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Handball

28.01.2019

Günzburg leistet sich ein Formtief vor Minikulisse

Enttäuscht liegt Louis Dück auf dem Boden. Die Günzburger A-Jugendhandballer haben ein wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt verloren.
Bild: Ernst Mayer

Warum die Günzburger A-Jugend das wichtige Bundesliga-Heimspiel gegen Konstanz verliert und was das für das Unternehmen Klassenerhalt bedeutet.

Es war ganz sicher eines der wichtigsten Punktspiele einer Günzburger A-Jugend. Immerhin ging es um den sechsten Platz, der am Ende der Saison den direkten Klassenerhalt bedeutet. Und ausgerechnet in dieser Partie erlebte das weinrote Handball-Team mit 250 Zuschauern einen Minusrekord. Es mag auch daran gelegen haben, dass das Kräftemessen mit der HSG Konstanz 33:36 verloren ging.

Beiden Mannschaften merkte man an, dass es um arg viel für einen jungen Handballer ging. Gerade auf VfL-Seite fanden nicht alle Spieler zu ihrer Form. Den ersten Treffer erzielte Louis Dück. Insgesamt sechs Tore sollte der hünenhafte Kreisläufer erreichen. Oft wurde er gesucht und mutig angespielt, zwischendurch fand er seinen Meister aber auch immer wieder im besten Spieler auf dem Platz, dem Konstanzer Torwart, der sonst in der vierten Männer-Liga zum Einsatz kommt.

Die ausgezeichneten Schiedsrichter Marvin Dannecker und Manuel Volz, die ein schwieriges Spiel zu leiten hatten, gaben Frieder Bandlow gleich in der zweiten Minute eine Zeitstrafe. Das hatten sie wohl bei der WM gesehen, für den VfL bedeutete es aber gleich eine schwere Bürde. Denn von nun an ging es auch um die Frage, wie der VfL Günzburg seinen besten Spieler ohne Disqualifikation über die 60 Minuten bekommen würde. Immerhin: zumindest das sollte gelingen.

Insgesamt elf Mal stand es in der ersten Halbzeit unentschieden. Mit 17:16 ging es in die Halbzeit. Konstanz hatte bereits im ersten Spielabschnitt seinen „taktischen Stiefel“ gefunden, das VfL-Spiel dagegen wirkte zerrissen. Der Gegenstoßplan blieb Theorie, wenig Spielfluss kam auf. Arg wurde gekämpft, dann wieder das Tempo herausgenommen. Da der VfL aber einige individuelle Qualität zu bieten hatte, blieb alles offen. Wieder ging es von einem Remis zum anderen. Das 22:22 durch den starken Jonathan Stegmann war der sechste Ausgleich des zweiten Durchganges. Dann gab’s erneut eine Zeitstrafe gegen den VfL: Die Überzahl und ein paar Fehlwürfe der Einheimischen nutzten die Südbadener zu einem ersten Drei-Tore-Vorsprung.

VfL-Trainer Sandro Jooß nahm eine Auszeit. Mit viel Einsatz fand die VfL-A-Jugend zurück in die Spur. Das Spiel kippte zunächst. Tim Hafner erzielte das 27:26.

Nun nahm Konstanz die Auszeit. Arg wurde gerungen, auch auf den Bänken. Zweimal traf Felix Fehrenbach, es stand 27:28. Einer der Besten im VfL-Trikot, Lukas Bär, glich aus. Den Zuschauern wurde ein nervenaufreibendes Gefecht um den Klassenerhalt geboten.

Die Vorentscheidung kam jäh und früher als erwartet. Zwei Zeitstrafen wurden gegen die Weinroten verhängt. Die HSG blieb kühl, nutze diesen Vorteil zum Drei-Tore-Pack. 28:31 stand es, das ding war in der 52. Minute praktisch durch.

Der Kampf um Platz sechs geht aber weiter. Zehn Spiele stehen noch aus, drei Punkte Rückstand könnten aufholbar sein.

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