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Weißenhorn

25.06.2020

23-Jähriger startet Petition für Neubaugebiet "Kapellenäcker II"

Der Weißenhorner Manuel Korn kann nicht verstehen, warum diese Fläche im Osten Weißenhorns vorerst nicht zum Baugebiet wird.
Bild: Archivfoto Alexander Kaya

Plus Manuel Korn klagt über die Wohnungsnot in Weißenhorn und fordert eine Bebauung des Gebiets im Osten der Stadt.

Der Ärger ist Manuel Korn am Telefon deutlich anzuhören. Der junge Mann aus Weißenhorn ist richtig sauer auf den städtischen Bauausschuss. Genauer gesagt ist er sauer auf die Stadträte, die in der jüngsten Sitzung gegen die Schaffung von 16 Bauplätzen im Gebiet „Kapellenäcker II“ im Osten Weißenhorns gestimmt haben. Aus unserer Zeitung hat Korn von dem Beschluss gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans erfahren (lesen Sie dazu: Stadträte sagen erneut Nein zu Neubaugebiet am Waldrand).

Es war bereits das zweite Mal, dass die Stadträte den Vorschlag der Stadtverwaltung abgelehnt haben. Das kann Manuel Korn überhaupt nicht verstehen. Er beklagt sich über die Wohnungsnot in Weißenhorn, teure Mieten und fehlende Bauplätze. Deshalb hat der 23-Jährige auf der Internetseite openpetition.de eine Petition gestartet. Er fordert, dass das Gebiet nahe der Vierzehn-Nothelfer-Kapelle entgegen dem Beschluss der Räte nun endlich bebaut wird. Wenn innerhalb von acht Wochen 350 Menschen die Petition unterzeichnen, dann will Korn diese Bürgermeister Wolfgang Fendt vorlegen. Am Mittwochmittag hatte die Petition bereits 49 Unterstützer.

Seine 50-Quadratmeter-Wohnung in Weißenhorn kostet fast 1000 Euro Miete

Korn und seine Partnerin suchen selbst seit einiger Zeit nach einem passenden Baugrundstück in der Fuggerstadt. „Wir leben in einer 50-Quadratmeter-Wohnung und zahlen fast 1000 Euro Miete“, sagt er. „Und wir haben auch vor, einmal Kinder zu haben.“ So wie dem Paar gehe es auch vielen anderen jungen Familien, sagt Korn. Bezahlbare Grundstücke seien in Weißenhorn praktisch nicht zu bekommen. „Sobald etwas angeboten wird, kommen gleich 50 Bewerbungen drauf“, sagt Korn. Das nerve viele Familien.

23-Jähriger startet Petition für Neubaugebiet "Kapellenäcker II"

Auf dem Grundstück am Waldrand ließen sich in absehbarer Zeit 16 Bauplätze erschließen. „Die Leute brauchen jetzt freie Grundstücke und nicht in 20 Jahren“, betont Korn. Die Argumente, die die Stadträte gegen die Aufstellung des Bebauungsplans genannt hatten, bezeichnet er als „schwachsinnig“. So war im Bauausschuss von einem „Sahnestück“ die Rede, das die Mehrheit nicht opfern wollte. Zudem wurde bemängelt, dass durch neue Häuser an der Stelle die schöne Sicht auf die Stadt verbaut würde. Korn ist der Ansicht: Die Stadt, also der Steuerzahler, hat das Grundstück für 750.000 Euro gekauft, um ein Baugebiet daraus zu machen. Das sollte jetzt passieren. Wie berichtet, hatte auch der Bürgermeister für eine Bebauung plädiert. Korn sagt, er wolle Wolfgang Fendt mit der Petition nicht unter Druck setzen, sondern ihn unterstützen.

Einen Artikel über den früheren Beschluss zu dem Baugebiet lesen Sie hier: Baugebiet am Waldrand ist gestrichen

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