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Landesliga

11.12.2017

Raunau befreit sich aus der Abstiegszone

Michael Thalhofer (vorne) und seine Raunauer Jungs können aufatmen: Mit dem Heimsieg gegen die SG Kempten-Kottern verlassen sie vorerst die Abstiegszone.
Bild: Ernst Mayer

Gegen Kempten-Kottern gelingt ein überlegener Sieg. Zwei Spieler stechen dabei besonders heraus

Mit einer souveränen Heimleistung sicherten sich die Raunauer Jungs mit einem 31:24 (15:7) beide Punkte gegen die SG Kempten/Kottern. Damit wurde jetzt im zweiten Spiel hintereinander ein Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt bezwungen. Zumindest vorläufig steht der TSV Niederraunau nicht mehr auf einem Abstiegsplatz in der Handball-Landesliga Süd.

Großen Anteil am deutlichen Erfolg hatten wieder einmal Torhüter Armin Hessheimer und der vorgezogene Abwehrspieler Florian Gaedt. Beide profitierten von der neuen Ausrichtung der Raunauer Abwehr, die schon in Dachau gewirkt hatte. Raunau, bisher zusammen mit dem TSV München-Ost die Schießbude der Liga, scheint jetzt unter Coach Udo Mesch mehr an Stabilität in der Defensive zu gewinnen. Nachdem zu Beginn der Saison die 3:2:1-Abwehr taktische Ausrichtung war, spielten die Raunauer am Samstag durchweg in einer defensiveren 5:1-Variante. Vorteile zog daraus Keeper Hessheimer, der reihenweise Würfe aus dem Rückraum parieren konnte. Hundertprozentige aus dem Nahwurfbereich zu entschärfen ist sowieso seine Spezialität, was auch die Allgäuer Gäste wieder neidlos anerkennen mussten. Dazu gelang es Florian Gaedt immer wieder, den Gästen Bälle zu stehlen und seine Konterangriffe zu starten. Mehrere Male funktionierte auch das Abwehrspiel in der Mitte gegen den Kemptener Hünen Timo Walter so gut, dass Anspiele regelgerecht abgefangen werden konnten. Und irgendwie bekam dann immer Gaedt seine Hand an den abprallenden Ball und zog unwiderstehlich davon.

Matchwinner Gaedt startete direkt gut ins Spiel. Seine einhändigen Annahmen der Harzkugel belegen einfach die gute Grundausbildung bei seinem vorherigen Verein TSV Haunstetten. Bis zum 4:3, der ersten Raunauer Führung, hatte er alle Tore erzielt. Die Allgäuer glichen dann letztmals noch zum 4:4 aus. Der überzeugende Ferit Celik mit zwei Erfolgen und Andreas von Kries, der immer mehr zum Mann für die wichtigen Tore wird, machten daraus eine 8:4-Führung. Diese kurze Phase war wohl entscheidend für den weiteren Spielverlauf. Die Raunauer hatten an Sicherheit gewonnen und die Kemptener verloren ihre bis dahin klare Linie. Janos Gal, dem sonst so überzeugenden Keeper aus dem Allgäu, waren wohl auch schon die Zähne gezogen und er überließ Manuel Stöhr die Torhüteraufgabe. Beim 10:7 war der letzte knappe Stand. Aber auch da war schon zu merken, dass Raunau den gegnerischen Rückraum im Griff hatte. Die letzte gute SG-Möglichkeit war dann ein hohes Anspiel auf Zwei-Meter-Mann Timo Walter, die mit diesem Angriff aber auch letztmals funktionierte. Denn in der 28. Minute erhielt der Kemptener nach einem Foul an Oliver Blösch die Rote Karte. Sicher eine vertretbare Entscheidung der souverän leitenden Schiedsrichter, da Blösch immerhin blutend vom Platz ging. Viel härter war die Rote Karte gegen Kilian Berger, der in letzter Sekunde einen direkten Freiwurf in die Abwehr donnerte, dabei aber keinen der Gegenspieler am Kopf traf. Das Spiel stand da schon 15:7.

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Die Entscheidungen zugunsten der Raunauer schienen ausgleichende Gerechtigkeit für viele negative Vorkommnisse in dieser Saison zu sein. In Hälfte zwei waren die Kemptener jetzt so geschwächt, dass an ein Aufholen nicht mehr zu denken war. Die Raunauer spielten jetzt lange Zeit gut auf. Mathias Waldmann nutzte auf der Mittelposition jetzt alle Freiwürfe und machte seine Tore alle in dieser Phase. Beim 31:21 durch den Rückkehrer Lasse Sadlo war ein Kantersieg in Aussicht. Diesen verschenkten die Raunauer aber in den letzten fünf Minuten. Das war den feiernden Fans aber egal. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Rogg; Gaedt (9), M. Waldmann (5), Celik (5), Konkel (4/1), von Kries (3), M. Thalhofer (2), L. Sadlo (2), Kiebler (1), Matzner, Jordan, Blösch

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