Handball

06.12.2019

VfL geht auf Storchenjagd

Wird sich auch gegen Stadeln in die Zweikämpfe werfen: Alena Harder vom VfL Günzburg (rechts).
Bild: Ernst Mayer

Die Günzburger Handballerinnen empfangen die „Störche“ vom MTV Stadeln. Sie gehen als Favorit in die Partie. Doch der Gegner ist nicht zu unterschätzen

Für das Heimpublikum neigt sich am Wochenende ein erneut sehr erfolgreiches Günzburger Handballjahr dem Ende zu, wenn die Damen um 17.30 Uhr den MTV Stadeln empfangen. Es ist der letzte große Heimspieltag im Jahre 2019. Die Handballhochburg Günzburg präsentiert noch einmal kompakt wie nur an ganz wenigen Spielorten: samstags Bayernliga-Handball der Damen und Herren und am Sonntag A-Jugendbundesliga.

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Der Gegner der Frauen kommt aus einem Stadtteil der kreisfreien Stadt Fürth in Mittelfranken, vier Kilometer nördlich vom historischen Altstadtkern entfernt. Die Region um Nürnberg, Erlangen und Fürth ist Fußball-, vor allem aber auch Handballland. Und so verwundert es nicht, dass der MTV gleich drei Männermannschaften, zwei Damenteams und vielen Jugendmannschaften Handballspielbetrieb bietet. Aushängeschild sind die Damen, die am Samstag die Reise ins südbayerische Schwaben antreten. Stolz nennen sie sich die Störche, eine schöne Abwechslung zu den ganzen Adlern und Falken, die sonst immer so in den Hallen herumschwirren.

Stolz und erhaben werden sie in die Rebayhalle hereinschreiten, vermutlich in Schwarz und Weiß, wie der große Vogel, den wir von den heimischen Kirchtürmen gut kennen. Im Gegensatz zu den fleischfressenden Vögeln mit den langen Beinen und Schnäbeln, gehen die Stadelner Störche ausschließlich auf faire Punktejagd.

VfL geht auf Storchenjagd

Die Schützlinge von Trainer Carsten Peine sind mit 8:12 Punkten Neunter in der Bayernliga-Tabelle. HG Zirndorf und Haspo Bayreuth liegen nur knapp davor (10:10). Da fliegt der listige Storch bestimmt sehr motiviert an, kann er doch aus der Höhe in der Ferne den siebten Platz bereits gut sehen. Am vergangenen Wochenende waren die MTV-Damen wie der VfL spielfrei. Davor gelang gegen den TSV Winkelhaid ein 34:29-Sieg. Klingt locker, fast „vogelfrei“. Doch die Punkte waren alles andere als leicht zu erbeuten. 28:28 stand es in der 54. Minute. Erst in einem entschlossenen Zielflug gelang der doppelte Punkte-Fang. Die Jagd hatte sich gelohnt.

Der VfL Günzburg wartet als Vierter mit 14:6 Punkten. Von der Tabellensituation her gehen die Weinroten als Favorit in die Begegnung. „Doch das hilft überhaupt nicht“, wissen die Kees-Brüder. „Die Spielklasse bleibt eine immer noch neue Herausforderung.“ Überall lauern Gefahren, an der Würm waren es zu große „Wildkatzen“ und diesmal sind es nimmer punktesatte Störche.

Da muss man höllisch aufpassen, je nach Fressfeind immer genau die richtige Taktik ausrufen. Das haben sich die VfL-Damen fest vorgenommen. (zg)

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