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Landesliga

18.04.2015

Hauptsache, die Entwicklung stimmt

Der Ichenhauser Sven Seibold verliert diesen Zweikampf zwar, er zwingt seinen Kontrahenten aus Mering aber in den Rückwärtsgang. Die anderen Königsblauen können derweil ihre Abwehrpositionen einnehmen. Trainer Oliver Schmid nennt Seibold als Beispiel für die positive Entwicklung einiger junger Kicker im SCI-Kader.
Bild: Jan Kubica

Warum Ichenhausen weiter um jedes Erfolgserlebnis kämpfen will

Nach großen Niederlagen entscheidet sich oft, wie gefestigt eine Fußballmannschaft wirklich ist. Und die jüngste Niederlage des Landesligisten SC Ichenhausen gegen den SV Mering war eine große. Nicht etwa deshalb, weil sie die von manchen Fans gehegten Durchmarsch-Träume schlagartig beendete. Sondern weil sie dem Trainer-Team um Oliver Schmid genauso wie den Spielern klarmachte, wie viel die Königsblauen von der absoluten Ligaspitze noch trennt. Der Chefcoach formuliert das mit ein paar Tagen Abstand so: „Man hat gesehen, dass wir gut sind, aber gegen eine abgezockte, routinierte Mannschaft genügt das eben nicht. Der Lernprozess ist nach einer dreiviertel Saison noch nicht beendet.“ Als Alibi will Schmid das aber keineswegs verkünden, und deshalb fügt er gleich hinzu: „Man muss auch sagen, dass wir deutlich besser Fußball spielen können.“

Wieder in die gewohnte spielerische Linie einschwenken sollen die Seinen nun in Memmingen. Immerhin gibt der Chefcoach als Ziel vor: „Wir wollen jetzt schauen, den sechsten Platz zu halten. Das ist auch ein tolles und starkes Ergebnis.“ Damit hat er als Trainer eines Aufsteigers natürlich immer recht, doch ins nicht Gesagte schwingt da bei Schmid hinein, dass der eine oder andere im Umfeld des SCI offenbar nicht hundertprozentig zufrieden ist. Der Trainer verstärkt diesen Eindruck, wenn er formuliert: „Wir wollen auf keinen Fall einen Grund bieten, eine bisher starke Saison in ein leicht negatives Licht zu rücken. Das hätte die Mannschaft auch nicht verdient.“

Verzichten muss der SCI im Allgäu unter anderem auf Baris Akinci (er wird wegen seiner Probleme am Sprunggelenk operiert) sowie auf die Verletzten Sebastian Brosch und Mark Grünwald. Schmid sieht, dass der Kader nicht gerade üppig besetzt ist, er sagt aber auch: „Wir haben gewusst, dass wir mit einem kleinen Kader in die Rückrunde gehen.“ Umso eher haben nun die Jungspunde bei den Königsblauen die Chance, sich hervorzutun. Besonders gelungen sei dies in der jüngeren Vergangenheit neben Andreas Brugger vor allem Sven Seibold, berichtet der Trainer. Den 21-Jährigen lobt Schmid für sein Engagement: „An ihm können sich einige andere ein Beispiel nehmen. Er hat eine tolle Entwicklung gemacht.“ Und das, so das Credo der Ichenhauser, ist in Sachen Mannschaftsbildung das Wichtigste.

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