Fußball-Landesliga

23.09.2018

Schmerzen und Schwächen

Mit der Trage bringen Ichenhauser Spieler ihren Mannschaftskameraden Pierre Heckelmüller vom Platz. Er wurde Opfer eines groben Fouls, das dem schwachen Unparteiischen Rico Spyra nicht mal eine Gelbe Karte wert war. Am Abend konnte der Fußballer das Krankenhaus wieder verlassen.
Bild: Ernst Mayer

Der SC Ichenhausen leistet sich gegen Türkspor Augsburg zwei Schnitzer zu viel. Die Königsblauen haben auch Pech – und ein Schockerlebnis, das sie nicht loswerden.

Wochenlang lief fast alles nach Wunsch für die Landesliga-Fußballer des SC Ichenhausen. Die Leistungen stimmten und weil zuweilen auch das Glück die Hand bot, waren die Ergebnisse viel besser als vor der Runde erwartet. Seit zwei Wochen jedoch läuft sehr viel gegen die Königsblauen. Etwas schwächere Darbietungen mündeten in unbefriedigende Resultate. Am Sonntag, 23. September, gab’s das dritte sieglose Spiel hintereinander. Das 1:2 (0:2) gegen Türkspor Augsburg ging zwar in Ordnung, die Sache hätte aber – ebenfalls zum dritten Mal in Folge – auch anders laufen können. Allerdings müssen die Ichenhauser einräumen, dass sie ihre vielleicht schwächste Darbietung in der laufenden Runde gezeigt hatten.

Dauerhaft umtost von heftigen Böen, ging das Landesliga-Spiel im Hindenburgpark auch auf dem Rasen stürmisch los. Allerdings ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Einheimischen. Die regten sich nach wenigen Minuten zu Recht furchtbar auf, als ihr Mitspieler Pierre Heckelmüller nach einem üblen Foul zu Boden ging. Sofort umringten viele Spieler den am Boden liegenden Kicker und sahen eine klaffende, blutende Wunde an der Achillessehne. Der schwach leitende Schiedsrichter Rico Spyra und seine Assistenten hatten die Szene ebenfalls verfolgt, hielten es aber nicht für nötig, den Verursacher mindestens zu verwarnen oder gar vom Platz zu stellen. Heckelmüller dagegen musste mit der Trage vom Feld und wurde anschließend mit dem Sanka ins Krankenhaus gefahren.

Das Erlebte überschattete die gesamte Partie, weil sich die Königsblauen mental natürlich damit beschäftigten. Zusätzlich lagen sie zu diesem Zeitpunkt bereits im Hintertreffen. SCI-Verteidiger Nico Breskott schenkte die Kugel her, Mustafa Duman zog aus 16 Metern ab und Ichenhausens Torwart Liridon Rrecaj flog vergeblich (3.).

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Die Gastgeber hatten bei allem Bemühen im gesamten ersten Durchgang nur eine bemerkenswerte Offensivaktion. Nach einer Kombination über mehrere Stationen stand Kilian Kustermann blank, scheiterte aber an Torwart Stefan Brunner, der den Ausgleich mit dem Fuß verhinderte. Hinten dagegen blieben die Ichenhauser weiter im Geschenkservice-Modus. Kurz vor der Pause vertändelte Maximilian Ocker den Ball, Ezra Armstrong fand mit seiner scharfen Hereingabe Fatih Baydemir und der hielt fünf Meter vor der Kiste gekonnt den Fuß in die Flugbahn – 0:2. SCI-Coach Oliver Unsöld wartete zu diesem Zeitpunkt bereits abseits des Platzes auf die Seinen. Spyra hatte ihn wegen fortgesetzter Proteste von der Seitenlinie verbannt.

Die taktische Ausrichtung hieß nun natürlich Offensive pur. Während Waldemar Schaab hinten blieb, wechselte Stefan Strohhofer aus der Innenverteidigung in seine angestammte Mittelstürmer-Position. Die Königsblauen bemühten sich in der Folge auch wirklich, den Anschluss herzustellen. Marco Boyer gelang es schließlich sogar. Er krönte eine sehenswerte Einzelleistung (71.). Danach spielte der SCI Alles oder Nichts, brachte aber zu wenig Sinnvolles zustande. Im Gegenteil: Die Gäste hatten zwei grandiose Konterchancen. Einmal half Rrecaj, einmal der Pfosten.

Und dennoch hätte es mit ein bisschen Glück noch was werden können mit dem Punktgewinn. Es lief die vierte Minute der Nachspielzeit, als Janick Reitz mit letzter Kraft in eine Hereingabe sprintete, den Ball gut traf – das Tor aber um Zentimeter verfehlte.

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