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400 Stellen sollen wegfallen: Maschinenbauer Weinig will Produktion nach Illertissen verlagern

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Weinig will Produktion nach Illertissen verlagern

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    Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen Weinig leidet unter der Wirtschaftsflaute.
    Der Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen Weinig leidet unter der Wirtschaftsflaute. Foto: Candy Welz, dpa (Symbolbild)

    Die Weinig-Gruppe hat angekündigt, ihre Standorte in Malterdingen bei Freiburg und Alfeld bei Hildesheim zu schließen. Die Produktion solle im Hauptsitz in Tauberbischofsheim und in Illertissen gebündelt werden, heißt es in einer Mitteilung. Damit bestätigt das Unternehmen entsprechende Berichte. Der Maschinenbauer will bis Ende 2027 insgesamt 400 Stellen streichen, vornehmlich in Deutschland.

    Weinig habe in den vergangenen vier Jahren 120 Millionen Euro in Produktion, Logistik und Portfolio investiert, heißt es in der Mitteilung. Das sei die größte Investition der Unternehmensgeschichte. Nun wolle man seine Strukturen daran ausrichten und sich auf zwei Standorte konzentrieren. Zuvor hatte das Unternehmen vermeldet, dass die wirtschaftliche Lage schwierig ist. Weinig hat Finanzierungsprobleme, weil der Verkauf von Produkten weniger erfolgreich ist als erwartet.

    Weinig will Standorte Illertissen und Tauberbischofsheim erhalten

    Die Produktion soll unter anderem nach Illertissen und Tauberbischofsheim verlagert werden. Dort sollen Vertrieb, Service und Konstruktion erhalten bleiben. Insgesamt fallen voraussichtlich rund 400 Stellen weg, hauptsächlich in Deutschland. Ein Sprecher teilt mit, Weinig sei in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall dabei, alle Möglichkeiten einer sozialverträglichen Umsetzung zu nutzen. Die IG Metall hatte zuvor angekündigt, für den Erhalt aller Standorte zu kämpfen und eine Verlagerung ins Ausland verhindern zu wollen.

    Die Ankündigungen des Unternehmens bezeichnete der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Neu-Ulm–Günzburg Günter Frey als reine Sparpläne – es fehle ein Konzept, mit dem Weinig wieder erfolgreich werden könne. Betriebsrat und Gewerkschaft wollen Vorschläge sammeln und dem Vorstand bis Ende Februar vorlegen. In Tauberbischofsheim ist die Belegschaft in Vorleistung gegangen und hat dem Unternehmen pro Person 100 Arbeitsstunden geschenkt.

    Das Unternehmen hebt die jüngsten Investitionen hervor. Am Stammsitz Tauberbischofsheim wurde demnach für 68 Millionen Euro ein hochautomatisiertes Logistik- und Fertigungszentrum gebaut. Mit weiteren 40 Millionen Euro habe man das Produktportfolio erweitert. Im österreichischen Voitsberg habe man zudem zwölf Millionen Euro in Montage, Fertigung und Logistik investiert. „Wir haben eine Rekordsumme investiert, um als Technologieführer in Europa produzieren zu können“, wird Vorstandsvorsitzender Gregor Baumbusch zitiert. „Mit der hochautomatisierten Fertigung in Tauberbischofsheim setzen wir Maßstäbe in der Branche. Jetzt passen wir unsere Strukturen an diese neue Leistungsfähigkeit an.“

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