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Handball

30.10.2017

Im Würgegriff des Abstiegskampfs

Die Jungs aus Oberbayern langten zuweilen ganz schön hin, um die beherzt angreifenden Niederraunauer aus der Gefahrenzone zu halten. Hier leidet Mathias Waldmann unter einer unfairen Aktion.
Bild: Ernst Mayer

Was immer Niederraunau auch anstellt: In dieser Landesliga-Runde läuft’s nicht

Langsam wird es unheimlich um die Handballer des TSV Niederraunau. Angesichts der Umstände lieferten die Landesliga-Handballer im Heimspiel am Samstag eine sensationelle Leistung, sie führten 70 Prozent der Spieldauer gegen das Spitzenteam HSG Würm-Mitte – um dann in der letzten Minute noch 27:28 zu verlieren.

Bis dahin hatten die Raunauer sehr abgebrüht agiert und einen 15:13-Halbzeitstand erreicht. Nachdem zu den üblichen Verletzten auch noch Ralf Clemente und Dennis Mayer ausgefallen waren, hatte Trainer Udo Mesch kaum noch Wechselmöglichkeiten. Diese nutzte er dann aber vor allem in taktischer Hinsicht. Boris Matzner, offensichtlich nach seiner Pause wiedererstarkt, spielte nur Abwehr und für ihn kam Florian Gaedt vorne am Kreis. Diese Maßnahme hielt die Abwehr recht stabil und Gaedt konnte immerhin vier wundervolle Kreistore erzielen. Dazu kam mit Andreas von Kries immer ein zusätzlicher Rückraumspieler, wenn die Achse Mathias Waldmann, Michael Thalhofer und Ferit Celik Entlastung brauchte. Es gab noch gelegentliche Einwechslungen von Torwart Matthias Rogg für den hervorragend haltenden Armin Hessheimer – und schon war es aus mit Wechseloptionen. Dass unter diesen Bedingungen die bisher ungeschlagenen Gäste 55 Minuten lang beherrscht werden konnten, spricht für den enormen Kampfgeist der Raunauer Jungs.

Da taten sich vor allem die Routiniers hervor. Michael Thalhofer spielte eine klasse erste Hälfte und glich auch gleich mit einer feinen Einzelleistung zum 1:1 aus. Mathias Waldmann konzentrierte sich auf die Regie des Angriffsspiels. Bis zur 14. Minute legte jeweils Würm vor und Raunau zog nach. Thalhofer hatte beim 9:9 bereits vier Tore erzielt. Ab da übernahm Raunau das Kommando. Rückraumkracher von Ferit Celik und nach schnellem Antritt herausgeholte Siebenmeter von Waldmann, die Lukas Konkel sicher verwandelte, brachten Raunau mit bis zu drei Toren Vorsprung (13:10/23.) in Front.

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Auch in der zweiten Hälfte kam der berüchtigte Zehn-Minuten-Einbruch nicht. Die HSG glich zwar durch den überragenden Moritz Rädler schnell zum 17:17 aus, doch die Raunauer ließen sich weiterhin nicht aus dem Konzept bringen und blieben bis zum 24:22 (52.) in Führung. Eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber leitete drei Tore der Oberbayern in Serie ein. Und plötzlich machte im Gäste-Team Timo Kreusch auf sich aufmerksam. Zwei Tore von ihm und zwei weitere Treffer von Serigne Mbodji auf Rechtsaußen brachten die Entscheidung. Dreimal glichen die Raunauer noch aus; Waldmann traf zum 25:25, Thalhofer zum 26:26 und von Kries zum 27:27. Doch 31 Sekunden vor Schluss gab’s das finale Gegentor. Im letzten Angriff zerronnen die Sekunden. Mit dem Schlusspfiff noch ein Wurf, aber der HSG-Torhüter parierte. Die Punkte waren erneut verloren. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Rogg; Thalhofer (7), Konkel (5/4), Waldmann (4), Celik (4), Gaedt (4), von Kries (2), Matzner (1), Kiebler

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