfte ging es zunächst so weiter. Michael Jaschunsky im Herrschinger Tor wurde von den Raunauern zum Helden geworfen.

Beide Mannschaften taten sich schwer mit der Linie der Schiedsrichter, stellten sich dabei manchmal wenig landesliga-reif an.

Bei einer Balleroberung durch Oliver Blösch kam es zu einem bösen Zusammenprall mit einem Herrschinger, der anschließend behandelt und wohl mit Nasenbeinbruch in Krankenhaus gebracht werden musste.

Maximilian Jekle und Adi Konkel halten tadellos

Raunaus Coach Udo Mesch hatte den bis dahin tadellos haltenden Maximilian Jekle durch Neuzugang Adi Konkel ersetzt. Die Maßnahme sollte sich noch als wertvoll erweisen. Bis zum 16:17 legte jeweils Herrsching vor und die Raunauer glichen aus. Gästespieler Nikolas Emmrich quittierte dann eine Zweiminutenstrafe gestenreich und kassierte dafür die Doppelstrafe (47.). Niederraunau war beinahe vier Minuten in Überzahl. Waldmann nutzte das gnadenlos aus und warf sein Team mit 19:17 in Front. Adi Konkel nagelte seinen Kasten förmlich zu, als Höhepunkte hielt er einen freien Konter und einen Siebenmeter beim Stand von 20:18 (55.).

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