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Haushalt

17.04.2015

400000 Euro für Wasserversorgung

Ketterhausen hat einige Investitionen zu stemmen. Schulden sollen halbiert werden

Der Ketterhauser Gemeinderat hat den Haushalt 2015 einstimmig verabschiedet. Zuvor hatte Kämmerin Angela Königsberger das Zahlenwerk vorgelegt. Hier eine Zusammenfassung: Der Verwaltungshaushalt umfasst ein Gesamtvolumen von 2,732 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt von 765300 Euro. Kreditaufnahmen sind für dieses Jahr nicht vorgesehen. Die Hebesätze bleiben gleich. Diese liegen bei der Grundsteuer A bei 350 Prozent, der Grundsteuer B bei 300 Prozent und der Gewerbesteuer bei 300 Prozent. Der Sollüberschuss 2014 in Höhe von 40155 Euro wurde ins Haushaltsjahr 2015 vorgetragen. Haushaltsausgabereste aus dem Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 1,154 Millionen Euro stehen im Jahr 2015 zur Verfügung.

Größter Posten bei den Steuereinnahmen ist der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer von 833400 Euro (Vorjahr 775917 Euro). Die Gewerbesteuereinnahmen werden mit 130000 Euro angesetzt (146701 Euro). Die Schlüsselzuweisung beträgt 474600 Euro (Vorjahr 468520). Bei den Ausgaben steigt die Kreisumlage auf 600200 Euro (546495 Euro). Die VG-Umlage erhöht sich auf 138400 Euro (129034 Euro). Die Steuerkraft je Einwohner wird 2015 mit 515,16 Euro (Vorjahr 470,18 Euro, Landesdurchschnitt 616 Euro) berechnet. Die Personalkosten sind gestiegen und werden im Haushaltsplan mit 585600 kalkuliert (523888 Euro im Jahr 2014). Das liegt laut Königsberger an Tariferhöhungen und dem gesteigerten Bedarf an Personal im Kindergarten.

Der Vermögenshaushalt 2015 soll sich unter anderem aus dem Verkauf von Bauplätzen (177000 Euro), Erschließungsbeiträgen (107000 Euro), der Entnahme aus den Rücklagen in Höhe des Sollüberschusses (40100 Euro) und durch Investitionszuweisungen (126500 Euro) finanzieren.

Größte Posten bei den Investitionen sind die Wasserversorgung mit 400000 Euro (Haushaltsrest), die Gemeindestraßen im Baugebiet Bebenhausen mit 285000 Euro (Haushaltsrest von 250000 Euro), Kanal Bebenhausen mit 120000 Euro (Haushaltsrest), Investitionsumlage Mittelschule mit 102800 Euro, Gemeindeverbindungsstraße Mohrenhausen mit 100000 (Haushaltsrest) und Sanierung/Brandschutz Grundschule mit 57000 Euro (Haushaltsrest). Für den Hochwasserschutz sind im Jahr 2015 erstmals 6000 Euro eingestellt. Der Finanzplan für 2016 bis 2018 sieht für diese Schutzmaßnahme dann 70000 Euro, 200000 Euro und nochmals 200000 Euro vor. 2017 sind für die Sanierung der Kläranlage 500000 Euro vorgesehen. Für die Gemeindehalle wird 2015 mit einem Haushaltsrest von 20000 Euro kalkuliert. 2016 sind für die Halle dann 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Für das Bürgerhaus Mohrenhausen stehen 2016 etwa 200000 Euro im Plan.

Der Schuldenstand betrug Anfang des Jahres 883865 Euro und soll sich bis Ende 2015 mehr als halbieren (noch 435865 Euro). Die Rücklagen standen im Januar 2015 bei Null. Im Dezember sollen sie 103555 Euro betragen.

Der Haushaltsplan 2015 und Finanzplan 2016 bis 2018 wurde vom Gremium ohne Diskussion verabschiedet. Auf Nachfrage teilte Bürgermeisterin Susanne Schewetzky mit, dass sich die Räte bereits bei ihrer Klausurtagung im Februar eingehend mit dem Zahlenwerk beschäftigt hätten. Die Rathauschefin ist zufrieden mit dem Ergebnis des Haushaltsplans. Die Gemeinde sei „auf einem guten Weg“. Positiv bewertete sie, dass der Brandschutz in der Grundschule nun endlich abgeschlossen werde. Die Wasserversorgung dagegen werde die Gemeinde noch länger beschäftigen.

Die Diskussion ist geschlossen.

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