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Erste Niederlage nach vier Siegen in der Handball-Regionalliga: VfL Günzburg unterliegt München-Allach

Handball

Nach vier Siegen in Serie: VfL-Höhenflug findet ein Ende

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    Der VfL Günzburg, hier am Ball Torjäger Daniel Jäger, verlor am Wochenende erstmals seit Anfang Dezember wieder ein Regionalliga-Spiel.
    Der VfL Günzburg, hier am Ball Torjäger Daniel Jäger, verlor am Wochenende erstmals seit Anfang Dezember wieder ein Regionalliga-Spiel. Foto: Ernst Mayer

    Beim VfL Günzburg passten Ergebnisse und Leistung in den vergangenen Wochen nicht ganz zusammen. Zwar gewannen die Weinroten die ersten drei Spiele des neuen Jahres, allerdings konnten sie in den Partien jeweils nicht mehr an die spielerische Klasse des vergangenen Jahres anknüpfen. Am vergangenen Samstag wurden die Günzburger dann auch ergebnistechnisch entzaubert: Mit 29:31 (12:17) verlor das Team sein Heimspiel in der Handball-Regionalliga gegen den TSV München-Allach.

    Schon die vergangenen drei Spiele gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel hätten gehörig schiefgehen können. Lediglich das nötige Spielglück führte dazu, dass die Günzburger stolz auf ihre Serie von insgesamt vier Erfolgen hintereinander zurückblicken konnten. Dieses Glück verließ den VfL am Samstag. Dabei begann die Partie ganz nach den, weinroten Wunschvorstellungen. David Pfetsch und Nicolai Jensen erzielten die ersten Führungen zum 1:0 und 2:1. Nach dem 2:2 durch den Münchner Spielertrainer Philipp Batzer verwarf Gabriel Scholz den ersten von insgesamt fünf VfL-Siebenmetern.

    Allach-Torwart bringt Günzburg zum Verzweifeln

    Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch keiner der zahlreichen Zuschauer in der Günzburger Rebayhalle, dass sich bei dieser Aktion mit dem Allacher Keeper erstmals der beste Spieler der Partie auszeichnen konnte. Bereits wenige Minuten später war er mit seinen Paraden dann omnipräsent auf dem Feld, entschärfte reihenweise klarste Torgelegenheiten und machte sich damit auch merklich in den Köpfen der VfL-Akteure breit. Schon beim 6:6 mussten die Günzburger allein wegen dieser starken Torwartleistung eine ungewohnt frühe Auszeit nehmen.

    Trainer Stephan Hofmeister (grauer Pullover) versuchte in Auszeiten immer wieder, sein Team zurück in die Erfolgsspur zu bringen
    Trainer Stephan Hofmeister (grauer Pullover) versuchte in Auszeiten immer wieder, sein Team zurück in die Erfolgsspur zu bringen Foto: Ernst Mayer

    Doch auch diese Maßnahme half nicht. Im Gegenteil: Der TSV enteilte, gestützt auf die starke Torwartleistung, bis auf 6:10. Geplatzt war die Günzburger Seifenblase vom gemütlichen Handballabend vor 500 wohlwollenden Handballfreunden. Ungemütlich war es in der eigenen Handballstube geworden. Doch die Allacher scherten sich nicht um das Handballglück des VfL, der sich mit einem Erfolg in der Regionalliga-Spitzengruppe hätte festsetzen können. Obwohl der Gegner aus Oberbayern in der ersten Halbzeit beständig zwei Spieler zwischen Angriff und Abwehr wechselte, blieben auch die VfL-Gegenstöße nur ein laues Lüftchen. Nichts war mehr zu sehen vom Günzburger Handballsturm des Jahres 2025. Die mentale Abwärtsspirale fand nach 30 Minuten bei einem deutlichen 12:17-Halbzeitstand ihren zwischenzeitlichen Höhepunkt.

    VfL-Defensive agiert zu harmlos

    Im zweiten Durchgang wechselten die Hausherren ihren Torwart. Julian Lohner parierte nun auch ein paar völlig freie gegnerische Abschlüsse. Auch die Abwehr wurde umgestellt, doch die nötige Gegenwehr fehlte. Keine einzige Verwarnung und keine Zeitstrafe sprechen eine deutliche Sprache. So gewinnt man einen Friedenspreis, zwei Punkte gibt es dafür im Männerhandball aber nicht. Im weiteren Spielverlauf ließen die Gäste dennoch etwas nach, während der VfL in der Offensive wieder in Gang kam. Die Abwehr verrichtete hingegen weiter friedvolle Schwerstarbeit. Mit ein paar entschlossenen Stoppfouls wäre es deutlich einfacher geworden. In der 51. Minute gelang Daniel Jäger trotzdem der 25:25-Ausgleich, kurz darauf erzielte David Pfetsch das 26:26.

    Manch Zuschauer hoffte nun erneut auf das, aus den vergangenen Wochen gewohnte, glückliche Günzburger Ende. Doch in dieser entscheidenden Phase stand Fortuna den tapfer kämpfenden Münchnern zur Seite. Manches Mal hatte die Günzburger Abwehr im letzten Moment doch noch Pech oder ein eigener Wurf landete am Innenpfosten. So ging der TSV wieder in Führung und brachte am Ende einen verdienten 29:31-Auswärtserfolg über die Zeit. (AZ)

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