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Handball

14.02.2015

Starke Gäste zum Fasching

Daniel Jäger (am Ball) und seine Teamkollegen vom VfL Günzburg stehen gegen die Titelfavoriten von der SG Pforzheim/Eutingen vor einer ganz schweren Aufgabe.
Bild: Ernst Mayer

Günzburg empfängt einen absoluten Meisterschaftsfavoriten

Ein JBLH-Spieler ist immer im Dienst: An Weihnachten und Ostern geht es zu großen Turnieren nach Menden und Biberach, danach folgt der Quali-Marathon. Geradezu selbstverständlich wird deswegen auch das Faschingswochenende zum Punktspielbetrieb genutzt. So kommt am Samstag um 15.30 Uhr die SG Pforzheim/Eutingen in die Rebayhalle. Das Team ist mittlerweile ein ganz heißer Anwärter auf die deutsche Meisterschaft und nach dem Sieg gegen die SG Kronau/Östringen auch Favorit Nummer eins auf den Südtitel.

Das hatte sich der Kronauer Erstliganachwuchs am vergangenen Wochenende ganz anders vorgestellt: Als erfolgshungrige Löwen waren sie angereist, und als reichlich begossene Pudel mussten sie nach einer Pforzheimer 28:20-Handballgala die Rückreise antreten. Dabei waren die schier Unbesiegbaren schon mit zwölf Toren hinten. Nun haben die Günzburger Faschingsgäste einen Minuspunkt weniger. Diese Meisterschaftschance werden sich die Talente von Alexander Lipps nicht mehr nehmen lassen.

Zwei Geheimnisse machen das Pforzheimer Handballwunder möglich: Strukturell kann der Drittligist mit jedem Erstligainternat mithalten. Die zweite A-Jugend spielt in der höchsten Liga des badischen Verbandes. Als Unterbau dienen zwei B-Jugend-Teams in den höchstmöglichen Ligen. Zwei aktuelle DHB-Spieler und zehn weitere, die schon auf DHB-Sichtung waren, treten im A-Jugend-Team an.

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Zweites Pfund im Pforzheimer Erfolgsmodell ist neben aller individuellen Klasse eine hochmoderne Abwehr, mit ungeheurer Verdichtung und großer Gier auf Ballgewinn – allein der Vorgezogene ist für Handballexperten eine Augenweide, für Gegenspieler ein Albtraum. Dieses intensive System unterscheidet das Team deutlich von den Schränken aus Saarlouis oder den großen Löwen, die sich arg auf ihre körperliche Präsenz verlassen. Auch der VfL konnte nach der 25:18-Auswärtsniederlage ein wenig begeistert Lied über die kreativste Abwehr der Liga singen. Dem Pforzheimer Angriff, der damals ohne Nationalspieler Pascal Kirchenbauer antrat, machten es die Günzburger auch nicht leicht. Die Defensive war aber ein schöner Schreck.

Lucas Barthel und Lars Braun leiden noch immer an Grippe, wollen aber das Abschlusstraining versuchen. Frisch erwischt hat es Max Schubert, der schon die ganze Runde Krankheits- und Verletzungspech hat. Doch auch das wird vergehen, wie man an Patrick Rösch sieht. Sechs Wochen waren die Krücken seine Wegbegleiter. Damit ist Schluss: Diese Woche begann der Torwart wieder mit wohldosiertem Hallentraining. Ein Einsatz im Tor muss zwar erst noch über Wochen erarbeitet werden, mit dem Team einzulaufen geht aber schon. (zg)

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