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Fußball-Kreisliga

06.11.2017

Mehr Herbstspektakel geht nicht

Faire Geste: Der Thannhauser Patrik Merkle, der am Samstag zwei Treffer erzielte, streckt dem geschlagenen Dominik Lohr im Waldstetter Kasten die Hand entgegen.
Bild: Ernst Mayer

Zehn Tore und zwei Platzverweise beim Hit

Angesichts der jüngsten Ereignisse bei der TSG Thannhausen (Abteilungsleiter, Spielertrainer und Stammtorwart warfen Knall auf Fall hin)  trat das sportliche Geschehen beinahe in den Hintergrund. Schade drum, denn das Kreisliga-Fußballspiel zwischen dem Spitzenreiter und dem besten Aufsteiger dieser Saison bot am Samstagnachmittag unter anderem zehn Tore und zwei Platzverweise. Am ende setzte sich der Gastgeber gegen den SV Waldstetten 7:3 durch.

Die Gäste legten ohne großen Respekt vor dem Tabellenführer los. Die ersten zehn Minuten gehörten ihnen und mit etwas Glück hätte Waldstetten in dieser Anfangsphase durchaus in Führung gehen können. Wie die Partie dann gelaufen wäre, muss offen bleiben – denn plötzlich befreite sich die TSG mehr und mehr aus der Umklammerung und Arlind Berisha vollendete einen sauber gefahrenen Konter nach zwölf Minuten zur Führung.

Zu allem Überfluss sah der Waldstetter Torhüter Thomas Stegelberger zehn Minuten später die Rote Karte. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl von Referee Philipp Hahn hätte es auch eine Verwarnung getan. So aber waren die Gäste nur noch zu zehnt und da kein Ersatzkeeper auf der Bank saß, musste Feldspieler Dominik Lohr den Platz zwischen den Pfosten einnehmen. Er sollte am folgenden Torhagel schuldlos bleiben.

Irgendetwas hatten Waldstetter an der Ausgangslage falsch verstanden. Trotz eines Mannes weniger und eines Feldspielers im Kasten spielte die Mannschaft weiter fröhlich nach vorne und versuchte in der Defensive, mit unzureichenden Mitteln eine Abseitsfalle aufzubauen. Und so nahm das Unglück seinen Lauf. Patrik Merkle (25. und 33.), Davor Grmaca (27.), Daniel Bobitiu (39.) und zu guter Letzt noch Mesut Yildiz (44.) stellten bis zur Pause auf 6:0 für die TSG.

Gäste-Trainer Jürgen Deinhart muss wohl eine gehörige Standpauke in der Kabine losgelassen haben. Jedenfalls traten ganz andere Waldstetter zur zweiten Halbzeit an. Man übernahm wieder das Kommando und erspielte sich eine Feldüberlegenheit. Bereits kurz nach Wiederanpfiff wurde das Bemühen in Zählbares umgemünzt. Johannes Mader stellte auf 6:1 (47.). Zehn Minuten später verkürzte Mathias Gschrey per Foulelfmeter auf 6:2. Und als weitere sechs Minuten vergangen waren, brachte Markus Abenstein die Gäste nochmals ein bisschen näher heran (63.).

Ehe Waldstetten freilich ans Fußball-Wunder glauben durfte, fand Thannhausen zur alten Souveränität zurück und schaffte kurz vor dem Abpfiff durch Mesut Yildiz das 7:3 (88.). Derselbe Spieler kassierte in der Nachspielzeit noch gelb-rot.

Stoff genug zum Diskutieren bot diese Partie auf jeden Fall. Ob der Rücktritts-Flut im Vorfeld dürften die Gespräche aber mehr um Geschehnisse abseits des Platzes kreisen. Spannend wird die nächste Woche beim Kreisliga-Tabellenführer allemal.

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