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Ausstellung

20.08.2012

400 Schachbretter, 12000 Figuren

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3 Bilder
Auf diesem Bild aus der Manessischen Handschrift ist ein Schachbrett zu sehen.

Sammlung der Brüder Werner und Roland Rupp ab Dienstag im Hochschulschloss zu sehen

Illertissen Zwei renommierte Schweizer Sammler, die Brüder Werner und Roland Rupp aus Luzern, waren am Samstag zusammen mit Mitgliedern der Schachabteilung des SV Jedesheim damit beschäftigt, in den Stockwerken des Hinteren Schlosses die eindrucksvolle Ausstellung „World of Chess“ aufzubauen. In ihr präsentieren die Brüder Rupp einen Teil ihrer riesigen Sammlungen von Schachfiguren aus aller Welt und von Briefmarken zum Thema Schach aus vielen Ländern der Erde.

„Vor dreißig Jahren haben wir noch wenig über Schach gewusst, aber als 1982 in Luzern die Schacholympiade stattfand, die mein Vater als Präsident des Innerschweizer Schachverbands organisierte, da war das für uns das erste Rendezvous mit Schach“, erzählt Werner Rupp. „Und fortan hat uns die Faszination, die das Spiel ausübt, ununterbrochen begleitet. Schach ist ja auch ein Stück Kultur.“

5000 Schachbriefmarken aus rund 150 Ländern

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Werner Rupp begann, sich eine Sammlung von Briefmarken aufzubauen, 5000 Schachbriefmarken aus rund 150 Ländern sind inzwischen zusammengekommen, dazu etwa 10 000 Ersttagsbriefe mit Schachmarken, -stempeln oder Erinnerungen an Meisterschaften, Olympiaden und so weiter. Dazu gehören auch Briefmarken von Gemälden mit Schachfiguren wie etwa eines Bildes aus der Manessischen Handschrift.

„Allein mit Marken von und mit Bobby Fischer, dem berühmten amerikanischen Schachmeister, ließe sich ein ganzes Album füllen“, erklärt Werner Rupp, der dennoch seine eigene Riesensammlung, von der hier nur ein Teil gezeigt werden kann, bescheiden hinter die von Weltmeister Anatolij Karpow zurückstellt. „Er hat die meisten Schachmotive.“

Bruder Roland spezialisierte sich auf den Erwerb von Schachfiguren aus unterschiedlichsten Themenkreisen, Formen und Materialien. In gläsernen Vitrinen vorgestellt, vermittelt ein Teil der insgesamt 400 Schachbretter mit über 12 000 Figuren ein eindrucksvolles Bild vom Umgang mit Schach in den verschiedensten Kulturkreisen der Menschheit.

Märchenfiguren, Sportteams, Soldaten, Filmgrößen und vieles andere tummelt sich da auf den 64 Feldern, die, wie immer sie auch betrachtet werden, stets magische Anziehungskraft ausüben. Die künstlerisch hochwertigen Exponate aus verschiedenen Hölzern, aus Glas, Metall oder Ton modelliert, gipfeln in Meisterwerken von Peter Carl Fabergé, dessen berühmtes Ei in zwei unterschiedlichen Darstellungen Miniaturschachfiguren in der Größe weniger Millimeter präsentiert.

World of Chess ist bereits ab morgen, Dienstag, beginnend um 8 Uhr zu besichtigen. Danach bleibt die Ausstellung täglich bis 4. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Nähere Unterlagen sind im Internet unter http://www.schachmuseum.ch zu erfahren.

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