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Handball-Bezirksoberliga

13.11.2019

Günzburg II und Leipheim verkaufen sich gut

Steht mit dem VfL Leipheim gut da: Coach Reinhold Lindner.
Bild: E. Mayer

Die Damen etablieren sich im Tabellenmittelfeld. Ichenhausen ist dagegen total am Boden

In der Handballbezirksoberliga ist bereits ein Drittel der Saison gespielt. Und für die Teams aus dem nördlichen Landkreis sind die Rollen inzwischen klar. Während die Damen aus Günzburg und Leipheim in einer guten Position im Kampf um den Klassenerhalt sind, sind die Männer des SC Ichenhausen ganz unten angekommen.

Günzburg II Erneut mussten sich die Spielerinnen der Günzburger Reserve sich mit einer knappen Niederlage anfreunden. Gegen den Absteiger aus der Landesliga, den TV Gundelfingen, war eindeutig mehr zu holen. Engagiert und konzentriert traten die Spielerinnen aus Günzburg beim Gegner an und gingen nach wenigen Sekunden durch Daniela Stoll mit einem schönen Tor von der Außenposition in Führung.

Auch in der Abwehr fand man schnell die entsprechende Härte und zwang die Gundelfingerinnen ein ums andere Mal in ein Zeitspiel. Nach gut 52 Minuten stand es 20:20. Ein Siebenmeter-Tor und kurz darauf eine Zwei-Minuten-Strafe brachte die bis dahin gut agierende Günzburger Abwehr aber durcheinander. Diese Gelegenheit nutzten die Gastgeberinnen und gingen mit 23:20 in Führung. Aber auch jetzt war beim VfL nicht an aufgeben zu denken. Daniela Stoll und Annika Betzler wurden schön in Szene gesetzt und schlossen zwei Minuten vor Spielende wieder auf 23:22. 68 Sekunden vor Schluss musste man eine erneute Zeitstrafe hinnehmen. In der letzten Minute besiegelte Lisa Beutmiller mit ihrem fünften Treffer die bittere Niederlage.

Günzburg II und Leipheim verkaufen sich gut

VfL Günzburg II Beck, Hassel; Geiger (1), Grimm (2), Stoll (5), Ziegler (1), Betzler (6), Eisenkolb, Gelfert, Lattka, Brenner (1), Kohler (1), Jorga (1), Deutschenbaur (4)

Leipheim Die Güssen haben sich mit ihrem dritten Saisonsieg im Tabellenmittelfeld festgesetzt. Gegen den TSV Wertingen siegten sie 19:16 (11:8). Der VfL begann konzentriert und ging durch Junginger, Kaimer und Carolin Gruber schnell mit 3:0 Toren in Führung. Erneut war die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg. Von Carolin Gruber hervorragend organisiert, konnte sie dem Gegner immer wieder die Bälle abnehmen und zu Torerfolgen kommen. Beide Torfrauen, Bettina Baur und Jule Luxenhofer, waren wieder ein starker Rückhalt. Erfreulich aus Leipheimer Sicht war auch, dass sich bis zum Halbzeitpfiff insgesamt acht Spielerinnen als Torschützinnen eintragen konnten.

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Güssen die Begegnung klar und erhöhten bis zur 45. Minute auf 17:10. Anstatt die Partie locker bis zum Schlusspfiff durchzuspielen, begannen aber die Leipheimerinnen nun plötzlich, nervös zu werden. Ein unverständlicher Bruch im Leipheimer Angriffsspiel war die Folge. Dazu kamen noch drei Zeitstrafen innerhalb von sechs Minuten und die Gäste konnten bis auf zwei Tore aufschließen.

Luxenhofer zeigte in dieser Schlussphase aber ihr ganzes Können im Tor und verhinderte einen möglichen Ausgleich. Stephanie Pointer per Siebenmeter und und Marina Gruber machten den Sieg klar. Trotz der Schwächeperiode zum Spielende war Coach Reinhold Lindner sehr zufrieden und lobte die geschlossene Mannschaftsleistung und seinen Co-Trainer Ulli Unsin, der während seiner beruflichen Abwesenheit das Team auf das Spiel vorbereitet hatte.

VfL Leipheim Baur, Luxenhofer; Celik (2), M. Gruber (3), Junginger (1), Kaimer (2), C. Gruber (4), Pointner (4), Hecker (1), Dirr (2), Grimm

Ichenhausen Für die Handballer des SCI gibt es nichts mehr schön zu reden, sie sind ganz unten angekommen und haben sich am Tabellenende festgesessen. Gegen Spitzenteam Schwabmünchen setzte es die siebte Saisonniederlage. Ohne die Stammkräfte Müller, Schößler, Pröbstle, Unger und Grimm unterlagen die Königsblauen 23:36.

Die ersten Minuten begannen mit einem schnellen Schlagabtausch, nach genau drei Minuten hatten beide Teams jeweils drei Tore geschossen. Dann verfiel der SCI in alte Muster und versuchte, Fehler in der Deckung durch unnötige Aktionen zu kompensieren, die das Schiedsrichtergespann mit Gelben Karten bestrafte. So kassierten die Königsblauen innerhalb einer Minute drei Verwarnungen. Die Gastgeber drückten weiter aufs Gas und setzten sich ab, nach 15 Minuten hieß es 12:5. Der SCI stemmte sich dem wenig entgegen. Nur der sehr gut aufgelegte Torwart Brucker konnte ein noch größeres Desaster verhindern. Mit einem 16:10 gingen die Schwabmünchner verdient in die Halbzeit.

Die Pause half den Gästen nicht viel, der gezeigte Einsatz war zu gering, um das Spiel drehen zu können. Es mehrten sich die technischen Fehler, Ballverluste waren die Folge. Aufgrund der schlechten Rückzugsbewegung stand Keeper Brucker oft alleine den Angreifern gegenüber und parierte doch noch so manchen Wurf. In Summe war der SCI mit dem Endstand von 36:23 noch ganz gut bedient. (zg)

SC Ichenhausen Brucker, Prünstner, Laumer; Lindner (2), Yapicioglu (1), Englet (4), M. Hornung (2), Ahrens, Schubert (2), Walczer (4), Sütsch (1), F. Hornung (2), T. Hornung (5/2)

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