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Handball

30.01.2018

Keine Punkte trotz guter Leistung

Lukas Konkel war der überragende Mann der Raunauer in Herrsching: Elf Mal traf der Außenspieler, neun der Tore verwandelte er von der Siebenmetermarke aus. Zum Sieg reichte es trotzdem nicht.
Bild: Ernst Mayer

Die Raunauer führen in Herrsching lange, dank ihres überragenden Keepers und eines eiskalten Siebenmeterschützen. Warum die Partie am Ende trotz Überzahl verloren ging

Herrsching Dass es im Sport nicht immer gerecht zugeht, das mussten am Wochenende die Landesliga-Handballer des TSV Niederraunau wieder schmerzlich erfahren. Beim TSV Herrsching lieferten die Raunauer Jungs am Sonntagabend eine ansprechende Leistung ab und wurden doch nicht dafür belohnt. So jedenfalls empfanden es die meisten der zahlreich mitgereisten Raunau-Anhänger. Es war eine Partie mit bitterem Beigeschmack, denn die 28:29-Niederlage wäre durchaus zu vermeiden gewesen. Dem Spielverlauf entsprechend hätten die Raunauer auf jeden Fall ein Unentschieden verdient.

Denn die Blau-Weißen führten in der zweiten Halbzeit eine gefühlte Ewigkeit, von der 40. bis zur 50. Spielminute, größtenteils mit zwei Toren Vorsprung. In dieser Phase hielt Torwart-Zampano Armin Hessheimer sage und schreibe vier Siebenmeter hintereinander und ließ damit die Herrschinger beinahe an sich selbst zweifeln. Allerdings war es auf der Gegenseite nicht viel anders. Routinier Dubravko Grgic hielt von den Außen alles, was nur irgendwie zu erwischen war und auch seine Quote entschärfter Rückraumwürfe ließ sich sehen.

Überhaupt waren die Torhüter schon vor dem Spiel Gesprächsthema. Der der jüngst so überzeugende Raunauer Keeper Maxi Jekle war kurzfristig beruflich zu einer Chinareise aufgebrochen. Seine Abwesenheit war genauso unvorhergesehen wie das Fehlen von Youngster Oliver Blösch, der sich im Landesliga-Spiel der A-Jugend verletzt hatte.

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Während sich die Raunauer Torhüter beinahe schon traditionell in ihren Bestleistungen abwechseln und Jekles Ausfall deshalb zu verschmerzen war, hätte ein Spielertyp wie Blösch in der entscheidenden Phase den oftmals ratlosen Raunauern gutgetan. So entschieden dann doch die in der Herrschinger Presse zuletzt arg gescholtenen Altstars des Teams das Spiel. Vor allem Sebastian Kircher, aber auch Michael Zech waren gegen Spielende von der Raunauer Abwehr nicht mehr zu halten. Gravierend dabei war, dass Raunau von den letzten fünf Minuten vier in Überzahl spielen konnte und trotzdem gelang den Einheimischen die Wende. Fünfzig Sekunden vor Schluss erzielte Kircher das 29:28, genügend Zeit, um auszugleichen. Aber da fehlte dann das Quäntchen Cleverness, um überhaupt in eine aussichtsreiche Wurfposition zu kommen.

Anders war es in der ersten Hälfte gewesen. Da erzielte Mathias Waldmann mit der Schlusssekunde den 13:13-Ausgleich zur Pause. Einer seiner Hüftwürfe fand gegen den verdutzten Grgic noch sein Ziel. Ansonsten spielten die Raunauer während der gesamten Spielzeit gekonnt über den Kreis. Florian Gaedt und Lasse Sadlo waren immer wieder geschickt eingesetzte Anspielstationen. Beide waren auch mit Treffern vom Wurfkreis erfolgreich. Auffälliger war aber noch die Unzahl an Siebenmeter, die dadurch entstanden. Lukas Konkel bewies bei den Strafwürfen dann seine ungewöhnliche Nervenstärke. Neun von elf Siebenmetern, dazu noch ein Tor im Nachwurf, die Quote war überragend gegen den sonst dauernd die Raunauer düpierenden Grgic. In der Nachbetrachtung hilft das alles nichts. Konkel selbst vermerkte, dass er lieber gewonnen hätte. Vom persönlichen Erfolg könne er sich nichts kaufen. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer; Konkel (11/9), M. Waldmann (4/1), L. Sadlo (3), M. Thalhofer (3), von Kries (2), Gaedt (2), Celik (2), Egger (1), Matzner, Jordan

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