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Eishockey-Bayernliga: Burgau verliert auch das letzte Spiel der Abstiegsrunde und muss in den Playdowns nach Waldkraiburg

Eishockey

Niederlage gegen Devils Ulm/Neu-Ulm: Burgaus altbekannte Probleme

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    David Ballner (schwarzes Trikot) erzielte gegen Ulm/Neu-Ulm zwei Tore. Trotzdem unterlag sein Team schlussendlich mit 4:6.
    David Ballner (schwarzes Trikot) erzielte gegen Ulm/Neu-Ulm zwei Tore. Trotzdem unterlag sein Team schlussendlich mit 4:6. Foto: Ernst Mayer

    Theoretisch hätte man sich das Duell zwischen dem ESV Burgau und den Devils Ulm/Neu-Ulm am Sonntagabend auch sparen können. Was auf den ersten Blick hart klingt, drückt die knallharte Realität der Eisbären in der Eishockey-Bayernliga aus. Während die Gäste aus der Doppelstadt den Klassenerhalt schon sicher hatten, stand der ESV in der Abstiegsrunde bereits vor dem Duell als Tabellenschlusslicht der Gruppe B fest. Das Derby hatte für die Burgauer daher höchstens noch den Zweck, etwas Selbstvertrauen für die entscheidenden Playdowns zu sammeln. Doch auch das gelang nicht: Trotz einer doppelten Führung unterlag der ESV vor 871 Zuschauerinnen und Zuschauern schlussendlich knapp mit 4:6.

    Im Tor starteten die Burgauer mit Gustavs Samitis. Bei den Gästen gab der 20-jährige Nikita Manuilov sein Debüt zwischen den Pfosten. Auch wenn er seine Sache insgesamt ordentlich machte, musste er in der siebten Minute erstmals hinter sich greifen. Die Eisbären schalteten aus der eigenen Defensive gut um und David Zacher brachte die Scheibe von der rechten Seite halbhoch vor das Tor, wo David Ballner direkt abzog und damit auf 1:0 stellte. Doch wie schon so häufig in dieser Saison hielt die Burgauer Führung nur kurz. Eine Minute nach dem Treffer geriet der ESV in Unterzahl und schaffte es anschließend nur knapp 30 Sekunden lang, das eigene Tor sauberzuhalten, ehe Jakub Bernad zum 1:1 traf (9.). Im weiteren Verlauf des ersten Drittels kamen beide Mannschaften dann noch je einmal ins Powerplay, bis zur Drittelpause fiel allerdings kein weiterer Treffer.

    Burgaus Führungen halten nur kurz: „Das ist leider in den letzten Wochen unser Manko“

    Stattdessen machte es Mikko-Matti Paakkola in der 26. Minute besser, als er den Puck in Überzahl mit einem satten Abschluss zwischen den Beinen von Manuilov hindurch in das Tor feuerte. Doch auch dieses Mal leuchtete die Führung nur knapp 90 Sekunden von der Anzeigetafel, ehe Bernad, ebenfalls in Überzahl, auf 2:2 stellte (27.). Und es kam aus Sicht der Eisbären sogar noch schlimmer. Nach einer halben Stunde musste Peter Ceslik wegen eines Ellenbogenchecks auf die Strafbank. Dem Powerplay der Gäste hielt Burgau zwar 110 Sekunden stand, doch eine Unterzahlsituation dauert nun mal 120 Sekunden. Und so zappelte der Abschluss von Ludwig Danzer in der 32. Minute zum 2:3 im Burgauer Netz. „Das ist leider in den letzten Wochen unser Manko. Wir haben viele Chancen, aber schießen keine Tore“, ärgerte sich ESV-Coach Fabio Carciola nach dem Abpfiff auf der Pressekonferenz. „Im Gegenzug kriegen wir dann ein Gegentor oder ziehen unnötige Strafen. Das ist viel zu viel momentan“, so sein Fazit.

    Den Schlusspunkt des Mitteldrittels setzten wieder die Hausherren, mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend stellte Ballner auf 3:3 (36.). Dieses Ergebnis hielt bis weit in die Schlussphase, doch zum Ende der Partie drehten die Devils noch einmal auf. Zunächst brachte Kapitän Bohumil Slavicek sein Team in Front (49.), drei Minuten später erhöhte Julian Tischendorf auf 5:3 (52.) und weitere drei Minuten danach sorgte Dominik Synek mit dem 3:6 (55.) endgültig für klare Verhältnisse. Den Schlusspunkt setzte Maximilian Arnawa mit dem 4:6 in der 56. Minute, dieses Tor blieb allerdings nur Ergebniskosmetik. Während die Ulmer zum Saisonabschluss mit ihren 150 mitgereisten Fans den Gruppensieg in der Abstiegsrunde feiern konnten, geht der Blick beim ESV in Richtung Playdowns. Dort wartet im Halbfinale ab Freitag in der best-of-five-Serie der EHC Waldkraiburg. Die Löwen aus Oberbayern hatten lange Zeit wenig mit dem Abstieg zu tun und beendeten die reguläre Saison auf Tabellenplatz acht. Durch Niederlagen in den pre-Playoffs und der Abstiegsrunde rutschten sie zuletzt aber doch noch mitten in den Abstiegsstrudel.

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