Luftpistole-Bundesliga

29.10.2018

Waldkirch macht‘s spannend

Der Waldkircher Matthias Holderried (auf unserem Foto beglückwünscht ihn Trainerin Elfriede Weigelt) erzielte am ersten Wettkampftag satte 16 Ringe mehr als am zweiten. Beide Ergebnisse wirkten sich entscheidend auf das jeweilige Gesamtresultat des Bundesligisten aus.
Bild: Bernhard Weizenegger

Wie die Schwaben am Zeiten Wettkampftag abschneiden. Eine Olympiasiegerin bestreitet den Wettkampf ihres Lebens. Sie kommt bald nach Burgau.

Ein knapper Sieg und eine knappe Niederlage – so lautet die Bilanz des zweiten Wettkampftages in der Luftpistole-Bundesliga Süd für Edelweiß Waldkirch. Als Zweitplatzierter in der Zwölfer-Gruppe war der Verein in Altheim-Waldhausen gestartet, als Tabellenfünfter kehrte er aus Württemberg zurück.

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Die dicksten Schlagzeilen schrieb allerdings eine Schützin, die das am 10./11. November anstehende Bundesliga-Fest in Burgau bereichern wird. Olena Kostevych, 33-jährige Ukrainerin in Diensten der HSG München, erreichte beim Auftritt ihrer Mannschaft in Peiting ein sensationelles Ergebnis. Nach 40 Schuss standen für die Luftpistole-Olympiasiegerin von 2004 stolze 399 Ringe auf der Anzeigentafel. Das hat’s in der wirklich langen Geschichte des Schießsports auf Wettkampfebene noch nicht allzu oft gegeben.

Souverän auf den Spitzenpositionen

Zunächst freilich galt die Konzentration der Waldkircher ihrem eigenen Wettkampf. Erster Gegner in der Bogenhalle zu Altheim-Waldhausen war der SV Murrhardt-Karnsberg. Bei Waldkirchs Susanne Roß auf Position vier zeichnete es sich im Duell gegen Tobias Heider schon früh ab, dass sie verlieren würde. Am Ende unterlag Roß 369:376, allerdings war sie mit Kreislaufproblemen an den Stand gegangen. Auf den Spitzenpositionen zeigten sich die Waldkircher dagegen souverän. Auf der zwei gewann Alexander Kindig mit drei 98er-Serien und einem Endergebnis von 389:374. Dimitrije Grgic auf Position eins lag in der ersten Serie vier Ringe hinter seinem Gegner Leo Braun. Dann aber gelangen ihm zwei 98er-Serien und er gewann relativ deutlich 382:376. Spannend machten es die Brüder Matthias und Michael Holderried. Matthias Holderried lag in der ersten Serie mit seinem Gegner Wolfgang Renner gleichauf, in der zweiten erkämpfte er sich einen hauchdünnen Vorsprung von einem Ring. In der dritten Serie zog Holderried mit 99:92 davon, in der vierten glückten ihm starke 98 Ringe. So gewann er das Duell 384:373. Michael Holderried lag in den ersten beiden Serien knapp vor Dirk Ruiken, der sich allerdings im Anschluss knappe Vorteile erarbeitete. So musste Michael Holderried seinen Punkt am Ende abgeben (362:367). Der Wettkampf ging jedoch 3:2 an Waldkirch.

Waldkirch macht‘s spannend

Es folgte die Begegnung mit der SSG Dynamit Fürth. Susanne Roß lag nach dem Ende der dritten Serie noch knapp hinter Andreas Meixner. Bei den letzten zehn Schuss hängte sie ihn allerdings mit 91:86 ab. So holte sie mit 375:371 den ersten Punkt für Waldkirch. Alexander Kindig startete in das Duell gegen Claudia Verdicchio-Krause mit einer 99er-Serie. Auch danach zeigte er sich stark und gewann das Duell 383:370. In Dimitrije Grgics Duell gegen Sandra Reitz wechselte die Führung immer wieder hin und her. Am Ende musste sich die Nummer eins der LPone knapp geschlagen geben (379:381). Nah beieinander waren auch Fürths Kathrin Pfundstein und Matthias Holderried. In den letzten beiden Serien erwies sie sich allerdings als nervenstärker und gewann 373:368. Vielversprechend war die erste Serie von Waldkirchs Sebastian Kugelmann im Duell gegen Johann Walser. Nach einem Gleichstand bei je 94 Ringen musste er sich am Ende aber deutlich geschlagen geben (366:377). Damit stand die erste Saison-Niederlage der Waldkircher in den Büchern.

Trainerin Elfriede Weigelt bilanzierte nach den Auftritten gelassen: „Am Samstag haben wir gegen eine starke Mannschaft gewonnen, am Sonntag haben wir unglücklich verloren. Dimitrije Grgic und Matthias Holderried haben da jeweils einen schlechten Tag erwischt. Aber wir sind ein Team. Wir gewinnen und verlieren zusammen.“

35 Zehner in Folge

Mit gebannten Mienen und wachsendem Staunen verfolgten die Schützen in Altheim, wie andernorts Kostevych den Wettkampf ihres Lebens schoss. 35 Zehner in Folge gelangen ihr am Samstag im Duell mit Joao Costa (SGi Waldenburg). Das Idealresultat machte im 36. Schuss eine 9,8 zunichte. „Ein Rekord für die Ewigkeit“, kommentierte aus der Ferne der Trainer des Nord-Bundesligisten Kriftel, Detlef Glenz. Für Waldkirchs Manager Peter Weigelt war Kostevychs Ausbeute „der absolute Wahnsinn“.

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