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Eishockey

26.09.2018

Wie der ESV Burgau sich auf die kommende Saison vorbereitet

Fünf der sieben Neuzugänge bei den Eisbären: (von links) Josef Bamsteiner, Mario Seifert, Danny Grünauer, Maximilian Merkle und David Zachar.
Bild: Ernst Mayer

Warum der ESV Burgau in dieser Landesliga-Runde sechs Wochen lang kein Heimspiel bestreitet – und wer dafür verantwortlich ist.

Nicht alles ist neu beim Eishockey-Landesligisten ESV Burgau. Doch auf einige Veränderungen müssen sich die Fans der Eisbären in der Spielzeit 18/19 einstellen. Schon beim ersten Testspiel gegen den EHC Königsbrunn trugen einige Zugänge das Eisbären-Trikot. Insgesamt stehen sieben neue Akteure im Kader.

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Den Verein verlassen haben Benjamin Arnold, der aus beruflichen Gründen nach Erfurt gezogen ist und dort für den EHC spielt, Daniel Zakalidis, der nach Iserlohn zurückkehrt und für die Westfalenelche Dortmund aufs Eis geht sowie David Hornak, der auf eigenen Wunsch zum EHC Kempten wechselte. Marco Ziegler, Florian Gebauer und Jannik Arnold sind aus beruflichen oder studienbedingten Gründen derzeit nicht aktiv.

ESV-Präsident Werner Gebauer und Trainer Stanislav Hlozek haben mit zahlreichen Kandidaten gesprochen. Bei den Neuverpflichtungen legten die ESV-Verantwortlichen neben den sportlichen Fähigkeiten großen Wert darauf, dass die Spieler menschlich ins Team passen. Schon bei den ersten Einheiten und auch im jüngsten Test gegen den EHC Königsbrunn hatte Gebauer den Eindruck, dass die Chemie innerhalb des Teams passt. „Die Jungs verstehen sich sehr gut. Ein Grund dafür ist, dass sich einige der Neuzugänge schon von ihren vergangenen Stationen kennen.“

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Gebauer geht davon aus, dass die Blöcke der Eisbären nahezu gleich stark sein werden. Auch die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern passt für den ESV-Funktionär sehr gut. In der vergangenen Spielzeit war der Kader laut Gebauer zu klein. In diese Spielzeit gehen die Burgauer mit 20 Feldspielern und drei Torhütern.

Das Saisonziel macht Gebauer unmissverständlich klar: „Wir wollen in die Aufstiegsrunde. Die Spiele um den Aufstieg gegen die drei Bayernliga-Teams wären sicher ein Höhepunkt.“

Geärgert hat sich der ESV-Vorsitzende über den Spielplan der Eisbären. Vom 2. November bis zum 16. Dezember müssen die Markgräfler sieben Mal in Folge auswärts antreten. Dann folgen binnen 20 Tagen fünf Heimspiele. „Dieser Spielplan ist ein Unding, das geht so von Verbandsseite eigentlich überhaupt nicht“, beschwert sich Gebauer. Doch Frank Butz, verantwortlicher Obmann des Bayerischen Eissport Verbandes (BEV), schiebt den Burgauern den Schwarzen Peter zu. „Für die Burgauer ist es sicher nicht optimal gelaufen. Aber bei einer Tagung wurden die Termine für die Landesligarunde gemeinsam mit den Vereinen abgestimmt. Spieltermine hätten auch unter den Vereinen gedreht werden können“, berichtet Butz. Der Funktionär räumt aber auch ein, dass es Probleme mit dem Computerprogramm gab und dass daher in einer Nacht- und Nebelaktion einen Tag vor der Termintagung eine neue Liste mit den Spielpaarungen erstellt werden musste.

Dass die Eisbären jetzt sieben Auswärtsspiele am Stück haben, liegt auch am Rückzug des EV Miesbach/Schliersee. Doch schon bevor die Oberbayern ihren Abgang bekannt gaben, waren den Eisbären von Verbandsseite sechs Auswärtspartien zugeteilt worden. Gebauer findet dann auch deutliche Worte gegenüber dem BEV: „Das ist sicher nicht unsere Schuld. Der Verband hat auch eine Fürsorgepflicht gegenüber den Vereinen und kann so einen Spielplan eigentlich nicht zulassen.“

Doch alles Zetern hilft nichts. Am 14. Oktober wird es Ernst. Dann steht für die Eisbären das erste Punktspiel an. Zu Gast in der Eishalle beim Gsundbrunnenbad ist dann der ESV Buchloe. Die Unterallgäuer waren jahrelang Weggefährten der Markgräfler in den verschiedensten Ligen. Doch vor zehn Jahren trennten sich die Wege von Buchloern und Burgauer Puckjägern. Die Buchloer stiegen in die Bayernliga auf und mussten erst nach der vergangenen Saison wieder in die Landesliga absteigen.

Die Buchloe Pirates sind aber für Gebauer nicht der Topfavorit. Dazu zählt der Eishockey-Kenner den ESC Kempten und den VfE Ulm/Neu-Ulm. „Beide haben sich massiv verstärkt“, weiß der Burgauer Eishockey-Chef.

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