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Relegation zur Bezirksliga

22.05.2018

Ziemetshausen unterstreicht den Klassenunterschied

Im ersten Relegationsspiel einer der Besten bei Ziemetshausen: Nikolai Miller (rechts).
Bild: Ernst Mayer (Archiv)

Warum der Erfolg gegen den Kreisliga-Vizemeister Legau eigentlich nie in Gefahr gerät.

Der TSV Ziemetshausen darf weiter auf eine sportliche Zukunft in der Fußball-Bezirksliga Süd hoffen. Im ersten Relegationsspiel schlug die Elf von Trainer Rainer Amann am Dienstagabend (22. Mai 2018) den Vizemeister der Kreisliga Allgäu Mitte, TSV Legau, 2:0 (1:0). Ziemetshausen trifft nun am Dienstag, 29. Mai, im zweiten, entscheidenden Spiel auf den Sieger der heute ab 18.15 Uhr in Westerheim anstehenden Begegnung FC Türk Spor Kempten – TSV Dinkelscherben.

In Sachen Tempo, Spielanlage und Zahl der Möglichkeiten war Ziemetshausen vor 600 Zuschauern auf dem Sportplatz in Egg an der Günz von Beginn an überlegen. Die erste Gelegenheit gab’s gleich im Doppel. Michael Klimm schoss aus 20 Metern einen Verteidiger an, der Ball kam zu Tobias Hillenbrand und dessen Versuch aus 16 Metern wurde zur Ecke abgefälscht (6.). Kurz danach spielte Nikolai Miller zwei Legauer aus, schoss dann aber knapp vorbei.

Ohnehin war Miller auf der rechten offensiven Seite der Ziemetshauser an beinahe jeder guten Aktion beteiligt. So auch am bis dahin dicksten Ding: Nach gekonntem Dribbling schloss er gut ab, der Ball zischte aber um Haaresbreite am Tor vorbei (23.). Kurz danach glückte dann aber der überfällige Führungstreffer. Miller flankte präzise nach innen, Thomas Pietsch köpfte den Ball an den Querbalken und den Abpraller verwertete der dicht vor dem Tor lauernde Daniel Bobitiu unbedrängt (27.).

Legau präsentierte seine Qualitäten erstmals gegen Ende des ersten Durchgangs. Kaum schaltete Ziemetshausen, den Vorsprung im Rücken, einen Hauch zurück, waren die Allgäuer Angreifer voll da. Zunächst kam Tobias Rief fünf Meter vor dem Kasten zum Kopfball und scheiterte an Alexander Leisenberger im Tor (40.), dann zog Marco Faller aus 16 Metern sehenswert ab und der Ziemetshauser Schlussmann klärte nach schöner Flugeinlage (45.+1). Es blieb übrigens die einzige nennenswerte Aktion von Faller, denn der Ziemetshauser Rechtsverteidiger Alexander Zott hatte die schärfste offensive Waffe des Kreisligisten voll im Griff. Und so lobte Innenverteidiger Stefan Endres nach der Partie völlig zu Recht: „Zwei Spieler waren aus meiner Sicht überragend – Miller und Zott.“ Es ehrt den Innenverteidiger, dass er sich selbst in dieser Aufzählung „vergaß“. Zusammen mit seinem zentralen Kollegen Florian Klimm nämlich kontrollierte Endres die Lage, wann immer es machbar war – ein wichtiger Baustein zum letztlich nie ernsthaft gefährdeten Erfolg der Amann-Elf.

Die trat nach dem Seitenwechsel wieder wacher auf und erspielte sich weitere Gelegenheiten, die Sache zu entscheiden. Erst verschoss Pietsch nach Vorlage von Michael Klimm aus allerdings spitzem Winkel, dann zwang Bobitiu Torhüter Julian Waizenegger im immer stärker werdenden Regen zur Glanztat, schließlich prüfte erneut Pietsch den Schlussmann mit einem tollen Aufsetzer. Kommentar Endres: „Wir haben es uns selber schwer gemacht, weil wir nicht früher das zweite Tor erzielt haben.“ Es fiel dann doch noch: Miller bediente bei einem Konter den mitgelaufenen Michael Klimm mit einem Querpass und der schoss eiskalt ein (88.).

Die Freude über den Erfolg fiel etwas verhalten aus. Noch ist der Klassenerhalt ja nicht gesichert und Amann sprach auch gleich an, was ihm nicht gefallen hatte: „Es war das übliche Spiel von uns. Wir haben den Sack wieder mal nicht rechtzeitig zu gemacht. Deshalb müssen wir immer wieder riesigen Aufwand betrieben, um so ein Spiel durchzubringen.“

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