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Derby

06.04.2013

Kellerkind gegen Topteam: Es prickelt auf allen Ebenen

Abstiegskampf Marke Ettenbeuren: Mit aufmerksamem Blick dirigiert Torwart Daniel Sax seine Vorderleute. Bis vor Kurzem stand sein Team buchstäblich voll im Regen, der Sieg in Wemding aber hievte die Kammeltaler aus der Zone der Direktabsteiger. Im Derby gegen den SC Ichenhausen soll nun ein weiterer Schritt aus dem Keller gelingen.
Bild: Ernst Mayer

Viertletzter SV Ettenbeuren fordert den Vierten SC Ichenhausen. Die Kammeltaler setzen Kampfgeist gegen die Spielkultur der Gäste

Ettenbeuren/Ichenhausen Zu einem echten Lokalderby kommt es am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga Nord. Die Spielorte der beiden Konkurrenten SV Ettenbeuren und SC Ichenhausen liegen nur knapp sechs Kilometer voneinander entfernt. Was die Sache noch brisanter macht: Für beide Mannschaften steht einiges auf dem Spiel.

Die Ichenhauser sind Vierter, haben aber eine beziehungsweise zwei Partien weniger ausgetragen als die etwas weiter oben stehenden Teams aus Wertingen und Donauwörth. „Wir haben ein anstrengendes Programm bis zum Saisonende, aber wir wollen in der Punktrunde so lange wie möglich vorne dabeibleiben und im Pokal wie im vergangenen Jahr die schwäbische Hauptrunde erreichen“, formuliert SCI-Coach Oliver Schmid die Ziele.

Schmid glaubt, dass die nun anstehenden englischen Wochen für seine Akteure kein Problem sind: „Für die Spieler sind Spiele interessanter als Training. Wir werden das Training entsprechend dosieren.“

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Für die Partie beim SVE kann Schmid personell beinahe aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Sven Seibold sind alle fit.

Die Kammeltaler hat Schmid vor zwei Wochen beim Spiel gegen den TSV Rain beobachtet. Seine Erkenntnis: „Die Ettenbeurer sind sehr kampfstark.“ Schmid weiß, dass die Kammeltaler mit Bernhard Grüner einen Lenker und starken Freistoßschützen in ihren Reihen haben. „Mit Lars Bernhardt und Daniel Olesch haben sie außerdem zwei unangenehme Spitzen.“ Weiter sagt Schmid über den Gegner: „Sie haben am Ostermontag gegen den TSV Wemding gewonnen, gegen den wir verloren haben. Das sollte Warnung genug sein.“ Seinem ehemaligen Spieler und jetzigen SVE-Trainer macht Schmid ein großes Kompliment: „Mark Hugel leistet beim SVE sehr gute Arbeit.“

Kämpferisch gibt sich vor dem Nachbarschaftsvergleich der Ettenbeurer Abteilungsleiter Manfred Böhme. „Wir werden bis zum Saisonende kämpfen, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“ Im Spiel gegen den SCI sieht Böhme sein Team in der Außenseiterrolle. „Ich denke, dass der SCI noch weiter nach oben will. Aber in einem Derby ist alles möglich. Ich wäre mit einem Punktgewinn hochzufrieden.“

Großes Manko der Kammeltaler ist laut Böhme das Toreschießen. Gegen den TSV Rain am Lech II waren die Ettenbeurer zumindest ebenbürtig. Sie trafen aber das Tor nur einmal, während die Gäste dreimal erfolgreich waren. Mut macht Böhme der starke Auftritt des SVE beim jüngsten und überraschend klaren 4:1-Erfolg in Wemding.

Nicht zufrieden war der Spartenchef mit den Ansetzungen der beiden Partien gegen Meitingen und Neusäß auf Kunstrasen. „Das war meiner Meinung nach Wettbewerbsverzerrung. Meitingen und Neusäß haben auf Kunstrasen trainiert und auch Vorbereitungsspiele absolviert“, sagt Böhme.

Beim SV Ettenbeuren sind am Sonntag bis auf Eduard Buss alle Mann an Bord. Buss erlitt beim Spiel gegen den TSV Neusäß einen Innenbandriss im Knie und fällt wohl bis zum Saisonende aus.

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