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Bankdrücken

07.11.2016

Tapfere Oldies und brillante Talente

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2 Bilder
Für die Burgauer Oldies Arthur Ahle und Johann Mader hätte es besser laufen können. Bronzemedaillen und Teilnehmer-Shirts bleiben als schöne Erinnerungen.
Bild: Ernst Mayer

Was die Burgauer als Gastgeber der Deutschen Meisterschaft so alles reißen und warum ein Verein wie der TSV eine derartige Veranstaltung nicht jeden Tag ausrichten kann.

Großes Lob von allen Seiten gab es für die Verantwortlichen der Abteilung Kraft und Fitness des TSV Burgau als Ausrichter der Deutschen Meisterschaften im Classic-Bankdrücken. Die Dreifachturnhalle in Burgau war hervorragend ausgestattet; der Wettkampfablauf fast perfekt organisiert. Damit die Veranstaltung allerdings zu diesem Erfolg wurde, waren im Vorfeld, während des Wettkampfs und auch nach Ende der Titelkämpfe viele helfende Hände erforderlich. So investierte Abteilungsleiter Helmut Wagner zwei Wochen seines Urlaubs in die Vorbereitung. Auch die Stadt Burgau, die schwäbischen Nachbarvereine in Ebenhofen und Neu-Ulm sowie viele Spender trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Die Kraftsportler des TSV Burgau sagten auf ihre Art Danke. Sie holten – in größtenteils sehr dünn besetzten Starterfeldern – zwei Titel und insgesamt sieben Medaillen. die persönliche Erwartungshaltung erfüllten freilich nicht alle Athleten.

Die sieggewohnte Eva Speth war einzige Starterin bei den Masters über 60 Jahre, Gewichtsklasse über 84 Kilo. Der Titelgewinn war also Formsache, die gedrückten 87,5 Kilo nicht. Die Last bedeutete nationalen Rekord in ihrer und der jüngeren Altersklasse 50plus. Dennoch: Ganz zufrieden war Speth nicht. „Aufgrund einer Viruserkrankung kurz vor dieser Meisterschaft war einfach nicht mehr drin“, sagte sie.

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Einen sehr guten Eindruck hinterließen die Jugendlichen Louis Schott und Daniel Hupfauer. Schott startete bei der B-Jugend (Gewicht bis 93 Kilo) in seine erste Deutsche Meisterschaft und schaffte gleich auf Anhieb einen nationalen Rekord: 125,0 Kilo brachte er nach oben. Damit holte er den Gesamtsieg in seiner Altersklasse. Der Dürrlauinger Daniel Hupfauer legte in der A-Jugend, Gewichtklasse bis 66 Kilo, eine lupenreine Serie mit 90, 95 und 100 Kilo hin. Damit verbesserte er seine bisherige Bestmarke um satte zehn Kilo. Der Lohn für ihn war die Silbermedaille in einem Vierer-Feld. Gegen Christian Rupp vom SV Fellbach, der eine Höchstlast von 115 Kilo erzielte, war Hupfauer chancenlos. Die weitren Starter ließ er ebenso klar hinter sich.

Sehr emotional verliefen die Wettkämpfe der Senioren ab 70 Jahre. Im Mittelgewicht bis 74 Kilo kam der Röfinger Johann Mader zwar zu Bronze, jedoch brachte er mit 65 Kilo nur seinen Erstversuch durch. Sieger in diesem Dreier-Feld wurde Heinz-Werner Bongard (Oberhausen) mit 95 Kilo vor Wilfried Häusler (Peine) mit 87,5 Kilo. Eine Gewichtsklasse darüber gab es für das Burgauer Urgestein Arthur Ahle zwar ebenfalls Bronze in einem Dreier-Feld, doch auch hier wurde nur die Anfangslast (95 Kilo) gültig gegeben. Gold sicherte sich mit 115 Kilo Rainer Schötz vom SC Oberölsbach vor Horst Lorenz vom SV Motor Eberswalde, der 112,5 Kilo schaffte. Ahle haderte mit der seiner Ansicht nach sehr strengen Wertung. „Die Kampfrichterin hat die Hantel bis zum Presskommando zu lange auf der Brust liegen lassen. Deshalb ging nicht mehr.“ Realistischer ist wohl die Einschätzung, dass die nervliche Belastung, bei der DM vor der eigenen Haustür eine optimale Leistung bringen zu wollen, ungewöhnlich groß war.

In der Altersklasse III der Männer lieferte sich der ehemalige Kugelstoßer Walter Braun in der Kategorie bis 120 Kilo ein spannendes Duell mit Klaus Lazik. Der Augsburger brachte seine Abschlusslast mit 155 Kilo durch und zwang den schwereren Braun so, auf 157,5 Kilo zu gehen. Das war zu viel für den Starter des TSV Burgau; Braun erreichte mit 150 Kilo den zweiten Platz unter fünf Bankdrückern. Nach gerade überstandener Lungenentzündung kam der Start für den Hammerstädter Franz Bendl in dieser Gewichtsklasse noch ein wenig zu früh. Auch die Anfangslast war mit 130 Kilo zu hoch gewählt. Er fiel ohne gültigen Versuch aus der Wertung.

Platz zwei unter vier Athleten der Altersklasse Ü50 (Gewicht bis 74 Kilo) ging an Alexander Riggle. Mit drei gültigen Versuchen von 105, 110 und 112,5 Kilo legte er einen optimalen Wettkampf hin. Sieger wurde Mike Grizibek vom KSV Zillbach mit 127,5 Kilo. Bronze ging an Frank Böhler vom TV Kempten mit 102,5 Kilo.

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