Bayernliga

08.11.2019

Weiter, immer weiter

Spielt derzeit in beeindruckender Verfassung: Martina Jahn.
Bild: Ernst Mayer

Die Günzburgerinnen sind in Topform, die Haunstetterinnen in der Krise. Für beide Seiten ist das Ansporn

Ungewohnt früh topfit sein müssen die Bayernliga-Handballerinnen des VfL Günzburg, wenn sie am Samstag bei der Drittliga-Reserve des TSV Haunstetten antreten. Spielbeginn ist bereits um 13.30 Uhr. Was einem Aufsteiger selten genug widerfährt: Nach den bisherigen Saison-Eindrücken sind die Weinroten favorisiert.

Ganze zwei Punkte haben die Schützlinge von Nicole Bonnet auf der Habenseite. Am zurückliegenden Spieltag sollte der Negativtrend in Winkelhaid gestoppt werden. Doch auch dort setzte es nach großem Kampf eine 24:29-Niederlage. Beste Torschützinnen in Franken waren Franziska Hochmair (7) und Lara Girstenbrei (5).

Erfolgreiche Vereine wie der TSV Haunstetten haben auf ihrem Weg nach oben aber vor allem eines gelernt: Den Umgang mit schwierigen Phasen. Und so tun die VfL-Spielerinnen gut daran, in Haunstetten niemanden zu unterschätzen. TSV-Spielerinnen sind zu recht stolz auf ihre Farben, stellen sich der Aufgabe und jammern wegen ein paar Niederlagen nicht rum. Wieso auch? Die Runde geht noch lang.

Weiter, immer weiter

Dem VfL helfen am Samstag Respekt und die eigene Top-Form. 10:4 Punkte sind kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Das Video-Studium empfiehlt ein einfaches „Weiter so“. Fokussiert hinfahren, gut aufwärmen und dann losjagen – die Aufgabenbeschreibung ist deutlich einfacher als die Ausgangsposition der Gastgeberinnen.

Besonders interessiert dürfte die Familie Bosch zuschauen. Lea Bosch, die ihr Handball-Einmaleins beim VfL erlernte, studiert in Augsburg und spielt bei Haunstetten II. Auch ihre Schwester Sina schloss sich dem Verein an und geht für die dortige Bayernliga-A-Jugend erfolgreich auf Torejagd, während Bruder Luca für den VfL Günzburg in der C-Jugend-Bayernliga antritt.

Die Günzburger Trainer Peter und Jürgen Kees können auf den vollen Kader bauen. Seit einigen Wochen haben sie Life-Kinetik durch den Experten Thomas Buhl mit in den Wochenrhythmus eingebaut. Handball ist schließlich nicht nur eine knallharte körperliche Auseinandersetzung, sondern das Hirn muss mitspielen. Die Konzentration bei den VfL-Damen ist seither besonders hoch und die Fehlerquote umgekehrt erfreulich gering. (zg)

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