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Handball-Landesliga Frauen

13.04.2015

Strapazierte Nerven und ein starker Endspurt

Günzburg hat mit dem Schlusslicht viel mehr Mühe als erwartet

Siegertypen geben sich immer dann zu erkennen, wenn es richtig eng wird. Dass Ardiana Merditaj ein Siegertyp unter den Landesliga-Handballerinnen des VfL Günzburg ist, hat sie schon häufig bewiesen. Jetzt entschied Merditaj das Nervenspiel gegen Schlusslicht TSG Augsburg durch einen Treffer in letzter Sekunde. Das 23:22 lässt die Hoffnungen der Weinroten, am Saisonende als Vizemeister in der Bayernliga-Relegation antreten zu dürfen, leben. Entsprechend ausgelassen fiel der Jubel aus.

30 Sekunden vor dem Schlusspfiff sprach wenig für ein stimmungsvolles Ende des Samstagabends in der Rebayhalle. Da gab der Zweitplatzierte den Ball unnötig aus den Händen und schenkte den Augsburgerinnen damit den Ballbesitz. Die Gäste machten durch Pia Novotny prompt den Ausgleich – zehn Sekunden blieben auf der Uhr. Dann wurde Merditaj zur Matchwinnerin.

In weiten Teilen der Partie fehlte spielerische Klasse. Beide Seiten fabrizierten Fehlpässe ohne Ende, vergaben Großchancen. Zwischen dem Tabellenzweiten und dem Schlusslicht war überhaupt kein Unterschied zu erkennen. Günzburg stellte in der ersten Halbzeit nur dreimal den Ausgleich her, ansonsten lagen die VfL-Mädels ständig hinten. In der zweiten Halbzeit machten es die Weinroten dann besser und gingen durch den Treffer von Catharina Harder zum 14:13 erstmals in Führung. Überhaupt verdiente sich Harder Bestnoten: Sie erzielte von der Linksaußenposition vier schöne Treffer und überzeugte auch in ihrem Abwehrverhalten.

Günzburgs Stärkste war aber Merditaj. Auf ihre Leistung gestützt, erarbeiteten sich die Weinroten eine 21:18-Führung. Im Glauben an den scheinbar sicheren Sieg agierten sie aber leichtsinnig. Die Lechstädterinnen gaben sich nicht geschlagen und läuteten spätestens mit dem 21:21 die enorm spannende Schlussphase ein. Sandra Schaaf erzielte das 22:21. Novotny hämmerte den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Torhüterin Simona Machalova reagierte und beförderte den Ball blitzschnell zum Anspiel. Energiebündel Merditaj schnappte sich den Ball, zog zum Torraum und erzielte mit dem Schlusspfiff den viel umjubelten Siegtreffer.

Trainer Robert Mayer sprach hinterher von einem Zittersieg. Sein Fazit: „Wir haben zwar keinen guten Tag erwischt, ich kann meinen Spielerinnen in Sachen Kampfgeist aber keinen Vorwurf machen.“ (zg)

VfL Günzburg Machalova, Gremmelspacher; Merditaj (6/4), Harder (4), Oberling (4/1), D. Stoll (2/1), Jorga (2), Schaaf (1), Aust(1), Deutschenbauer (1), Galgenmüller (1), Müller (1), T. Stoll, Kubasta

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