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Interview

16.08.2019

„Im Freibad statt auf dem Fußballplatz“

Hofft, dass der Kreisklasse-Aufsteiger SV Scheppach schnell in die Erfolgsspur kommt: Trainer Robert Zimmermann.
Bild: Ernst Mayer

Wie der Scheppacher Trainer Robert Zimmermann das 0:11 in Aislingen erklärt – und was besser werden soll

Das war ja ein ziemlich bitterer Saisonauftakt für den SV Scheppach, Herr Zimmermann. Als Aufsteiger in die Kreisklasse West 2 hat das von Ihnen gecoachte Team zwei Niederlagen kassiert. Wobei das 1:3 im Derby gegen den TSV Burgau noch ganz ordentlich aussah. Doch am vergangenen Sonntag gab’s ein derbes 0:11 beim SV Aislingen. Haben Sie eine derart heftige Schlappe in Ihrer Laufbahn als Spieler und Trainer schon mal einstecken müssen?

Ich glaube nicht, kann mich jedenfalls nicht an eine so hohe Niederlage erinnern. Das war wirklich eine Katastrophe in Aislingen.

Wie konnte es dazu kommen?

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Wir haben zurzeit große personelle Probleme. Zu einigen Langzeitverletzten kamen noch kurzfristig weitere verletzungsbedingte Ausfälle hinzu, sodass wir mit Müh und Not eine Mannschaft zusammenbrachten. In der Halbzeit fiel dann auch noch unser Torwart Stefan Werner aus, der als Notnagel für den verletzten Stammtorhüter Kevin Hillebrand im Kasten stand. So mussten wir einen Feldspieler ins Tor stellen, der dann wiederum draußen fehlte. Wobei man dazu sagen muss, dass Aislingen eine sehr starke Truppe stellte, die uns konditionell und einsatzmäßig weit überlegen war.

Hat sich die Mannschaft vielleicht zu früh aufgegeben?

Ja, den Eindruck hatte man. Manch einer glaubte sich scheinbar im Freibad statt auf dem Fußballplatz.

Mit Torwart Tobias Ederer hatte der SV Scheppach ja im Aufstiegsjahr einen Turm in der Abwehr. Ist die Torhüterfrage jetzt die Achillesferse?

Nein, da sehe ich keine Probleme, wenn Kevin Hillebrand fit ist. Und ich denke, dass er am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Landshausen wieder dabei sein kann.

War die Mannschaft vielleicht noch nicht reif für den Aufstieg?

Das würde ich nicht sagen. Wenn wir komplett wären, sähe das schon anders aus. Aber wenn von den 20 Mann im Training nur acht von der ersten Mannschaft sind, dann bekommt man halt Probleme – nicht nur auf einer höheren Spielebene.

Vier Abgängen zur Sommerpause standen nur zwei Neuzugänge gegenüber. Ist das vielleicht zu wenig?

Zufriedenstellend ist das gerade nicht, wenn man zudem bedenkt, dass von den zwei Neuzugängen nur Hillebrand das Zeug für die erste Mannschaft hat.

Was unternehmen Sie als Trainer, um die Mannschaft nach dieser Schlappe wieder aufzubauen?

Wir dürfen jetzt nicht durchdrehen, sondern müssen in Ruhe – aber hart – weiterarbeiten.

Kann man den Saisonauftakt schon als Gradmesser für die gesamte Saison nehmen?

Wir werden wohl die ganze Saison gegen den Abstieg kämpfen und ich hoffe nur, dass wir möglichst bald genügend Punkte erspielen, um sicher zu sein. Spätestens in der Winterpause werden wir uns dann hoffentlich auch personell wieder erholt haben.

Am Sonntag könnte die Wende eingeleitet werden. Im Kellerduell geht es gegen den ebenfalls noch punktlosen Vorletzten Eintracht Landshausen. Sind Sie guter Hoffnung?

Ja. Ich erwarte, dass die drei Punkte in Scheppach bleiben und wir somit wieder in die richtige Spur kommen. Interview: Alois Thoma

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