Landesliga

08.12.2018

Wie schwer wiegt sein Ausfall?

Mit gebrochenem Finger spielte Mathias Waldmann (rechts) gegen Ottobeuren. Jetzt fällt er für den Rest der Hinrunde aus.
Bild: Ernst Mayer

Ohne Mathias Waldmann fährt Raunau zum Tabellenvierten

Die Handballer des TSV Niederraunau sind am Samstag um 18 Uhr in Simbach am Inn zu Gast. Das Landesliga-Auswärtsspiel in Niederbayern ist für den TSV traditionell die weiteste Reise. Nach dem Heimerfolg gegen den TSV Ottobeuren freuen sich die Spieler schon auf die nächste Herausforderung. Da schreckt natürlich auch die lange Fahrt nicht ab.

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„Männer, das war eine richtig gute Leistung!“ Dieses Lob des ehrgeizigen Niederraunauer Trainers Udo Mesch hatten sich die Spieler am vergangenen Wochenende redlich verdient. Sowohl spielerisch als auch kämpferisch konnten die Raunauer Jungs gegen Ottobeuren überzeugen. Aus einer aggressiven Abwehr heraus konnten die Blau-Weißen viele schnelle und einfache Tore erzielen. Ebenfalls positiv: Im Angriff wurden alle Spieler in die flüssigen Kombinationen eingebunden. Dies spiegelt sich auch in der ausgeglichenen Verteilung der Tore wieder.

Ein großer Wermutstropfen ist natürlich die Verletzung von Führungsspieler Mathias Waldmann. Wie berichtet, biss der Routinier gegen Ottobeuren trotz mehrerer Brüche im kleinen Finger auf die Zähne, spielte weiter und erzielte überragende neun Tore. In den verbleibenden Spielen der Hinrunde wird er nun allerdings fehlen. Noch länger ausfallen wird Ferit Celik. Der Pechvogel der aktuellen Spielzeit wurde vergangene Woche am Knie operiert. Der beschädigte Meniskus konnte genäht werden. Durch diese Behandlungsmethode besteht große Hoffnung auf eine vollständige und nachhaltige Heilung. Sie bedeutet aber auch rund drei Monate Pause für Celik. Ob es für ein Comeback in dieser Saison reicht, ist daher ungewiss.

Wie schwer wiegt sein Ausfall?

Die Ausfälle spielen dem kommenden Gegner des TSV natürlich in die Karten. Die Simbacher sind sehr stark in die Saison gestartet und stehen mit 17:5 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Traditionell verstärken die Simbacher ihren in der Breite qualitativ guten Kader mit dem einen oder anderen Kracher aus Osteuropa. In diesem Jahr ist hier Sanel Merdanovic zu nennen. Der flexible Rückraumspieler mit Profi-Erfahrung glänzt nicht nur als bester Torschütze (im Schnitt 5,8 Tore pro Spiel). Auch das Zusammenspiel mit Kapitän Fabian Schwibach (4,3 Tore pro Spiel) am Kreis funktioniert bestens. Insbesondere diese Achse gilt es für die Raunauer zu stoppen. Im jüngsten Spiel des TSV Simbach gegen die SpVgg Altenerding konnte außerdem Martin Kavka mit sieben Toren auf sich aufmerksam machen.

Für die verbleibenden Raunauer Spieler heißt es daher, noch enger zusammenzurücken und die Ausfälle im Kollektiv zu kompensieren. Wie schon gegen Ottobeuren gilt laut Kapitän Michael Thalhofer: „An einem sehr guten Tag können wir jeden Gegner schlagen.“ (zg)

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