Mit einem überzeugenden 30:39 (12:21) kehrte Handball-Regionalligist VfL Günzburg von der weiten Reise aus Coburg zurück. Während der gesamten Trainingswoche war deutlich zu spüren, dass nach der unnötigen Heimniederlage gegen den TSV Allach Wiedergutmachung das Ziel war. Das gelang dank einer überragenden ersten Halbzeit eindrucksvoll. Schon im Vorfeld wurde einiges getan. Das Trainingspensum wurde von den Feierabendprofis um eine Einheit pro Woche erhöht.
VfL Günzburg mit starker erster Halbzeit in Coburg
Schwierig war, dass mit Noah Heisch und Leo Spengler gleich beide geschulten Rechtsaußen fehlten. Das fiel an diesem Tag dank einer sehr geschlossenen Teamleistung allerdings nicht einmal auf. Die Coburger Reserve trat wie in den letzten Wochen mit einer sehr jungen Mannschaft an. Aus dem Hinspiel fehlten mit Matteo Menges und Mark Lilienfelds zwei Ausnahmekönner, dennoch erzielten sie durch den siebenfachen Torschützen Leonards Valkovskis das 1:0 und durch ihren Rechtsaußen Georgi Blahodir – er sollte insgesamt sechs Treffer markieren – das 2:1. Mit entschlossener Abwehr und schnellem Umschaltspiel übernahmen die Weinroten mehr und mehr das Heft des Handelns: Nach dem 6:7 durch Valentyn Yaroschenko zündete der VfL den Turbo. Besonders David Pfetsch zeigte Saisonbestleistung. Ihm gelang ein astreiner Hattrick.
39 Tore beim Auswärtssieg – VfL Günzburg weiter auf Erfolgskurs
Nach 15 Minuten stand es 6:10. Bis zur 17. Minute erzielte der schnelle VfL-Linksaußen allein sieben Treffer. Die muntere Torejagd wollte zur Freude von Trainer Sandor Jooß gar nicht mehr aufhören. Nach dem 9:13 zog der VfL auf 9:17 davon. Das war an diesem Tag die Vorentscheidung. Die Franken hatten früh auf den sogenannten „Siebten Feldspieler“ umgestellt, anfangs zweimal mit dem gewünschten eigenen Torerfolg, danach ging der Schuss komplett nach hinten los. Allein Torwart Julian Lohner, eigentlich nicht für seine Wurfgefahr bekannt, erzielte drei Treffer aus der Ferne. Beim 12:21 durch die Abwehrmaschine Beni Telalovic wurde gewechselt.
In der zweiten Halbzeit wurde die Begegnung ausgeglichener. Beim 21:32 in der 48. Minute war der höchste Torabstand hergestellt. Beide Teams spielten nur noch „herunter“. Das 30:39-Endergebnis entsprach den gezeigten Leistungen an diesem Tag. Der VfL Günzburg darf mit 24:8 Punkten und einem tollen vierten Platz zufrieden auf die Tabelle blicken und ist nun vierzehn Tage spielfrei. Das Trainingspensum bleibt um eine Einheit erhöht, ein Freundschaftsspiel ist geplant, um die Form zu halten. Danach freut sich die Mannschaft um Kapitän Nico Jensen auf die Regensburger Adler, die ganz oben an der Tabellenspitze kreisen. Der VfL Günzburg rechnet mit einer rappelvollen Halle. (AZ)
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