Die Videoanalyse des Gegners dürfte für den ESV Burgau in dieser Woche kürzer ausgefallen sein als normalerweise. Am Freitag und am Sonntag treffen die Eisbären nämlich auf denselben Gegner, gegen den ESV Buchloe steht in der Abstiegsrunde der Eishockey-Bayernliga ein Doppelspieltag an. Und der könnte bereits vorentscheidend werden.
Schon nach den ersten beiden Spielen der Abstiegsrunde finden sich die Burgauer in ihrer Gruppe tabellarisch dort wieder, wo sie bereits während der regulären Saison meist standen: auf dem letzten Platz. Die 2:5-Niederlage gegen die favorisierten Devils Ulm/Neu-Ulm war dabei noch verkraftbar. Schmerzhaft dürfte hingegen das klare 2:5 gegen den EC Pfaffenhofen gewesen sein. Mit Blick auf den starken Saisonendspurt der Eisbären im Januar kam dieses deutliche Ergebnis durchaus überraschend. Zu viele Fehler kosteten in der Partie wichtige Punkte.
Schwierige Ausgangslage: ESV Burgau muss doppelt punkten
Ein Blick auf die Tabelle der Burgauer Abstiegsrundengruppe zeigt nun, dass die Devils aus der Doppelstadt optimale sechs Punkte auf dem Konto haben, dahinter rangieren Buchloe und Pfaffenhofen mit jeweils drei und die Markgrafen mit null Zählern. Damit ist die Ausgangslage vor den Spielen am Freitagabend, 20 Uhr, in Buchloe und am Sonntag, 18.30 Uhr, in heimischer Halle für die Eisbären so einfach wie klar. Burgau muss gegen die Pirates aus dem Allgäu doppelt punkten, um den letzten beiden Tabellenplätzen der Gruppe und damit den Playdowns noch aus eigener Kraft entgehen zu können. Bei zwei Niederlagen gegen Buchloe wären den Eisbären die Playdowns hingegen bereits vorzeitig sicher. Mit einem Sieg am Wochenende müsste Burgau in den zwei folgenden Spielen doppelt gewinnen und gleichzeitig auf günstige Ergebnisse in den Parallelspielen hoffen.
Da diese Abhängigkeit von Konkurrenten im Sport nie angenehm ist, gilt es für Burgau nun, alles in die Waagschale zu werfen. Dass ein Sieg gegen Buchloe durchaus möglich ist, hat die Mannschaft dabei erst vor knapp einem Monat bewiesen. Nach einer klaren 3:9-Heimniederlage in der Hinrunde folgte am 9. Januar auswärts ein 3:2-Erfolg. Damals zeigten die Eisbären phasenweise eine der besten Leistungen der gesamten regulären Saison, erarbeiteten sich früh viele Chancen und führten schon nach 13 Minuten mit 3:0. Nach zwei Gegentoren im Mitteldrittel musste die Mannschaft in der Schlussphase zwar noch etwas zittern, überstand die Nervenschlacht dank einer überragenden Torwartleistung von Philipp Schnierstein allerdings unbeschadet.
Buchloe-Trainer beschreibt Burgau als unangenehmen Gegner
Im Allgäu scheint dieses Ergebnis noch nachzuwirken. Als Gegner, der „richtig unangenehm zu spielen ist“, beschreibt Buchloe-Trainer Dominic Weis die Burgauer auf der Pirates -Internetseite. Auf dem Eis wird ein besonderes Augenmerk der Markgrafen-Defensive abermals auf Adriano Carciola liegen. Und das nicht nur, weil es sich bei ihm um den jüngeren Bruder des eigenen Trainers Fabio Carciola handelt. Der Angreifer der Pirates ist mit 14 Toren und 14 Assists der Topscorer seiner Mannschaft und steuerte unter anderem beim wichtigen 4:1-Sieg über Pfaffenhofen zum Auftakt der Abstiegsrunde eine Torvorlage bei.
Zum Auswärtsspiel am heutigen Freitag bietet der ESV Burgau wieder einen Fanbus an. Die Fahrt kostet pro Person 20 Euro, der Treffpunkt ist das Eisstadion Burgau um 17.15 Uhr. Eine Anmeldung ist per Mail an fanbus@eisbaeren-burgau.de, telefonisch unter der Nummer 08225/309910 oder online über www.dirr-reisen.de/tagesfahrten möglich. Für Fans, die auswärts nicht dabei sein können, gibt es über den Anbieter Sprade TV zudem einen kostenpflichtigen Stream des Spiels.
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