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Bayernliga

02.11.2019

Immer bereit sein, mehr zu geben als der Gegner

Vorfreude aufs Heimspiel der Günzburger: Daniel Jäger.
Bild: Ernst Mayer

Weil Rimpar II in Sachen Aufstellung eine Wundertüte darstellt, muss Günzburg eine Top-Einstellung zeigen

Nach drei Wochen Heimspiel-Pause jagen die Bayernliga-Handballer des VfL Günzburg nun wieder in der altehrwürdigen Rebayhalle dem harzigen Ball hinterher. Als Gast begrüßen sie am Samstag ab 19.30 Uhr das Perspektivteam der SG DJK Rimpar. Und gleichgültig, ob das nun als Warnung oder Verlockung empfunden wird: Die Gäste gelten als Wundertüte der Liga, weil kein Kontrahent wissen kann, wer bei den Unterfranken letztlich auf dem Feld steht.

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Rimpar ist das aktuell wohl erfolgreichste Handball-Dorf der Nation. Durch eine enorm erfolgreiche Jugendarbeit und das Zusammenziehen von talentierten Nachwuchsspielern aus der Region konnte mit wenig Geld, aber viel ehrenamtlichem Engagement eine Mannschaft in der zweiten Liga etabliert werden. Zu den Grundlagen für solch ein Projekt gehört eine zweite Mannschaft in einer höheren Amateurliga, in der Spieler in Ruhe reifen können.

In der Vorsaison wurden unter anderem die Weinroten Opfer dieser Einstellung. Obschon die Günzburger damals mit dem Aufstiegs-ziel in den Köpfen von der Donau anreisten, setzte es direkt am ersten Spieltag eine Niederlage. Am Ende war das Spiel nicht einmal eng. Letztlich landeten die Jungwölfe unter den besten Fünf. Diese Saison sind sie verhaltener gestartet, sehen nach sechs Spieltagen lediglich einen Punkt auf dem Konto.

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Aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs sollten bei solchen Informationen in Günzburg alle Alarmglocken schrillen. Die Spieler um Kraftpaket Daniel Jäger konnten bis jetzt immer gegen stärkere Gegner Siege verbuchen, gegen vermeintlich schwächere verloren sie dann. Zu erklären ist das sicher teilweise und mit Rücksicht auf das junge Gemüt der Mannschaft damit, dass der Gegner halt handballerisch besser war. Naheliegender ist allerdings die Vermutung, dass der entscheidende Unterschied nicht auf dem Feld, sondern in den Köpfen der Spieler zu suchen ist. Auch der Gegner am Samstag bietet jede Möglichkeit, überheblich ins Spiel hinein und als Verlierer wieder hinaus zu gehen.

Auch Trainer Gábor Czakó hat diese Gefahr erkannt und fordert von seiner jungen Mannschaft eine hundertprozentige Einstellung. Auch wenn zuletzt bei Spitzenreiter TG Landshut gewonnen wurde und insbesondere der Angriff sich endlich verbessert zeigte. Perfekt war das Spiel noch lange nicht. Neben bösen technischen Fehlern war es vor allem das Umschaltspiel, welches erneut Sorgen bereitete. Sukzessive können zwar Fortschritte verbucht werden, allerdings sind die Weinroten von einem Leistungsniveau, das Erfolge aufgrund handballerischer Überlegenheit garantiert, noch ein gutes Stück entfernt. (zg)

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