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Günzburg

10.04.2018

Günzburger Nachwuchs startet den langen Weg in die Bundesliga

Die Günzburger Bayernauswahlspieler und Handballfreunde (von links) Frieder Bandlow, David Pfetsch, Devin Ugur und Johannes Rosenberger.
Bild: Rosenberger

Die A-Jugend des VfL Günzburg will wieder in die Bundesliga und muss bei der Quali in eigener Halle überzeugen. Neue Spieler sollen dabei helfen.

Ein wenig Bammel hatte A-Jugend-Manager Siegfried Walburger schon vor der südbayerischen Qualifikation für die Jugend-Bundesliga (JBLH). Nicht etwa wegen der harten Lehre vom Internationalen Biberacher Jugendturnier, wo der VfL-Nachwuchs wieder nur ein Spiel gewinnen konnte. Nein, dieses Stahlbad gehört mittlerweile zum harten „Günzburger Weg“. Am schlimmsten war, dass der Bayerische Handballverband (BHV) wegen Termindrucks des Deutschen Handballbunds (DHB) den Quali-Termin noch einmal vorverlegt hatte. Ganze zwei Wochen hatte Cheftrainer Stephan Hofmeister also Zeit, um taktische Mindestabsprachen zu treffen, während andere Teams teilweise ein ganzes Jahr auf eine JBLH-Quali hinarbeiten.

Mit 22 Spielern ist der Günzburger Kader riesig, erstmals ist eine zweite A-Jugend in Planung, damit jeder zu Spieleinsätzen kommt. Trotz heftiger Abwerbeversuche, besonders vom HC Erlangen, konnte der VfL alle Talente aus der eigenen A- und B-Jugend halten. Dabei hilft auch die Qualität des bayerischen Abiturs. Ein Nationalspieler wie Frieder Bandlow hat viele Angebote aus ganz Deutschland, ein bayerisches Abitur gibt es aber am Dossenberger-Gymnasium.

Neu dabei sind Tim Sailer und Tim Hafner. Sailer erlernte beim BHC Königsbrunn sein Handball-Einmaleins und ging zuletzt beim TuS Fürstenfeldbruck auf Torejagd. Hafner kommt aus Laupheim spielte zuletzt bei der TSG Söflingen. Sein Vater Thomas Hafner dürfte den älteren Handballfreunden noch in bester Erinnerung sein. Er spielte in der letzten Günzburger Zweitliga-Mannschaft unter Manager Wilfried Läbe und Trainer Achim Ursinus, später sogar in der ersten Liga bei Tusem Essen. Ganz weinrot sind außerdem Lukas Bär, eine „Maschine“ in der Abwehr, und Adam Czako. Sie liefen zuletzt im Söflinger Trikot und nur mit Zweitspielrecht beim VfL auf.

Groß war auch die Freude, dass Devin Ugur nach langem Überlegen nach Günzburg zurückkehrte. Das kreative Talent lernte das Handball-Einmaleins beim SC Ichenhausen, kam dann zum VfL und wurde dort Leistungsträger und Bayernauswahlspieler. Dann führte es den Allrounder ins Handballinternat nach Großwallstadt. In der vergangenen Saison wechselte er zum HC Erlangen, wo er nicht nur in der JBLH, sondern auch in der Dritten Liga Ost schon Spielanteile erhielt. Der HC hätte Ugur auch gerne behalten. Letztlich entschied sich der 17-Jährige aber für seine Freunde und das Günzburger Handballprojekt. Der erste Auftritt in Allach gegen den ESV Regensburg verlief, trotz all der guten Einzelspieler, zäh, wenn es auch ein ungefährdeter 24:17 (12:6)-Sieg wurde. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung konnte der VfL die Talente des TSV Allach mit 18:13 (11:6) in die Schranken weisen. Damit war Günzburg bereits für die Endrunde qualifiziert, ebenso wie der letzte Gegner, die Handballakademie Bayern. Im abschließenden Spiel trennten sich die beiden Teams 20:20 (11:9). Am kommenden Sonntag treffen nun in Günzburg die vier besten bayerischen A-Jugendteams aufeinander. Im Modus „jeder gegen jeden“ wird eine Rangliste erstellt. Der Erste bekommt Heimrecht in der ersten süddeutschen Quali und etwas leichtere Gegner zugelost. Am schwersten hat es dementsprechend der Ranglistenletzte. Der VfL trifft um 10.30 Uhr auf die SG DJK Rimpar, um 13.45 Uhr auf die HC Erlangen und um 16 Uhr auf die Handballakademie Bayern. (zg)

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