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Günzburg

27.02.2018

Günzburger Nachwuchs verpasst die Bundesliga-Überraschung

Masin Chikh hielt zahlreiche Würfe auf sein Tor.
Bild: Ernst Mayer

Lange sah es aus, als könnte die A-Jugend des VfL Günzburg ein Topteam der Bundesliga ärgern. Warum es am Ende doch nicht reichte.

Spannung von der ersten bis zur letzten Spielminute war angesagt in der Günzburger Rebayhalle. Das was den Zuschauern am Samstagabend in der Partie der A-Jugend-Bundesliga geboten wurde, war wieder einmal vom Feinsten. Leider für die Gastgeber ohne glücklichen Ausgang.

Der Gegner aus Wolfschlugen ist – vor allem offensiv – eines der besten Teams der Liga. Die Ausgangslage war im Vorfeld klar. Die Württemberger wollten sich zwei wichtige Punkte im Kampf für die direkte Qualifikation zur Jugendbundesliga in der kommenden Saison sichern. Günzburg – wieder einmal als Underdog – wollte zeigen, was das Team handballerisch und kämpferisch drauf hat. So entwickelte sich ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle bei den Weinroten war es ein einmal mehr ein sehr überzeugender Auftritt. Besonders die offensive Abwehr mit einem bestens aufgelegten Torhüter Masin Chikh machte es den Jungs aus Wolfschlugen extrem schwer, ihre gewohnte Offensivkraft aus dem Rückraum zu entfalten.

Die erste Halbzeit stand somit klar im Zeichen von Günzburg. Über eine 3:1-Führung zum 10:7 ging es mit 11:9 in die Pause. Mit etwas mehr Glück beim Abschluss wäre sogar ein höherer Vorsprung möglich gewesen. Nach dieser überzeugenden Vorstellung war für die Trainer die Hauptfrage, wie lange die Kräfte der Topspieler ausreichen würden, einen solch intensiven Kampf in der Abwehr durchzuhalten.

Der Beginn der zweiten Spielhälfte gestaltete sich vielversprechend für die Gastgeber. Bis zum 15:12 konnte der Vorsprung gehalten werden. Dann wurde es immer schwerer, die athletischen Rückraumspieler der Gäste zu stoppen. In der 43. Minute glich Wolfschlugen zum ersten Mal aus. Durch zwei Zwei-Minuten-Strafen wurde das Günzburger Team noch zusätzlich geschwächt.

Die Folge war ein Lauf der Wolfschlugener zum 17:21. Jetzt war Moral angesagt. Davon hat die Günzburger Mannschaft bekanntermaßen mehr als genug. Angefeuert von einem begeisterten Publikum holten die Weinroten Tor um Tor auf und schafften trotz zweier verworfener Siebenmeter den Anschluss. Beim 22:23 gelang den Weinroten kurz vor Schluss sogar noch ein Ballgewinn. Leider wurde der Gegenstoßpass vom Gegner abgefangen und damit die Niederlage für Günzburg besiegelt. Der VfL schrammt damit haarscharf an einer Überraschung vorbei. Bewundernswert war, wie die angeschlagene Mannschaft nie aufgab und einen großen Kampf lieferte.

VfL Günzburg Chikh, Bruno; Bandlow (7/1), Jahn (4), Dück (3), Rembold (2), Ruchti (2), Stegmann (2), Seel-Mayer (1), Pfetsch (1), Schmidt, Rosenberger, Buck

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