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Handball

04.11.2019

Jetzt klappt’s auch mit dem Torewerfen

Überflieger: Pascal Buck steigt unwiderstehlich hoch und zieht ab. Der Günzburger erzielte insgesamt sechs Tore.
Foto: Ernst Mayer

Der Günzburger Angriff überzeugt im Bayernliga-Heimspiel gegen Rimpar II. Nach dem klaren 28:20 befinden sich die Weinroten mitten in der Spitzengruppe. Die aktuelle Tabellensituation birgt allerdings auch Gefahren

Vor mehr als 600 Zuschauern haben die Handballer des VfL Günzburg das Bayernliga-Spiel gegen die Reserve der SG DJK Rimpar über 60 Minuten dominiert. Am Ende stand ein verdienter und klarer 28:20-Erfolg für das Team von Trainer Gábor Czakó.

Das erste Tor der Begegnung sollte den Gästen gehören. Benedikt Gräsl netzte direkt im ersten Angriff für die Seinen ein. Mehr als diese kurze Zeitspanne sollten die Rimparer in der Partie nicht mehr führen.

Danach schaltete der VfL schnell und glich zehn Sekunden später aus. Zum ersten Mal ein wenig absetzen konnten sich die Gastgeber beim 8:5 (12.). Die Spieler um den erfolgreichsten Werfer an diesem Tag, Frieder Bandlow, ließen allerdings nach dieser Phase erneut die Konsequenz im Angriff vermissen. Einige verworfene freie Würfe und leichte Fehler im gebundenen Spiel verhinderten, dass sich die Weinroten frühzeitig weiter absetzten. Lediglich der erneut bärenstarken Verteidigung um Abwehrchef Daniel Jäger war es zu verdanken, dass die Gäste bis zur 25. Minute auf nur ein Tor Abstand verkürzen konnten. In die Kabine ging es dann mit zwei Treffern Differenz (14:12).

Trotz des geringen Abstands war Czakó weitestgehend zufrieden mit der bis dahin gezeigten Leistung. Die Donaustädter waren, auch dank einer erneut stark werfenden Rückraum-Achse um Pascal Buck, klar die bessere Mannschaft und lediglich der Torwart der Rimparer verhinderte im Endeffekt ein deutlicheres Ergebnis.

Die zweite Hälfte sollte fulminant beginnen. Angetrieben durch den absoluten Willen, den Heim-Nimbus zu wahren, wurde die Günzburger Abwehr in Beton gegossen und der Gegner konnte zu einigen leichten Fehlern gezwungen werden. In der anderen Spielrichtung überlief der Günzburg-Express die Reihen der Gegner und startete mit einem 4:0-Tore-Lauf in die zweite Hälfte. Der Trainer der überrumpelten Jungwölfe sah sich gezwungen, jetzt schon seine grüne Karte auf den Zeitnehmer-Tisch zu werfen, um seiner Mannschaft die Möglichkeit zu geben, sich zu sammeln und eventuell noch eine Aufholjagd zu starten. Näher als auf vier Tore Differenz (19:15) sollte das Nachwuchsteam aus dem Würzburger Raum allerdings nicht mehr kommen. Ein stark haltender Patrick Rösch und ein mittlerweile gut eingespielter Angriff hielten den Gegner konsequent auf Abstand.

Czakó gab nun jedem Spieler seine Einsatzzeiten. Stephan Jahn sowie die beiden Neuzugänge Yannick Meye und Julian Ruckdäschel bewiesen jetzt vor der beeindruckenden Kulisse Bayernliga-Tauglichkeit. Insbesondere bei der in dieser Saison so wichtigen Abwehrleistung fiel keiner der drei ab und so konnte sich der VfL kontinuierlich absetzen.

Am Ende des Spiels war Czakó mit jeder individuellen Leistung zufrieden. Vor allem dürfte es ihn freuen, dass seine noch junge Mannschaft endlich auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner vollen Einsatz zeigte und der Angriff sich nach und nach dem schon enorm hohen Niveau der Abwehrleistung annähert.

Durch den Heimsieg und dank günstiger Ergebnisse der anderen Mannschaften konnten sich die Weinroten bis auf einen Punkt an die Tabellenspitze herantasten. Die aktuelle Bayernliga ist allerdings so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Innerhalb dieses einen Punktes Unterschied tummeln sich sage und schreibe sieben Teams und damit genau die Hälfte der Liga. Ohne Frage ist die aktuelle Tabellensituation mit vielen Chancen für die Weinroten verbunden. Nicht vernachlässigt werden darf allerdings die reale Gefahr, dass wenige Niederlagen schon ausreichen, um in das untere Tabellendrittel durchgereicht zu werden. (zg)

VfL Günzburg Bieber, Rösch; Bandlow (7/2), Pfetsch (4), M. Jahn (3), S. Jahn, Buck (6), Ruckdäschel (1), J. Herrmann, Meye, Jensen (2), N. Herrmann, Jäger (5)

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