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Bayernliga

01.02.2019

VfL Günzburg zu Gast im Adlerhorst

Warum die SG Regensburg nicht wie ein typischer Aufsteiger spielt

Auf dem Papier ist das Gastspiel der Günzburger Handballer bei der SG Regensburg ein absolutes Mittelklasse-Duell. Der Gastgeber steht aktuell einen Platz hinter den Weinroten, am vergangenen Wochenende unterlag der Aufsteiger mit 20:25 beim immens heimstarken TSV Haunstetten. Doch der VfL weiß vor dem Spiel am Samstag um 17 Uhr, wie überraschend hoch dort die Trauben hängen.

Die SG um Trainer Kai-Uwe Pekrul dürfte, im Gegensatz zu Günzburg, mit der Runde bisher zufrieden sein. Das Team präsentierte sich nämlich als starker und technisch versierter Aufsteiger. Das Schicksal vieler Vorgänger, die in einer sehr robusten Liga erst einmal leichtgewichtiges Kanonenfutter sind, teilen sie nicht.

Die Adler (so nennen sie sich neuerdings, um das Image modern zu stärken) holen sich Jahr für Jahr punktuell Spieler aus der Region, aber auch aus dem Ausland. Jüngster Coup war Maximilian Lotter, ein hünenhafter Torwart, der, wie so viele andere, eine Erlangen-Vergangenheit hat. Bester SG-Spieler ist Marcel Elgeti, ein sehr schneller Rückraumlinks. Mit durchschnittlich 7,23 Treffern steht er in der Bayernliga-Torschützenliste auf Platz zwei. Nur der Friedberger Bomber Fabian Abstreiter erzielte bislang mehr Tore.

Taktisch verhalten sich die Regensburger anders als der Durchschnitt. Der normale Bayernliga-Trainer ist sehr systemtreu und wechselt selten die Spielstruktur. Nur leise wird an gegnerische Besonderheiten angepasst. Regensburg hingegen stellt manchmal arg um, um den gegnerischen Sportfreunden ungewohnte Nüsse zum Knacken zu geben. So überraschten sie im Hinspiel in Günzburg komplett mit dem „siebten Feldspieler“. Von Erfolg war das in diesem Fall nicht gekrönt. Am Ende eines temperamentvollen Bayernligaspieles gewann der VfL mit 30:28.

Ein Wiedersehen wird es mit den Wukas geben. Peter Wuka spielte zu Zweitligazeiten zusammen mit seinem damaligen Spezl und jetzigen Günzburger Abteilungsleiter Armin Spengler beim VfL. Wukas Sohn Tom verschlug es von Neuburg/Donau in eine ganz andere Richtung, eben nach Regensburg, wo er als Allrounder zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zum damals noch schnelleren Papa, kann man den Filius sogar in der Innenverteidigung bedenkenlos einsetzen.

Beim VfL Günzburg ist man mit dem Auftaktunentschieden gegen die SG DJK Rimpar II nicht unzufrieden. Die Franken sind auf jeder Position top besetzt und stehen zurecht so weit oben. Dass die Spieler wirklich alles gegeben hatten, merkte man beim Montagstraining, wo nur sehr dosiert trainiert werden konnte. Unsicher ist, ob Jakob Hermann nach einer Sprunggelenksverletzung die Reise nach Regensburg mit antreten kann.

Ein besonderes Schmarkerl hat sich der Verein für die Anhänger ausgedacht. Regensburg ist bekanntermaßen nicht nur die viertgrößte bayerische Stadt, Bischofs- und Universitätssitz, sondern auch wunderbar historisch gewachsen. Da gibt es für den Schwaben viel zu erkunden. Also hat die AH unter dem rührigen Walter Hirsch einen Bus mit Stadtführung organisiert. Den Abschluss des Ausflugs bildet dann das Bayernliga-Spiel. (zg)

Abfahrt für den Bus mit Stadtführung ist am Samstag um 11 Uhr an der Rebayhalle. Anmeldungen bitte an Walter Hirsch (w.hirsch-guenzburg@t-online.de).

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