Der Name Frieder Bandlow dürfte dem ein oder anderen Handballfan im Landkreis Günzburg noch ein Begriff sein. Bis 2020 spielte er beim VfL Günzburg, ehe er sein Handballglück außerhalb Schwabens suchte. Zur kommenden Saison wird Bandlow in der 1. Handball-Bundesliga für den HC Erlangen auflaufen.
Bandlow repräsentiert den „Günzburger Weg“
Geht es um die Handball-Abteilung des VfL Günzburg, fällt in der Regel schnell auch der Ausdruck des „Günzburger Wegs“. Der Verein ist merklich stolz auf das selbst auferlegte Konzept, Handball-Talente aus der Region zu finden und diese auszubilden. Rückraumspieler Bandlow ist ein Musterbeispiel für dieses Konzept. Der heute 24-Jährige machte seine ersten Schritte im Handball bei den Günzburger Bambinis und durchlief anschließend alle VfL-Jugendmannschaften. Bereits als A-Jugendlicher rückte er dann in die erste Herrenmannschaft auf und wurde auch dort direkt zu einer wichtigen Stütze. Als einer der besten Torschützen in der gesamten Bayernliga führte er Günzburg im Sommer 2020 zum Aufstieg in die 3. Liga.
Allerdings lief Bandlow mit dem VfL nicht in der 3. Liga auf, sondern wechselte zur Saison 2020/21 zum TV Großwallstadt in die 2. Bundesliga. Bei dem Team aus Unterfranken spielte er vier Jahre, ehe ihn der niedersächsische Ligakonkurrent HSG Nordhorn-Lingen ab der Spielzeit 2024/25 unter Vertrag nahm. Bei dem Verein aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland machte Bandlow den nächsten Entwicklungsschritt und gehört aktuell zu den besten Torschützen seiner Spielklasse.
Nach insgesamt sechs Jahren in der zweiten Liga spielt Bandlow ab der kommenden Saison erstklassig. An seinen neuen Verein aus Erlangen dürfte er übrigens äußerst positive Erinnerungen haben: Im DHB-Pokal traf Bandlow Ende September 2025 mit Nordhorn-Lingen auf die Erlanger und sorgte mit elf Treffern dafür, dass die HSG seinen künftigen Arbeitgeber aus dem Wettbewerb warf.
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