Kampfsport

14.12.2017

Rettenbacher Schwarzgurte

Die Prüflinge mit ihren Prüfern.
Bild: Kinzel

Drei Allkämpfer vom FC Reflexa bestehen schwere Prüfungen und dürfen sich über ihren Meistergrad freuen

Elf Sportler stellten sich der Dan-Prüfung im Allkampf-Jitsu, die vom Budo Center Europa in Agawang abgehalten wurde. Darunter waren mit Melina Kisters, Matthias und Markus Kranz auch drei Sportler vom FC Reflexa Rettenbach. Die Prüfer waren die Großmeister Roland Tögel (8. Dan) und Fritz Kinzel (7. Dan).

Im praktischen Teil der Prüfung mussten alle Sportler Kombinationen und Formen, also den Kampf gegen einen imaginären Gegner, realistische Freikämpfe, Wurf-, und Haltetechniken sowie Selbstverteidigungstechniken zeigen. Letztere sind Techniken, die demonstrieren, wie man sich gegen Kontakt-, Würge-, Faust-, Waffen- und Schlagangriffe zur Wehr setzt.

Gegen Ende der rund fünf Stunden dauernden Prüfung wurden noch einmal die letzten Reserven beim Bruchtest mobilisiert. Gezielte Schlagtechniken auf jeweils drei oder vier Fichtenbretter mit einer Dicke von 2,5 oder drei Zentimetern zeigten Prüfern und Prüflingen, ob die Hand- oder Fußtechniken technisch korrekt durchgeführt werden. Denn nur dann bricht ein solches Brett.

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Neben einer Vorbereitungszeit, die oft mehrere Jahre regelmäßigen und anspruchsvollen Trainings erfordert, müssen die Sportler für eine Dan-Prüfung auch eine Lehrprobe abhalten und eine ausführliche schriftliche Prüfung bestehen. Sowohl Melina Kisters als auch die nun beiden neuen Dan-Träger der Abteilung Kampfsport aus Rettenbach, Matthias und Markus Kranz, konnten die zwei Prüfer und das Publikum von sich überzeugen und sind nun stolze Schwarzgurtträger.

„Doch jetzt geht das Lernen erst richtig los“, sagte Prüfer Kinzel am Ende der Prüfung. Wie alles andere auch, entwickle sich Kampfsport mit der Zeit weiter. Fritz Kinzel muss das wissen, denn er hat über 30 Jahre Kampfsporterfahrung. Als Polizeiausbilder für Selbstverteidigung ist er dem Wandel der Zeit ständig ausgesetzt. Die Techniken und Taktiken, die vor 30 Jahren gut waren, würden und müssten auch in Teilen überarbeitet werden. „Auch ich als Großmeister lerne nie aus“, erklärte er.

Trotzdem ist Kinzel stets bemüht, dass seine Sportler und Trainer sowohl die traditionelle Kampfkunst, als auch eine effektive Selbstverteidigung lernen und lehren. Die drei Sportler sind auch Trainer in Rettenbach und können hier ihr Wissen an den Nachwuchs weitergeben. Melina Kisters hat mit sechs Jahren angefangen, Allkampf-Jitsu zu betreiben und hat die Prüfung zum zweiten Dan abgelegt.

Markus und Matthias Kranz haben bei Gründung der Abteilung 2009 mit dem Kampfsport begonnen. Sie sind die ersten Schwarzgurt-Träger, die aus der Abteilung seit der Gründung hervorgegangen sind.

Sie waren auch mit Abstand die Prüfungsbesten und hatten nur beste Noten in den einzelnen Rubriken zu ihrer Prüfung zum ersten Dan erhalten. (zg)

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