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Bezirksoberliga

14.11.2017

Leipheim verschenkt den Heimsieg

Warum die Handballerinnen leer ausgehen. Auch die Kreis-Rivalen verlieren

Aus Sicht der heimischen Handball-Bezirksoberligisten war es ein Wochenende zum Vergessen. Alle fünf Begegnungen gingen verloren. Während das im einen oder anderen Fall wenig überraschend kam, müssen sich die Spielerinnen des VfL Leipheim grämen. Ihre Heimpleite war gleichermaßen unglücklich wie unnötig.

(13:10): Während die Gäste mit ihren vielen Fans den Sieg in der Güssenhalle überschwänglich feierten, herrschten im Leipheimer Lager Fassungslosigkeit und Tristesse. Alle VfL-Freunde trauerten zwei sicher geglaubten Punkten nach.

Leipheim spielte von Beginn an mit einer konsequenten Abwehr vor der starken Torhüterin Vero Seidel und schnellem Umschaltspiel in den Angriff. So war es nicht verwunderlich, dass von den ersten neun Toren sieben durch Konter erzielt wurden. Als kurz vor der Halbzeitpause Cansu Celik und Andrea Wolf einen Drei-Tore-Vorsprung erzielten, ging Trainer Erkan Kaplan zufrieden in die Pause.

Es wurde noch besser. Nicole Scheible, Stephanie Pointner und die nun sichere Siebenmeterschützin Katja Junginger erhöhten auf 20:13. Leipheim war in dieser Phase klar überlegen und überzeugte durch kluge Spielzüge. Zehn Minuten vor Schluss wurden die VfL-Mädels auf einmal nachlässig, im weiteren Verlauf agierten sie fahrlässig. Die Gäste durften machen, was sie wollten. Allein Johanna Müller erzielte in den letzten fünf Minuten der Partie sieben Treffer (davon vier Siebenmeter).

VfL Leipheim Baur, Seidel; Celik (3), Junginger (3/3), M. Gruber (2), Schweier (3), Schäfer (1), J. Körner, C. Gruber (4), Pointner (2), Wolf (2), Scheible (2), Dirr, Kaimer (1)

(13:11): Die VfL-Damen gingen motiviert in die Top-Begegnung und boten dem aktuellen Spitzenreiter aus Schwabmünchen Paroli. Durch die Heimniederlage rutschten sie allerdings auf den vierten Tabellenplatz ab.

Die Abwehr agierte deutlich verbundener als in den vorangegangenen Spielen und im Angriff waren viele Aktionen erfolgreich. Aber die Schwabmünchnerinnen waren abgebrühter und konnten sich mit Kontern und gutem Abwehrspiel immer wieder in die Führungsposition kämpfen. Allerdings: So richtig absetzen konnten sie sich nie, sodass die Spannung erhalten blieb.

Die Forderung von VfL-Trainer Philipp Rembold nach einer kompakteren Abwehr wurde umgesetzt, doch die Günzburgerinnen mussten ordentlich einstecken. Mellissa Matthes riss sich die Kapsel im Daumen und Kerstin Adams ziert ein Veilchen. Doch im Gegensatz zu Theresa Galgenmüller, die sich im Spiel davor das Kreuzband gerissen hatte und für den Rest der Saison ausfällt, kann man bei den beiden auf einen baldigen Wiedereinsatz hoffen.

VfL Günzburg II Schuller, Hassel; Adam (2), Romano (4), Matthes (3), Bestler (4/1), Häußler, Ziegler, Betzler (1), Karakurt, Kohler (7), Mißbach, Geiger, Eisenkolb (1)

(13:17): Die Bayernliga-Reserve startete gegen den Aufstiegskandidaten mit einer ähnlichen Aufstellung wie beim Überraschungscoup in Kissing. Zudem war Julian Schüller nach längerer Verletzungspause wieder mit dabei.

Die ersten 15 Minuten verliefen ausgeglichen. Vorne war der VfL immer wieder aus dem Rückraum durch Andreas Konopa und vor allem Reinhard Müller erfolgreich. Dann zeigte sich jedoch die Überlegenheit der Gögginger. Vor allem die beiden Rückraumasse Patrick Schupp und Christoph Ranz bekam die Bayernliga-Reserve zu keiner Zeit unter Kontrolle. Folgerichtig ging es mit einem Rückstand in die Halbzeitpause.

Im zweiten Abschnitt setzte sich dann immer mehr die spielerische und individuelle Stärke der Gögginger durch. Bis zum 19:23 konnten die tapfer kämpfenden Gastgeber die Partie noch offen halten, spätestens aber beim 24:32 (50.) war das Spiel leistungsgerecht zugunsten der Gäste entschieden.

VfL Günzburg T. Schmid, Ziegler, Frey, Rothbauer (3), Kögl, Röllig (3), Konopa (3), Geiger (3/1), Schüller (1), Schmid, Müller (11), Schildwächter (3), Ahrens (1), Förg

Auch die beiden Bezirksoberliga-Mannschaften des TSV Niederraunau mussten sich geschlagen geben. Die Handballerinnen aus dem Süden des Landkreises Günzburg unterlagen der TSG Augsburg 19:26 (7:12). Die Landesliga-Reserve der Männer verlor nach ausgeglichener erster Halbzeit beim Spitzenteam TSV Haunstetten II noch überdeutlich 25:35 (14:14). (zg)

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