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Eishockey

13.11.2017

In die Mangel genommen

Benjamin Arnold (Mitte) und sein ESV Burgau kassierten gegen den EHC Königsbrunn um Alexander Stehler (links) und Michael Folk eine 2:8-Klatsche.
Bild: Ernst Mayer

Burgau zeigt gegen Königsbrunn und Dingolfing desolate Leistungen

Desolat – so muss man die Vorstellung des ESV Burgau im Heimspiel gegen den EHC Königsbrunn bezeichnen. 2:8 (0:4/2:2/0:2) gewannen die Gäste die Eishockey-Landesligabegegnung. Nach dieser deutlichen Klatsche können sich die Eisbären wohl von ihrem Traum, einer Teilnahme an der Aufstiegsrunde, verabschieden.

Die Burgauer zeigten gegen den EHC Königsbrunn eine ihrer schwächsten Vorstellungen. Waren bei den jüngsten Niederlagen vor allem große Defizite in den Angriffsreihen zu sehen, deckten die Königsbrunner auch eklatante Defensivschwächen auf. Zu wenig Einsatz, zu wenig Körperspiel, zu viele Abspielfehler, zu viel dumme Zeitstrafen – das sind die gravierendsten Probleme der Markgräfler. Das so wichtige Spiel gegen die Brunnenstädter war eigentlich schon nach gut zehn Minuten entschieden. 3:0 führte der EHC zu diesem frühen Zeitpunkt. Bei allen drei Gegentreffern sah der Burgauer Torhüter Sebastian Gassner nicht gerade glücklich aus. Das 3:0 fingen sich die Eisbären durch einen sogenannten Bauerntrick ein. Nach diesem Gegentreffer räumte Gassner entnervt seinen Kasten und ließ Roman Yourkov zwischen die Pfosten.

Doch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Ein ums andere Mal ließen die Burgauer Feldspieler ihren Torwart im Regen stehen und in der 15. Minute stellte der agile Königsbrunner Kapitän Hayden Trupp auf 4:0. Mit diesem deutlichen Rückstand wurden erstmals die Seiten gewechselt.

In der Drittelpause wirbelte Burgaus Trainer Thore Knopf seine Sturmreihen komplett durcheinander. Nach 28 Minuten keimte bei den Burgauer Anhängern die kurze Hoffnung auf, dass die Eisbären doch noch in die Partie finden würden. Da traf David Tomecko zum 1:4. Doch Hayden Trupp und Dominik Zimmermann markierten dann die Treffer fünf und sechs für die Gäste. Kurz vor der zweiten Drittelpause gelang Burgaus Kapitän David Heinrich das 2:6.

Im Schlussabschnitt kamen die Königsbrunner dann durch Dominik Zimmermann und Alexander Strehler zu zwei weiteren Treffern. Die Burgauer Zuschauer zeigten sich enttäuscht: „Da war heute keine Mannschaft auf dem Eis“, hieß es. Oder: „Vielleicht sollten die Spieler öfter mal aufs Tor schießen, anstatt immer wieder abzuspielen.“ Ein anderer sagte: „Wenn das so weitergeht, wird es noch eine ganz schwere Saison.“

Diese Zuschauer sollten sich nur einen Tag später bestätigt fühlen. Denn auch beim Auswärtsspiel in Dingolfing gab es für die Burgauer Eisbären nichts zu holen. Erneut mit 2:8 (2:3/0:4/0:1) verlor der ESV. Im Anfangsdrittel konnten die Eisbären noch mithalten. 3:2 führten die Gastgeber nach zwanzig Minuten. Dann machte sich die Müdigkeit bei den Burgauern bemerkbar und die Niederbayern zogen bis zur zweiten Drittelpause auf 7:2 davon. Im Schussabschnitt stemmten sich die Eisbären noch einmal gegen die Niederlage. Doch es gelang kein eigener Treffer mehr, die Gastgeber trafen noch einmal. Nach dieser Niederlage ist der anvisierte fünfte Platz für die Markgräfler in weite Ferne gerückt. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf diesen Rang, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bayernliga berechtigt.

ESV Burgau – EHC Königsbrunn 2:8 (0:4/2:2/0:2) Tore 0:1 Strehler (4.), 0:2 Arnawa (9.), 0:3 Schütz (11.), 0:4 Trupp (15.), 1:4 Tomecko 28.), 1:5 Trupp (37.), 1:6 Zimmermann (38.), 2:6 Heinrich (39.), 2:7 Zimmermann (44.), 2:8 Strehler (53.) Strafen Burgau 12+5+20; Königsbrunn 18

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